Geburtstagsfeier auf der Straße

Clave de Sur hatte sich vorgenommen nicht mehr ohne Bezahlung auf irgendwelchen wildfremden Festen zu spielen, aber wenn es der Geburtstag einer ihrer Mitglieder war und die Cumpleañera dazu noch freies Bier für alle versprochen hatte, wollten die Jungs gerne eine Ausnahme machen. Es war der 18. Geburtstag Ladys, die eigentlich Tatiana heißt, aber alle nennen Sie Lady. Sie ist erst seit kurzem in Clave de Sur, aber sie ist ein nettes, lustiges Mädchen, das jeder gerne mag und darum schickte man ihr auch sogleich eine Freiwillige ins Haus.
Für den Abend ihres Geburtstags hatte uns Lady also eingeladen und schon um halb acht begannen wir die Instrumente zu ihrem Haus zu bringen. Das Fest wurde sehr schön und darum widme ich ihm auch einen Eintrag in meinem Blog. Es war ein typisch, ecuadorianisches Geburtstagsfest. Wir stellten die Instrumente auf die Straße und blockierten somit den Durchgang, aber hier stört das natürlich keinen. Es wurde Salsa getanzt, Bachata, Salsa Chockey, Merengue. Und alles, was die lateinamerikanische Musik sonst nocDSC00978h so zu bieten hat. Dazu wurden kleine Snacks, Kekse, Bonbons und natürlich Bier verteilt.
Die Jungs spielten Rock Latino und alle sangen im Chor mit, da sich manchmal die Sänger nicht an ihren Text erinnerten oder es einfach keine Sänger gab. Um zwei Uhr morgens wurde dann das Essen verteilt. Es gab Reis, mit Hühnchen und Gemüse. Und natürlich gab es auch eine überdimensional große Torte, mit ziemlich viel Zucker darauf. Von der bekamen wir am darauf folgenden Tag noch etwas zu essen. Hier ist es nämlich auch Brauch, dass man den Gästen, die nicht bis zum Schluss des Fests bleiben können das Essen zum Mitnehmen verpackt. Damit man es am nächsten Tag noch einmal aufwärmen kann. Natürlich – die Ecuadorianer lassen einen nicht verhungern, solange sie selbst noch etwas im Kühlschrank haben.
Als ich dann müde wurde, legte ich mich wie immer im Auto von Grandote schlafen. Das hat schon VDSC00981orteile, wenn man einen großen Bruder mit Auto hat. Und am Ende wurde ich dann auch noch nach Hause gefahren.

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