Reise nach Loja

In den Ferien waren wir neben Saraguro auch vier Tage in der Stadt Loja, ca. 1 1/2h mit dem Bus von Saraguro entfernt.

Von hier aus unternahmen wir zwei Ausfluege in den Parque Nacional Podocarpus, den wir zunaechst von dem Dorf Vilcabamba aus kennenlernten.

Am Tag darauf fuhren wir nach Zamora und besuchten auch von hier diesen Nationalpark. Sehr beeindruckend war es, wie anders hier die Landschaft ist. Zamora liegt am Rand des Oriente, sodass wir hier einen Eindruck vom Regenwald bekommen  konnten.

Bei so vielen schoenen neuen Eindruecken kamen mir die vier Tage in Loja und Umgebung doppelt so lange vor und ich freue mich schon auf die naechste Reise. In 2 Wochen gibt es ein verlaengertes Wochenende und vielleicht besuche ich mit meiner Familie wieder Verwandte auf dem Campo, aber diesmal in Manabí. Mal sehen, ob es bei diesen Plaenen bleibt.

Workshop in Saraguro

Letzte Woche verbrachte ich vier Tage mit einer anderen deutschen Freiwilligen und einem der ecuadorianischen Koordinatoren von „Clave de Sur“  in Saraguro, einem Dorf in den Anden. Es gehoert zur Provinz Loja und liegt auf 2520m .

Wir wurden von der Organisation „Mashi Pierre“ zu ihrem 4-jaehrigen Jubilaeum eingeladen, um einen Musikworkshop fuer Kinder anzubieten.  Unterstuetzt wurde dieses viertaegige Festival von der franzoesischen Organisation „Una Opción Más“.

Unser Workshop fand am Freitag Nachmittag statt und bestand darin, Instrumente aus Recycling-Materialien  zu bauen. Wir bauten Regenmacher, Stabrasseln und Panfloeten u.a. aus Klopapierrollen, Kronkorken, Besenstielen und leeren Plastikflaschen. Nach zwei Aufwaerm-, bzw. Kennenlernspielen ging es los mit dem Basteln, Malen und Haemmern.

Am Samstag Vormittag starteten wir einen Flashmob durch Saraguro, um auf das Projekt und das Cuy-Festival (Meerschweinchen-Festival) am Sonntag aufmerksam zu machen. Wir Musiker begleiteten den Flashmob mit Musik und spielten u.a. in der Markthalle und spontan live im Radio von Saraguro.

Am Samstag Abend gab es noch ein Konzert mit Musikern aus der Umgebung, bei dem wir auch spielen durften.

Das Cuy-Festival erlebten wir am Sonntag nur am Vormittag, da wir noch eine 8-stuendige Busfahrt zuerueck nach Guayaquil vor uns hatten. Dennoch reichte diese Zeit aus, um Meerschweinchen in drei verschiedenen Variationen zu sehen: im Kaefig, am Grill und verkleidet fuer die Wahl von Mr. und Mrs. Cuy!

 

Konzert 30.09.2016

Mein erster Unterrichtsprozess ist nun schon vorbei und gerade sind 2 Wochen Ferien, bevor es naechste Woche wieder weiter geht. Es ist faszinierend, wie schnell die Zeit vergeht…

Am 30.09. fand das Abschlusskonzert des Unterrichtsprozesses statt. Lange stand der Auffuehrungsort nicht fest. Ca. 2 Wochen vorher war dann aber klar, dass das Konzert im Auditorium der Musikschule stattfinden wird, da alle anderen Moeglichkeiten bereits ausgebucht waren.  Vor dem Konzert wurde fleissig der Konzertsaal gesaeubert.

Es spielten fast alle Schueler, sodass das Konzert ca. 2h ohne Pause dauerte. John, einer der Koordinatoren der Musikschule, moderierte das Konzert. Zu hoeren waren sehr viele Klavier-, sowie Gitarren-, Floeten-, Geigen- und Gesangsschueler. Ausserdem gab es ein Trompeten- und ein Geigenensemble.  Von meinen beiden Saxofontrios spielte leider nur eines. Ein Schueler kam die letzten beiden Wochen vor dem Konzert leider nicht mehr zum Unterricht, da er so viel fuer seine Arbeit zu tun hatte. Ein anderer bemerkte vier Tage vor dem Konzert, dass er ja an dem Abend gar nicht da ist. :-)Den Abschluss des Konzertes bildete ein kleiner Chor, mit dem ich in zwei Proben das Stueck „Singing all together“ eingeuebt hatte.

Das Publikum scheint hier groesstenteils Konzerte dieser Art nicht gewohent zu sein, da trotz Ansprache des Moderators der Geraeuschpegel waehrend des gesamten Konzertes sehr hoch war. Es war spannend alle Schueler auf der Buehne zu erleben und ich denke, dass das Konzert allen Beteiligten  viel Spass bereitet hat.