Out of many – one people! Szenen aus dem Leben mit Jamaikanern

Night, guys!

In Jamaika sagt man tätsächlich „Night“ anstatt von Guten Abend. Good morning sagt man bis ca. 12 Uhr, danach good afternoon bis ungefähr 15 Uhr, good evening hören wir hier bis 18, maximal 19 Uhr, alles danach ist night. Nicht zu verwechseln mit Gute Nacht, denn es handelt sich bei „night“ hauptsächlich um eine Begrüßungsform. Und da wären wir schon mitten im Topic dieses Blogs: Wie ticken die Blackies hier eigentlich so? Einiges über die Jamaikinis konntet ihr bestimmt in meinen bisherigen Blogeinträgen bereits „herauslesen“. Natürlich ist es schwer, eine bestimmte Art von Mentalität, einen Lebensstil oder ein kulturbedingtes Verhalten zu beschreiben. Deshalb besteht der folgende Eintrag aus lauter kleinen Geschichten, mal mit und mal ohne Kommentar meinerseits. Es handelt sich um kleine Erlebnisse, die sich in meinen mittlerweile 8 Wochen angesammelt haben. Ich möchte jedoch davor warnen, beim Lesen der Geschichten zu voreilige Schlüsse über die jamaikanische Mentalität zu schließen. Vieles liest sich „krasser“ als es tatsächlich ist, und jeder Freiwillige erlebt seine Zeit im Projekt und mit den Einheimischen immer ein bisschen anders. Das Leben hier ist ja auch anders als in Deutschland, und diese Andersartigkeit genieße ich, so gut es geht, insbesondere in dem Wissen, dass 3 Monate keine lange Zeit sind. So, und nun auf ins Geschichten erzählen!

No, children, no cry. Ich gehe in die Jonestown Basic School und sehe ein schüchtern drein blickendes Kind auf dem Arm einer Lehrerin. Die Lehrerin zeigt auf uns und zeigt dem Jungen, dass er uns zuwinken kann. Die anderen Freiwilligen erzählen mir darauf, dass der Junge weint, weil wir weiß sind.

Two Rastamen. Wir gehen in Downtown einkaufen und ein alter Rasta fragt uns in einem super sympathischen Auftreten, wo wir herkommen und ob uns Jamaika gefallen würde. Er erklärte uns, dass wir doch alle Menschen sind und dass das einzige, was uns unterscheidet, die Hautfarbe ist. Für ihn wäre es selbstverständlich, dass wir alle aufeinander aufpassen. „I take care of you when you’re in my country the same way as you watch out for me when I’m in your country!“ Ein paar Tage später erklärt jedoch ein anderer Rasta einem unserer Freiwilligen: „Also, von deiner Denkweise her bist du aber schon eher schwarz als weiß“ … die Ansichten sind also auch im selben Volk recht unterschiedlich.

Dem like leaders. Hitler ist bei manchen hier angesehen. Während wir ihn als einen der unmenschlichsten Personen beschreiben, die je gelebt haben, feiern sie ihn als beeindruckenden Führer. So wie es Putin auch wäre, wurde uns gesagt. Als wir den Holocaust ansprechen, sagen sie darauf, dass Hitler ja nur was gegen Juden und nichts gegen Schwarze gehabt hätte („Mi a no jew!“). Wenn ich sie richtig verstanden habe, meinten sie „wenn er gemerkt hätte, dass wir ihn als Führer anerkennen, hätte er uns nichts angetan“. Hmpf.

Music 24/7. Frühs werde ich häufig von Musik geweckt. Und damit meine ich, dass irgendwer eine riesige Box aufgestellt hat, um hauptsächlich reggae, oder auch r n b, pop oder dancehall abzuspielen. Die Musik ist laut, sehr laut. Auch auf Busfahrten oder einfach mitten auf der Straße ist laute Musik zu hören. Ich habe tatsächlich auf längeren Reisen immer Ohropax dabei, um nicht völlig gehörlos wieder kommen zu müssen. Viel Bass, mehr dieser chillige, langsame Reggae als tanzbares Zeug. Musik Hören ist hier eine Beschäftigung zum Abhängen, Chillen, rauchen. Kein Problem soweit, solange wir auch unsere deutsche Musik hören können, ist alles ok. Während man in Deutschland gewöhnt ist, dass die Musik auch mal runter gedreht wird, wenn man miteinander reden will, habe ich es schon öfters erlebt, dass die Musik laut bleibt und die Leute einfach lauter reden. Ebenso ist es völlig normal, wenn nicht nur eine Musik im Raum läuft, sondern mehrere Menschen ihren Lautsprecher herausholen. 

Trench Town Jamaika, born and raised. Da wir ja an 3 verschiedenen Schulen unterrichten und auch durch den Instrumentalunterricht somit viel Kontakt zu Kindern haben, versuche ich mich oft in das Leben der Kids, das Aufwachsen in Trenchtown oder Jonestown hineinzuversetzen. Und obwohl wir so viel Kontakt zu den Kids haben, empfinde ich es als unmöglich, mich in dieses Leben hier hineinzuversetzen. Es passiert mir immer wieder, dass ich meine Kindheit mit der der Kids vergleiche und mir denke: oh, das hatten/kennen die ja gar nicht, das machen die ja anders oder überhaupt nicht, das wäre ja komisch für die. Beispiel: wenn ich mit den Kids ein kleines Einsingen machen will, verbinde ich das gerne mit einer Fantasiereise, z.B. „Wir gehen an den Strand und springen ins Wasser, dabei sagen wir huiiiiiiiii…“. Hierfür muss ich mich immer wieder vergewissern, dass die Kids das hier auch wirklich kennen. Letztens wollte ich mit den Kids auf den Rummel gehen. Aber welches Trench Town Kid war schon mal auf einem Jahrmarkt? So was gibt es hier nicht, zumindest nicht ansatzweise vergleichbar mit Deutschland.

„Ey whities“ hören wir eigentlich jedes Mal, wenn wir einkaufen oder sonst wo hingehen. Wobei, man hört es in Downtown schon eher als in Uptown. Wenn man dann immer noch nicht zu der anquatschenden Person hinguckt, kommt ein „ssssssssst“ hinterhergehisst. Das fühlte sich anfangs besonders unangenehm an. Mittlerweile weiß ich, dass sie dieses Geräusch häufig machen, um Aufmerksamkeit zu erhalten und dass es nichts unbedingt mit uns als Weißen zu tun hat. Einmal bin ich in einem kleinen Supermarkt früher dran gekommen als ein Schwarzer neben mir, als hätte die Kassiererin gedacht, dass ich mich sonst beschweren könnte. Das war mir im Nachhinein auch unangenehm, aber es geschah so schnell, dass ich in dem Moment nicht drüber nachdachte. Vielleicht hat es der schwarze neben mir auch nicht gemerkt, keine Ahnung. Im großen und ganzen hält sich der Rassismus jedoch in Grenzen, und die Leute sind auch häufig einfach neugierig, wo wir herkommen und was wir hier so treiben. Ich fühle mich inzwischen eher unwohl, wenn ich von einem Haufen weißer Touristen umgeben bin, denn schließlich bin ich ja mittlerweile ein Brownie und wohne hier^^. Einziges, immer wiederkehrendes Problem ist die Sache mit dem Geld. Mir war im Vorfeld klar, dass man hier angebettelt wird. Doch dass meine Hautfarbe mit Geld direkt verbunden wird, ist oft ärgerlich. Ich möchte nicht sagen, dass uns regelmäßig Bettler umschwärmen. Es wird selten nach Geld gefragt, wenn es aber vorkommt, wird es mit bewusster Selbstverständlichkeit verlangt. Und es gab bereits andere Freiwillige im Projekt vor uns, die von Jamaikanern übel abgezockt wurden, in scheinbaren Freundschaften. Man MUSS sich jedes Mal die Frage stellen: was nützt der Person mein Geld wirklich? 

Ein Wort zur Kriminalität. Wenn wir nach Downtown fahren, wo wir wie gesagt auf dem Markt unser Essen einkaufen, lasse ich mein Handy zu hause und halte meinen Rucksack lieber vorn als auf dem Rücken. Einem Freiwilligen vor mir wurde auch schon an die Tasche gegriffen, man sollte wirklich aufpassen. Leider müssen wir nicht nur in Downtown aufpassen. Inzwischen wurde auch von einem anderen Freiwilligen eine Kamera gestohlen. Er hatte sie auf der Dachterrasse unseres Hauses über Nacht liegen gelassen. Hmpf. Die krasseste Story allerdings geschah an meinem ersten Abend in Trench Town. Jemandem wurde aus dem eigenen, leider nicht abgeschlossenen Bus das Portemonnaie geklaut. Wie sich im Nachhinein herausstellte, wurde das Portemonnaie von einer Kinderbande gestohlen, Kids, die nicht älter als 8,9 Jahre alt waren. Wie sind die Kinder aufgeflogen? Bei dem Versuch, teure Sportschuhe zu kaufen, wobei sie von allen Verkäufern abgewiesen wurden, weil sie für ihr Alter verdächtig viel Geld bei sich hatten (der Geldbeutel enthielt eine dreistellige Summe, zumindest in Euro umgerechnet). Tja, traurig für den Besitzer. Da mir schon in voran gegangenen Urlauben einiges abhanden kam, bin ich hier super vorsichtig und lasse nichts unbeaufsichtigt rumliegen. Es macht mich allerdings auch traurig, dass ich so auf mein Zeug aufpassen muss. Vielleicht kann das Projekt ja einen winzigen Teil gegen die Kriminalität beitragen, nämlich dadurch, indem viele Kids ihre Freizeit am Instrument verbringen und nicht in irgend welchen Jugendbanden.

Küchenhilfe auf jamaikanisch. Ein Freiwilliger sollte beim Kochen helfen. Aber die „Küchenhilfe“ bestand im Endeffekt daraus, für den schwer beschäftigten Koch Joints zu drehen.

Katzengeschichte: (nichts unbedingt jamaikanisches, aber ich finde die Story einfach ulkig :D) Als wir in meiner ersten Woche in Ocho Rios, auch Ochi genannt waren, hatten wir uns einen Abend lang eine große Runde Gin Tonic gegönnt. Leicht angeheitert wie wir alle waren, warf ich einen Blick aus dem Fenster unseres Hostelzimmers. Auf einer Mauer saß eine Katze, die mit großen Augen zum hellen großen Mond aufblickte und maunzte. Ich öffnete das Fenster, und sang der Katze das Lied aus dem Musical Cats. „Mooondliiiiicht, schau hinauf in das Mooondliiiiicht“… Was ich nicht sah: da stand die ganze Zeit ein Jamaikaner. „Are you singing for me?“ Ehrlich antwortete ich „Noooo, for the cat!“ Wollte er mir einfach nicht abnehmen… Apropos: wenn man hier als Frau irgendwelche körperlichen Arbeiten vollzieht, sei es Kochen, Putzen, Waschen oder auch wenn man einfach nur sein Instrument spielt, wird das gerne mal von den Herrschaften so kommentiert, als würde dabei etwas für sie rausspringen. „Kannst du für mich kochen? Soll ich meine Wäsche auch gleich runter bringen? Spielst du ein Lied, nur für mich?“ Mittlerweile ignoriere ich die Kommentare oder mache mich lustig über sie. Da müssen die Herrschaften durch!

Yow gyal! (Ey Mädchen!) Allgemein fällt in der Kommunikation auf, dass sehr fordernd und scheinbar undankbar miteinander umgegangen wird. „E Boy, give me dem …!“ „Claudia, stir that for me!“ „Isabella, buy a new charger!!!“. Ich deute dies allerdings nicht als Unhöflichkeit, sondern als den hier nun mal vorherrschenden Umgang miteinander und möchte dies insofern als Lehre für mich mitnehmen, dass man manchmal etwas durchsetzungsfähiger ist, wenn man einen kleinen Befehlston an den Tag legt und nicht so überirdisch dauerfreundlich und hyperhöflich, wie ich es manchmal bin. Ob das im Grundschullehramt von Nützen sein könnte? „Ey Chantal-Mandy, mach gefälligst deine Hausaufgaben!“ (????) 

Tier“liebe“? In Jamaika, insbesondere in der Gegend, wo wir wohnen, wird mit Tieren allgemein sehr schlecht umgegangen. Unserer Katze hier wird gerne mal ein Schuh hinterher geworfen. Die Hunde, die wild auf der Straße leben, ducken sich instinktiv wenn ihnen ein Mensch zu Nahe kommt. Hunde, Katzen, Schweine, aber vor allem Ziegen leben vom Müll der Menschen. Es ist bei weitem kein Vergleich zur deutschen Haustierkultur, wobei ich das übermäßige Verhätscheln von Haustieren, wie man es in Deutschland oft sieht, natürlich auch nicht begrüßen würde. 

Missverständnis

Ich: „I can’t marry a jamaican boy“.

M: „Why?“

Ich: „Because my boyfriend would’nt like that!“

M: „Why, is he racist?“

 

The Talk. Mit Jamaikanern kommt man super locker und unkompliziert ins Gespräch. Seien es Belanglosigkeiten, Gespräche über Politik, Kultur oder Musik, jeder steht gern zu seiner eigenen Meinung. Manchmal kann man die Leute allerdings nicht von einer falschen Aussage in den Äußerungen abbringen, und selbst wenn man ihnen den falschen Inhalt beweisen kann, kommen sie gerne mit einer Ausrede rum, warum ihre falsche Antwort doch hätte richtig sein können. Diese Falschaussagen fallen besonders auf, wenn die Jamaikaner voreinander angeben wollen, was sie schon alles geschafft haben. Hört man genauer hin, entpuppt sich oft aus einem lang anhaltenden Lobgesang über die eigenen Fähigkeiten ein eher, naja, normales Bild eines Menschen, der eben Stärken und Schwächen hat. 

Out of many, one people. Es herrscht ein krasser Gegensatz zwischen dieser gegenseitigen Feindlichkeit und einer ungeheuren Freundlichkeit zueinander. Einerseits gibt es die verfeindeten Dons, also die Bandenchefs, oder den (mal friedlichen, mal blutigen) Krieg zwischen den zwei großen Parteien, der Jamaican Labour Party und der People’s National Party. Und gleichzeitig herrscht eine ungeheure Hilfsbereitschaft und aufeinander achten, wie man es selten sonst mitbekommt. Hier wartet der Bus auf dich, wenn du angerannt kommst. Während wir in Deutschland eher etwas googlen würden anstatt andere Leute um Rat oder Informationen zu fragen, hat letzteres noch Priorität hier vor Ort. Außerdem lachen sich die Leute hier im Kino bei einem lustigen Film so laut schlapp, dass man sich in jedem anderen deutschen Kino beschwert hätte. Vielleicht sollte ich eine Kampagne für lauteres Gelächter in deutschen Kinos starten…

Ach du dicker Topf! Knapp 4 Wochen war ich hier, als mir mein erstes, größeres Malheur passiert ist. Es war 6 Uhr frühs, als ich nur kurz aufs Klo und danach wieder ins Bett wollte. Ging leider nicht, denn vom Bad aus hatte sich in unser Zimmer eine riesige Pfütze geschlichen, die fast das ganze Schlafzimmer einnahm. Der Spülkasten war anscheinend undicht (es handelte sich also um „sauberes“ Wasser!). Ich war müde und wollte so schnell wie möglich die Pfütze beseitigen. Suarez und Yannis begannen bereits mit dem Aufwischen, aber es war so viel Wasser, dass ich mich auch noch auf die Suche nach einem Eimer begab, um helfen zu können. Ich fand allerdings keinen in Griffweite. Unsere normalen Plastikeimer werden im Haus für alles mögliche genutzt und ich wollte nicht durchs ganze Haus flitzen, wenn doch einfach nur fix diese Suppe entfernt werden sollte. Was macht also Claudia? Ich greife unüberlegt zu einem unkonventionelleren Mittel des Aufputzens und hole einen Kochtopf aus der Küche in unser Schlafzimmer. Ich beginne also, die Pfütze mit einem Putzlappen aufzusaugen und in dem Topf auszuwringen. Ich fand das selber schon so absurd, dass ich anfing, vor mich hin zu kichern. Suarez war überhaupt nicht begeistert, ließ ein wehleidiges „nooooo“ hören und lief erzürnt aus dem Raum, nur um mein Vergehen brühwarm seinen Eltern zu erzählen. Sein Vater war ebenso alles andere als begeistert. Ich brach daher die Putzaktion ab und begann in der Küche den besagten Topf gründlich zu spülen. Einmal, dann ein zweites mal. Ich versuchte mich vorsichtig beim Vater zu entschuldigen, der mir darauf hin erklärte, dass man den Topf jetzt nicht mehr benutzen könne. Ich habe ja schließlich Dreck vom Boden in den Topf befördert, und Dreck essen nur sehr arme oder kranke Menschen. Ich erklärte ihm, dass ich den Topf auch einmal komplett mit heißem Wasser auskochen könnte, um wirklich alle Bakterien zu beseitigen. Nein, da würden bestimmt nicht alle Bakterien sterben, und außerdem helfe das dem Gewissen nicht, dass Dreck in diesem Topf war. Nun ja, dumme Nummer war das. Ein anderer Freiwilliger fiel mir am Tag darauf noch in den Rücken, als er den Jamaikanern erklärte, dass mein Verhalten nicht unbedingt ein „Kulturunterschied“ war, denn in Deutschland würde man auch nicht sofort zu Töpfen zum Putzen greifen . Jaaa, das war eine klassische Claudel-Nummer, zugegebenermaßen. Lustig ist folgendes:

1. Der Topf wurde nur selten genutzt, war in einem miserablen Zustand und ich freu mich schon richtig drauf, ihn durch einen besseren zu ersetzen…  2. Hat Suarez mich selbst letztens gefragt, ob wir nicht den aussortierten Topf zum Reis kochen nehmen sollen, als alle anderen Töpfe besetzt waren. 3. Haben wir letztens mit eigenen Augen gesehen, wie ein Küchenmesser zum Reparieren eines Autoreifens verwendet wurde (eigentlich schade, dass ich deshalb keinen Aufstand gemacht habe…)

Counting. Super spannend: wenn sie mit den Fingern zählen, zählen sie für uns falsch herum: 1=kleiner Finger, 2=Ringfinger und so weiter.

Außen die harte Schale. Einmal habe ich mit der Hand den Abfluss im Küchenspülbecken von Essensresten befreit, also eine Angelegenheit, vor der sich der ein oder andere eher zieren würde. Kommentar eines Jamaikaners: Good Claudia, you’re already hard outside. Now you have to become hard inside too to achieve your dreams!

Jamaica, Land we love. Ich bin außerdem sehr positiv beeindruckt vom Nationalstolz hier. Überall sieht man jamaikanische Flaggen, die Gesichter von Bob Marley, Usain Bolt, Haile Selassie oder anderen Berühmtheiten an die Wände gepinselt. Sie sind stolz auf ihre Kultur, und sagen dabei aber nicht direkt, dass andere Kulturen dadurch schlechter sind. Das Interesse an deutscher Kultur ist zwar sehr unterschiedlich, manche wollen Deutsch lernen, andere verziehen bereits das Gesicht, wenn wir das Essen anders als jamaikanisch kochen… aber mit der Art und Weise, wie ich bisher mit jamaikanischer Kultur in Berührung gekommen bin, kann ich mich sehr anfreunden und denke, es ist nichts schlechtes, wenn ich insgeheim durch das Vergleichen von fremder Kultur mit meiner Eigenen auch ein bisschen mehr Freude an meiner Heimatkultur bekomme. Das deutsche Leben hat eben auch seine Vorzüge, und was sollte daran falsch sein, diesen Gedanken zu haben?

Zum Schluss noch ein paar kleine Sprüche, die ich so von Jamaikanern aufgeschnappt habe:

  • School makes you smart, life makes you wise!
  • The white Part of the pepper gives you cancer! You germans don’t know that!

So, das war’s, kleine bis große Erfahrungen aus acht Wochen Jamaika! Eigentlich wollte ich diesen Blogeintrag schon viel früher schreiben, aber je länger ich blieb, umso eher wusste ich, dass es sich lohnt für diesen Eintrag noch weitere Geschehnisse abzuwarten. Liebe Leute, ich hoffe, ich konnte euch durch diesen Mentalitätenblogeintrag noch ein wenig mehr vom Leben hier zeigen. Beim nächsten Blog gibt’s dann auch wieder abgefahren schöne Strand- und Wanderbilder^^

Soon forward, lickkle more!

 

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