Pacasmayo

Auch die Reise nach Pacasmayo gestaltete sich als langwierig. Unser Bus fuhr um sieben Uhr morgens und kam erst gegen 21 Uhr abends in Pacasmayo an.

Pacasmayo ist ein kleiner, verschlafener Surferort, etwa zwei Stunden von Chiclayo entfernt. Es gibt einen Pier, eine Strandpromenade, die mehrere Häuser im Kolonialstiel säumen. Die Straßen sind voller Restaurants, das Essen ist lecker, die Menschen freundlich.

Wir hätten uns keinen besseren Ort wünschen können, um unsere Reise ausklingen zu lassen. Am Morgen nach unserer Anreise liefen wir die Promenade am Strand entlang, kauften unsere Fahrkarten für den nächsten Tag, die wir nach einigen Schwierigkeiten tatsächlich so organisieren konnten, dass wir von Chiclayo direkt nach Guayaquil fahren würden. Dann aßen wir frittierten Fisch und Reis mit Meeresfrüchten, bevor wir für eine Mittagspause zurück ins Hostel kehrten.

Am Nachmittag stiegen wir auf einen Aussichtsplatz, aber da es sehr stark windete kehrten wir schnell wieder zum Strand und in die kleinen Straßen zurück.

Am Morgen hatten wir wenig Lust unsere Rucksäcke zu packen. Eine gewisse Sentimentalität stellte sich ein, als wir realisierten, dass die Reise nun endgültig vorbei sei. Um 13:30 Uhr fuhr unser Bus in Pacasmayo ab. Auch das Terminal in Chiclayo war mir bereits bekannt. Dort stiegen wir um 16:00 Uhr in unseren Bus nach Guayaquil. Um halb drei Uhr morgens weckte uns die Busbegleiterin. Alle stiegen aus, um sich den Pass stempeln zu lassen. Zum Glück mussten wir deutlich weniger warten, als auf der Hinreise. Nachdem wir schließlich noch wegen eines herrenlosen Rucksacks kurz Halt machen mussten, konnte die Reise endlich weiter gehen.

Um halb acht Uhr morgens kamen wir in Guayaquil an. Nachdem ich traurig darüber gewesen war, dass die Reise ihr Ende nimmt, fühlte ich nun wieder Schmetterlinge im Bauch bei der Aussicht in den Guasmo zurückzukehren. Mit der Metro erreichten wir den Guasmo um etwa neun Uhr. Wir hatten eine lange Reise hinter uns und unsere Familien warteten bereits auf uns. In weniger als zwei Monaten haben wir drei Länder bereist und fünf Grenzen überquert. Wir haben verschiedene Kulturräume kennengelernt, sind über die Überreste von antiken Zivilisationen gestolpert, haben Wüste, Berge und Küste bereist, wobei wir hunderte von Kilometern zurücklegten.

Unser Fazit: Viva Latinoamerica, viva la diversidad y vivan las personas que nos dieron la hermosa oportunidad de viajar por el mundo!

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