Schluss. Aus. Vorbei.

Die Kirche bleibt im Dorf, der Fuchs fängt die Gans, die Sonne geht im Osten auf und der kleine Joshua kommt zurück nach Hause. Und mit ¨nach Hause¨ meine ich nicht das beschauliche Heim in der Inselstadt Puerto Ayora, sondern die weiße Erdgeschosswohnung mit dem Schlagzeug im Keller, im kalten Duisburg.

Ich hatte viel Pech! Zum ersten Mal, als ich in Guayaquil Bekanntschaft mit einem nicht unbekannten, aber viel zu unterschätztem Insekt mache. Gerade Mal eine Woche bin ich in Ecuador, erschlagen von Eindrücken, von den Menschen und in voller Vorfreude auf Galapagos, schon trifft mich das Dengue-Fieber und nimmt mir bei voller Fahrt sämtlichen Wind aus den Segeln. Wie es damit weiter geht, wisst ihr alle vermutlich. Was ich selbst nicht wusste, ist, dass ich alles viel zu sehr auf die leichte Schulter genommen habe. Nachdem ich gesund war, gab es ein paar Tage Schonzeit, doch danach habe ich mich per Kopfsprung ins Inselleben gestürzt, war immer und immer viel zu lang unterwegs, hab Menschen kennen gelernt, habe die Insel erkundet und hatte meine Krankheit schon fast vergessen. Ein dummer Fehler wie ich nun weiß. Dengue ist eine der gefährlichsten Viruserkrankungen die es gibt und der Körper braucht eine lange Zeit um sich davon zu erholen.

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Bilder aus dem Paradies

Cheers from Paradise

Meine lieben Freunde,

endlich habe ich Zeit gefunden mal wieder was zu schreiben. Die Fortsetzung der Dengue-Story gibts beim nächsten Mal, weil sie noch nicht vorbei ist. Aber macht euch keine Sorgen, ich bin wieder topfit, nur ist es nicht so einfach wie erwartet einen einfachen Test auf Dengue zu bekommen. Lieber erzähle ich euch hier meine ersten Eindrücke von Galapagos und den Menschen die hier leben.

Also, in Guayaquil bin ich trotz Fieber in den Flieger gestiegen und ich habe mich wirklich schlecht gefühlt. Der Flug war jedoch sehr entspannt und angenehm. Was sehr auffällig war, ist die Tatsache, dass die hier echt extrem streng sind, was die Einfuhr von Lebensmitteln und Naturgütern betrifft. In Guayaquil wird das komplette Gepäck gescannt und jedes zweite auch persönlich durchsucht. Das geht soweit, dass ich rechtfertigen musste, warum ich meine Sticks fürs Schlagzeug mitnehmen möchte, da diese ja ebenfalls aus Holz sind. Irgendwie habe ich es dann geschafft sie von der Notwendigkeit der Sticks zu überzeugen und durfte durch die Sicherheitsschranke.
Beim Landeanflug erkennt man wunderbar, dass die Galapagos einfach die einzige Erhebung im gesamten Pazifik sind und ich hier echt mitten im Meer bin. Zum Glück werde ich von Josefin (Joselin/Josefina/José) abgeholt. Zusammen fahren wir erst mit dem Bus, dann mit der Fähre und mit dem Taxi zu unserem Haus. Ich kann mich kaum noch an die Fahrt erinnern, was vermutlich am Fieber liegt. José hat die ganze Zeit auf mich eingeredet und mir so viel erzählt, aber ich kann mich an kaum etwas noch erinnern. Das einzige, was mir im Gedächtnis geblieben ist, war die Landschaft.

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