Die Blue Mountains – von Kaffee, Nebel und Wasserfällen

Nach meiner ersten Trenchtown-Woche starteten wir bereits den nächsten Ausflug, diesmal für ein Wochenende. Die höchsten Berge Jamaikas, eben die Blue Mountains, sind nicht weit von Kingston entfernt und ragen am höchsten Punkt, den Blue Mountains Peak über 2000 Meter in die Höhe. So bieten diese Berge eine wundervolle Landschaft für alle Wanderfreunde, sind aber besonders in aller Welt aufgrund des einmaligen Blue Mountains Coffee bekannt, der im englischen Königshaus von Queen Elisabeth II. geschlürft wird.

 

Wir fuhren mit Taxi und Bus ein paar Serpentinen die Berge hoch, dann stiegen wir aus und liefen circa eine halbe Stunde in verregneter, aber nicht minder atemberaubender Landschaft Richtung Guest House, zum „Mount Edge“.

Das war ungelogen eine der schönsten Unterkünfte, in denen ich je genächtigt habe! Es war nicht luxuriös, jedoch direkt am Hang gebaut, sodass das zugehörige Restaurant und auch unser Zimmerfenster einen weiten Blick in das regenwaldartige Tal bot.

                    

Wir genossen den Augenblick für ein, zwei Stunden, stärkten uns mit dem berühmten, wirklich leckeren Kaffee, um danach noch eine kurze Wandertour zu wagen.

 

Im nahegelegenen New Castle liegt ein Sitz des Jamaikanischen Militärs. Wir liefen dort hin und hatten eine interessante Aussicht, wenn auch leider vernebelt. Den Rest des Abends verbrachten wir im Hostel, wo wir den Abend mit einigen Spielen ausklingen ließen und uns köstlich amüsierten.

            

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Mount Edge und machten uns für die nächste Tour bereit. Ziel war es, im Holywell Park den Blue Mountains Kaffee quasi direkt am Herkunftsort kaufen zu können. Unsere Tour führte uns in die Wolken hinein. Dementsprechend ließ der Regen nicht nach, sodass an ein oder anderer Stelle durch den verwilderten Wald und diese jamaikanisch-untypische Ruhe der Natur ein wenig Jurassic Park feeling bei mir aufkam.

Nun ja, nicht nur bei mir 😀

                   

Den Kaffee bekamen wir zum Glück, obwohl die Plantage, zu der wir eigentlich wollten, geschlossen hatte. Eine kleine, weitere Wanderung zu einem Wasserfall war sogar auch noch mit drin: Wir wanderten einen wahnsinnig spannenden Hangpfad entlang, mit geringer Wegbreite sowie leichten Sprung- und Kletteraktionen  (Zitat Yannis zu diesem Blogeintrag mit dramatischer Stimme: „Ein falscher Schritt, … und du stirbst in den Abgrund!“ :D). Gelohnt hatte es sich auf jeden Fall!

          

Der Weg danach erschien etwas mühsamer, so schleppten wir zum Guest House zurück, schnappten unsere Sachen und machten uns auf die Suche nach einem Taxi, das uns wieder nach Kingston bringen würde. 

Übrigens, weil die Frage aufkam: Nein, ich verbringe hier meine Zeit nicht nur mit Reisen! Unsere musikalische Arbeit ging auch für mich schon los und spielt sich montags bis freitags ab, von dem Projekt und unseren Tätigkeiten werde ich im nächsten Blogeintrag berichten.

Rasta!        

Eine Antwort auf „Die Blue Mountains – von Kaffee, Nebel und Wasserfällen“

  1. Wie schön =)! Claudia, ich finde deinen Blog wirklich hererwärmend und habe das Gefühl bei jedem Schritt in den Abgrund mitzuzittern um gleich hinterherzuspringen!
    Gleichzeitig fühle ich mit euch und dem Regen (in Santander wars ähnlich, aber wohl nich sooo schlümm)!
    Mach dir ne schöne Zeit und lass uns dran teilhaben.
    Viele Grüße aus dem verregneten und tristen, aber trotzdem schönen, Leipzig!

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