Was sucht mein Cousin x-ten Grades hier? oder Fischen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Natürlich war es nicht so. Natürlich bin ich nicht quietschvergnügt durch Guayaquil geschlendert und habe gedacht: „Mensch, das könnte doch Benji sein. Was macht der denn hier?!“ Erstens hätte ich meinen weit entfernten Cousin gar nicht erkannt, weil ich ihn vor Samstag noch nie gesehen hatte und zweitens wusste ich ja, dass ein weit entfernter Ast meines Stammbaums bis ins weit entfernte Ecuador ragt und dort blüht und gedeiht. Ja, in mir, in irgendeiner weit entfernten Vene fließt ecuadorianisches Blut. Daher vermutlich auch meine Kleinwüchsigkeit. Weiterlesen →

Übers Wochende im Garten Enden – Zhagal

Samstagmorgen. Nach einer viel kurzen Nacht stehen Simon, ein anderer Freiwilliger aus Deutschland, mit dem ich auch über die Ferien verreisen will, Charlotte und ich vor den Gittern des Hauses der vierten im Bunde der Wochenendreisenden, Barbara. Es ist neun Uhr und die Sonne scheint auch kein Problem mit dem Frühaufstehen zu haben und will sich mal wieder selbst übertreffen. „A ver!“, rufen wir. Doch vergeblich. Nach einigen Minuten weiteren Rufens und Palaverns mit der hilflosen Gastmutter steht Barabara endlich völlig verknautscht in der Tür. Sie hat verpennt.

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Cerro Blanco

Als ich heute morgen aufwachte, hatte ich das seltene Glück, einen völlig freien Tag vor mir zu haben. Da die Musikschule sonntags zu ist, konnte ich auch nicht üben, also entschied ich, einen Tagesausflug zu machen. Einen kurzen Blick in den Reiseführer, eine kurze Einladung in die WhatsApp-Gruppe (Er hat WhatsApp!!!) und schon stand ein Spontantrip mit Charlotte, einer Freiwilligen aus Freiburg, sprich „Tscharlott“, zum Parque Nacional Cerro Blanco, einige Kilometer südwestlich von Guayaquil, auf den Beinen. Weiterlesen →

Mein neues Zuhause

Mein neues Zuhause befindet sich inmitten des Guasmo, einem Ghetto im Süden von Guayaquil. Es ist ein kleineres Haus mit Wellblechdach. Innen ist alles ziemlich chaotisch und ein wenig heruntergekommen. In einer staubigen Straße, die voll von Hunden und Ecuadorianern ist, liegt der Eingang ziemlich unscheinbar mit Gittern vor der Tür. Das ist für mich auch eine neue Erfahrung: alleine herumgehen ist jetzt am Anfang, wo ich noch wenige Leute kenne, viel zu gefährlich. Ich bin also immer abhängig von jemand anderem, der sich auskennt und mich begleiten kann. Weiterlesen →