Erst mal reisen!

Und BOOM- schon am zweiten Tag ging es richtig heftig los mit einem Jamaika fern vom Touristenleben. Dachte ich zumindest, oder war mein erster Eindruck. Doch der Reihe nach:

Nachdem ich im Hostel in Montego Bay noch ne Weile rumgelungert hatte wurde ich nachmittags von Yannis und Suarez abgeholt. Yannis hatte ich im Oktober auf dem Vorbereitungsseminar kennengelernt und es war ein unglaublich cooles Gefühl, bei all den vielen fremden Eindrücken ein bekanntes Gesicht zu sehen. Suarez ist unser Gastbruder: er ist für uns Freiwillige da, wohnt mit uns, reist mit uns, ist erster Ansprechpartner. Besser gesagt: wir wohnen mit seiner Familie unter einem Dach, darauf bin ich auch schon gespannt. Als die beiden mich mit einem ziemlich coolen Driver abgeholt hatten ging es nämlich nicht direkt nach Kingston. Wie Yannis mich bereits im Vorfeld aufklärte, wollten die Freiwilligen eine Rundreise machen, das heißt sie waren bereits ab Montag unterwegs und ich bin quasi auf halber Fahrt hinzugestoßen. Heute standen die Glistening Waters in Falmouth an, ein Naturphänomen mit fluoreszierenden Algen, die im Dunkeln leuchten, eben in Falmouth zu sehen. Unser Driver Junior (das wird sicherlich nicht der letzte interessante jamaikanische Vorname gewesen sein) bekam zunächst einen Strafzettel für unangeschnalltes Fahren – nur der Fahrer muss in Jamaika angeschnallt sein 😀

Dann fuhren wir nach Falmouth rein. In Falmouth halten tatsächlich auch die großen Kreuzfahrtschiffe, doch wir sind sicherlich nicht durch die Gegend gefahren, die die Touris sehen. Überall heruntergekommene Häuser, Autos die auf den ersten Blick fast auseinander fallen, viele viele Menschen, natürlich keinerlei Verkehrsführung, aber auch 24h-Supermärkte. Wir kamen bei einem  sehr sehr netten Freund von Junior unter, und zwar in einem Haus, wie man es häufig in Jamaica sieht: nur die untere Etage ist fertig ausgebaut. Das Haus war direkt am Wasser, sodass wir nur zum Steg laufen mussten, wo uns ein Boot mit einem „Captain“ erwartete. Leider regnete es viel, sodass das Wasser sehr trüb war und man von dem tollen Effekt nicht so viel sah (so hätte es aussehen können). Dennoch hatten wir eine schöne nächtliche Bootsfahrt, und wenn wir die Hände durch das Wasser glitten ließen, glitzerte es tatsächlich glühwürmchenartig hier und da!

Am nächsten Tag ging es zu einem weiteren bekannten Ort Jamaikas, nach Ocho Rios. Junior kam mit 2-stündiger Verspätung (wie am Tag zuvor bereits auch) und fuhr uns in diese Stadt, die viel touristischer war als Falmouth. Wir übernachteten 2 Tage im  coolen „Reggae Hostel“ und hatten dort ne ziemlich angenehme Zeit – zu sechst in einem schönen großen Zimmer mit recht bequemen Betten. Es schüttete weiterhin wie aus Kübeln – nicht der erwartete Jamaica-Einstieg. Dabei war die Regenzeit eigentlich schon vorbei…. Nun ja, es gab dennoch einiges zu entdecken. Ziel waren die Dunn’s River Falls, eine der Hauptattraktionen Jamaikas. Da wir von Freitag bis Sonntag dort blieben, peilten wir eigentlich den Samstag für die Falls an. Junior stellte sich jedoch als sehr unzuverlässiger Driver heraus – wir warteten vergebens auf sein Erscheinen und der Tag verstrich. Dennoch shoppten wir ne Runde und gingen zum Mahogany Beach, auch recht fein. 

Am Sonntag hatten wir es dann doch noch zu den Dunn’s River Falls geschafft! Es war uuunglaublich schön! Das Besondere an dem Wasserfall ist die Möglichkeit, den ganzen Fall über dessen Felsen hochzuklettern. Etappenweise stiegen wir Stück die Felsen des Wasserfalls hoch, es war der Wahnsinn! Wahnsinnig glitschig,hier und da recht steil. Leider war es an einigen Stellen sehr rutschig und der Boden nicht gut ersichtlich, sodass ich nach ungefähr der Hälfte abbrach. Immerhin konnte ich so den anderen Freiwilligen und Touris beim Klettern zusehen, was teilweise recht erheiternd war^^

Nach den Dunn’s River Falls ging es los Richtung Trenchtown. Aber davon berichte ich beim nächsten Blogeintrag. Denn dafür muss ich noch die richtigen Worte finden…

 

3 Antworten auf „Erst mal reisen!“

  1. Hallo! :3 hier schreibt prisci!
    Ich hab schon alle Beiträge (bis jetzt) gelesen! Und ich habe mich sehr darüber gefreut! Oh! Claudia! Ich wünsche dir alles gute! Und viel neues Wissen! Oder solche wichtigen Sachen des Lebens! Huhu!

  2. Liebe Claudia!
    Schön, dass du das große Auslandsabenteuer gefunden hast! Und noch schöner, dass du uns mit deinen Erzählungen alle mitnimmst. Immer wieder exzellent geschrieben, eindrucksreich und gründlich. Da höre ich gerade die Reiselust sogar hier bei meiner Berliner Einsiedelei an die Tür klopfen.
    Ich wünsche noch viel Spaß, gutes Wetter und komische Sachen
    Wolfram

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