Antofagasta


Nach einer Fahrt durch eine endlos wirkende Wüste erscheinen endlich vor uns die ersten Häuser. Als Der Bus auf eine große Straße biegt und den Berg hinunter fährt, erkenne ich am Horizont eine endlos sich blau-grau spiegelnde Fläche. Das Meer! Wir sind wieder an der Küste. Als wir unweit von unserem Hotel und etwas außerhalb des Stadtzentrums aus dem Bus steigen, weht eine kühle Briese. Wir nehmen ein Taxi bis zu unserem Hotel und obwohl es eigentlich nur die Straße hoch liegt, verfährt sich der Fahrer mehrmals. 

Antofagasta ist mit 300.000 Einwohnern eine der größten Städte Chiles. Die eigentliche Größe der Stadt sehen wir aber erst, als wir mit dem Bus in Richtung Zentrum fahren. Der von unserem Standpunkt so klein wirkende Ort, dehnt sich länglich, parallel zum Meer aus. Im Zentrum suchen wir verzweifelt nach einer Scotiabank, die einzige Bank, an der man in Chile gebührenfrei Geld abheben kann. Leider hat die einzige zentral gelegene Filiale geschlossen. Also gehen wir zu einer anderen Bank und zahlen die etwa 6 Euro hohen Gebühren für das Geldabheben. Nachdem wir das geschafft haben und uns noch kurz auf dem zentralen Platz, am Markt und im Supermarkt umgesehen haben, nehmen wir den Bus zum Busterminal. Wir kaufen unsere Fahrkarten für den nächsten Tag, Sophie und Mama nach Caldera, Daniel und ich nach Arica.

Am Abend setzten wir uns auf die Terrasse unseres Hostels, kaufen Bier und Chips, kochen und lassen die Reise Revue passieren. Wo gab es das beste Essen?, Welche Stadt war am Schönsten…?

Am Morgen heißt es dann Abschied nehmen. Unsere Wege trennen sich. Sophie und Mama fahren nach Süden, wir nach Norden. Die beiden fahren morgens, wir abends. Wir verabschieden uns. Es fühlt sich seltsam an, sich jetzt zu trennen, nachdem wir die ganze Zeit so aufeinander saßen.

Mama und Sophie nehmen das Taxi, während wir auf der Terrasse frühstücken. Dann fahren wir zum Fischmarkt, sehen dabei zu, wie Seehunde am Hafen im Wasser spielen und kaufen uns Ceviche. Am Abend fahren auch wir mit dem Taxi zum Terminal. Es ist längst Nacht geworden, Dunkelheit legt sich über die Straßen. Während wir es uns im Bus bequem machen, winken wir leise Antofagasta zum Abschied und fragen uns, was uns als Nächstes erwarten wird.

 

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