Ein Videodreh, ein Gig beim Botschafter und meine „Flucht“ aus Jamaika

Diesen Monat stand viel an und ich weis gar nicht wo ich anfangen soll. Ich versuche aber trotzdem die wichtigsten Events für euch zusammen zu fassen:

Am siebten Dezember bin ich mit Tina nach Ocho Rios gefahren, da uns ein kleiner Job als Schauspieler in einem Videodreh, für einen Werbung angeboten wurde. Dort mussten wir dann Touristen spielen, die auf einer Beachparty mit Jamaikaner treffen und mehrere Dance hall Tanzmoves beigebracht bekommen. Auch hatten wir danach noch Zeit uns Ocho Rios anzusehen, jedoch ist diese Stadt sehr touristisch und es stellte sich heraus, dass es dort gar nicht so viel anzusehen gibt. Wenn ich den Werbeclip zugesendet bekomme, werde ich ihn euch natürlich nicht vorenthalten 🙂

Natürlich haben wir während den letzten Wochen auch viele Weihnachtslieder mit den Kindern gesungen. Auch wenn es für mich immer noch schwierig ist hier bei ungefähr 28 Grad in Weihnachtsstimmung zu kommen, so hatten wir uns doch jeden Sonntagabend Glühwein gemacht und unseren Adventskranz aus vier Bierflaschen angezündet.

Die letzten drei oder vier Wochen haben wir alle viel geprobt, da wir etwas zu der Weihnachtsfeier des deutschen Botschafters beitragen sollten. So haben wir „Kling Glöckchen“ in fünf verschieden Musikgenres vorbereitet. An der Feier haben auch noch andere Künstler gespielt und wir haben mit allen zusammen mehrere Weihnachtslieder gesungen. Insgesamt war es eine ganz nette Feier und es war schön auch jamaikanische Weihnachtslieder zu hören und zu lernen.

Am nächsten Tag war dann der Tag der „Flucht“ gekommen. Thies, Torge und ich mussten aus Jamaika ausreisen, da unser Visum so gut wie abgelaufen ist und man erst Ausreisen muss, um es nochmal für 90 Tage zu verlängern. Also sind wir nach Nassau geflogen, da komischer weise diese Flüge billiger waren, als die nach Kuba. Dort angekommen waren wir alle erst mal sehr abgeschreckt von den vielen offensichtlichen Touristen, da wir diesen Lifestyle in Kingston so gut wie gar nicht mitbekommen hatten und er uns sehr suspekt ist. Jedoch war unser Hostel sehr schön, da es direkt am Meer lag und es auch einen Raum zum Kontakte zu knüpfen bot. Allgemein lagen wir viel am Strand oder haben entspannt, doch waren wir auch einmal in Downtown und haben uns eine Treppe namens Queen’s Staircase angeschaut, diese soll komplett von Sklaven gemeißelt worden sein. Danach haben wir uns auch eine Rum Destillerie angeschaut, dort haben wir es uns nicht nehmen lassen, ein paar Proben zu uns zu nehmen. An einem anderen Tag sind wir nach Paradies Island gefahren, dort wohnen die richtig reichen Leute. Dies haben wir schon gemerkt, als wir die ersten paar Schritte gemacht hatten und uns gleich von einem Polizisten gesagt wurde, dass wir nicht in die Richtung laufen dürften, da dieser Ort privat sei. Auf der Insel steht auch ein riesen Hotelkomplex mit angebauter Mall, in der ein Casino und ein riesiges Aquarium integriert ist. Wir standen diesem Prunk einerseits sehr kritisch gegenüber, aber andererseits waren wir auch etwas erstaunt, wie man sich so etwas überhaupt ausdenken und realisieren kann. Zum Abschluss unseres Trip nach Paradies Island wollten wir dann noch auf einen Strand gehen. Die Suche gestaltete sich etwas schwierig, da eigentlich alles privat war. So kam es dann auch, dass wir uns einfach ganz unauffällig auf einen Privatstrand breit gemacht haben. Dort waren wir dann noch im Meer und haben etwas am Strand gechillt.

Die acht Tage dort vergingen wie im Flug und so bin ich seit Vorgestern wieder in Kingston und froh nochmal drei Monate hier verbringen zu dürfen.

Unser Adventskranz
Eindruck aus Trenchtown

Kleiner Spaziergang in Nassau
Queen’s Staircase
Unser Strand
Trip nach Paradies Island
Das Casino in der Mall
Thies und ich am Privatstrand
Thies, Torge und ich

 

 

 

Ein Gedanke zu „Ein Videodreh, ein Gig beim Botschafter und meine „Flucht“ aus Jamaika

  1. Lieber Julian, schön, von dem aufwendigen Weg zu Deiner Visa-Verlängerung zu hören. Ich wünsche Dir noch einmal gute 90 Tage und dass Du vielen Kindern Freude bereiten kannst.
    Das Leitmotto für 2019 bei uns in Deutschland lautet:
    Suche Frieden und jage ihm nach. Psalm 34,15

    Ich wünsche Dir, dass Du im Neuen Jahr ein guter „Friedensjäger“ sein kannst.
    Dein Nachbar
    Friedrich Walther

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