Newstime

Good morning ihr Darlings,

sooooo endlich komme ich zum bloggen – mal wieder richtig spät, SORRY! Hier passiert gerade wieder so viel und die Zeit rennt!! Vor ein paar Tagen habe ich Leonie zum Flughafen gebracht, und ich habe auch nur noch 2 Wochen bis es zurück nach Deutschland geht. Was? Das kann ich gerade gar nicht glauben… 🙁

Suh hear wah gwaan nuh (Patois für „let’s hear what’s going on“) :

Leonie und ich sind also nach unserer Cuba-Rundreise (Cuba ist echt ein wunderschönes und interessantes Land, und die Musik erst! Wir konnten gar nicht genug bekommen von den ganzen Straßenkünstlern, Live Bands und Salsa an jeder Ecke…) nach Jamaika zurückgekehrt. Mit der erneuten Einreise+neuem Visum hat nach einigen Turbulenzen am Flughafen letztendlich auch alles geklappt – zum Glück! Es ist wirklich erstaunlich wie ein komplett anderes Land so schnell zu der neuen Heimat werden kann. Aber für mich war es wirklich wie ein „nach Hause kommen“, das Wiedersehen mit meinen ganzen Freunden und Familymembers war eine große Feierei. Außerdem erwartete uns auch noch das erste Treffen mit den neuen Freiwilligen. Oh ja ihr habt richtig gelesen – seid 1 Monat haben wir zwei neue Mädels, die für zwei Monate im Projekt sind. David hat schon Ende März das Projekt verlassen, und dann waren wir also 4 „fesche Madels“ (jetzt nur noch drei), die die Trenchtownians unterrichten. Und da bekommen auch die Jamaikaner auf der Straße manchmal ihre Probleme, wenn wir nun zu dritt durch Trenchtown laufen. Für sie sehen wir nämlich alle gleich aus (yoo whiteys!) und dann wird es schon schwierig zu unterscheiden wer wer ist 🙂

Außerdem war Tanja, unsere Projektleiterin aus Deutschland, den April über hier und so standen viele Meetings und Gespräche an. Nun gilt es die Probleme, die wir über die letzten Monate hatten (Unterrichtsstruktur, Highschool, kulturelle und persönliche Differenzen) aufzuarbeiten. Das klingt hier gerade so easy, aber in Wirklichkeit ist das echt Arbeit! Nicht alles lief rund, das Projekt steckt eben noch in den Kinderschuhen.

Also gibt und wird es einige Projektänderungen geben. Zum einen haben wir den Musikunterricht in der Highschool abgebrochen. Wie in meinem letzten Beitrag berichtet, wurde es uns zum Teil sehr schwer gemacht, dort zu unterrichten. Viele der Schüler konnten nicht wertschätzen, was wir gemacht haben und auch von dem Direktor kam nur sehr wenig Support. An vielen Tagen kamen wir völlig erledigt nach Hause, da die Klassen uns mal wieder die Hölle heiß gemacht hatten. Für uns stand die Erschöpfung, die wir oft nach dem Unterricht hatten in keiner Relation zu dem, was wir dort erreichen. Vor allem die Energie für den Unterricht im Culture Yard mit wirklich motivierten Schülern fehlte immer mehr. Dennoch wollten wir die Highschool nicht komplett aufgeben und kamen auf die Idee eventuell in der Zukunft eine Art „Music Club“ anzubieten. Idee ist es, an einem Nachmittag direkt nach der Schule einen Chor anzubieten für die wirklich interessierten Schüler. Vormittags können wir nun auch unsere älteren Schüler, die nicht mehr zur Schule gehen, unterrichten. So also der neue Plan.

Außerdem wird unser jamaikanischer Organisator wahrscheinlich im Juli für längere Zeit nach Deutschland gehen. Dennoch soll das Projekt weiter laufen. Sprich: Das Projekt muss reorganisiert und neu strukturiert werden. Genau daran arbeiten wir gerade – die Aufgaben innerhalb des Projektes müssen neu verteilt werden, neue Verantwortliche müssen gefunden und eingearbeitet werden (da haben wir zum Glück schon Leute, u.a. den Bruder und Cousin von Michael Brown), damit sie das Projekt weiter führen können und und und…DSC01727

Darüberhinaus ist es schwierig, dass ab Ende Mai (wenn wir Mädels zurück nach Deutschland gehen) eine Pause bis Ende Juli entsteht. Erst dann kommen neue Freiwillige nach. Wir können also keine „direkte Übergabe“ machen und so müssen wir im Vorfeld jetzt schon viel organisieren. Wir erstellen Kontaktbücher, in denen alle Schüler mit Foto, Kontaktdaten und einem persönlichen Kommentar gelistet sind, sodass die neuen Freiwilligen den Kontakt zu unseren alten Schülern wieder herstellen und den Unterricht wieder aufnehmen können. Wir erstellen Unterrichtsbücher (spezifisch für jedes Instrument), in denen der bisherige Unterruchtsverlauf, Tipps und Vokabular zu finden sind. Außerdem wollen wir noch all unser Notenmaterial sichten und sortieren (man wird ja verrückt mit gefühlten 100 Einzelblättern 🙂 ) und eine Instrumenteninstandsliste machen. Ihr seht also, neben dem Unterricht gibt es gerade noch viele andere Baustellen. Dennoch macht mir der ganze Organisationskram auch echt Spaß! Ach ja, und ein Abschiedskonzert mit meinen Schülern und Rosina wollen wir auch noch organisieren!

Und was gibts’s neues von meinen Schülerlein? – Ich habe endlich Saxophonschüler gefunden – seid 6 Wochen unterrichte ich Jowayne und Suarez! Das ist so klasse, beide sind top motiviert, lernen echt schnell und üben selbstständig. Jetzt klingen schon liebliche Saxophonmelodiechen wie „No Woman No Cry“, „Jammin“ oder „Happy Birthday“ durch den Culture Yard – da wird man als Lehrer schon stolz 🙂

Auch meine kleinen Klavier-Mädels machen stetig Fortschritte, inzwischen gibt es neben dem Notenlesen auch die ersten Songs mit Melodie (rechte Hand) und Chords (linke Hand). Besonders zwei meiner Mädels sind sehr motiviert und lassen keine Unterrichtsstunde ausfallen. Als ich in Kuba war, kamen sie sogar selbstständig und haben alleine geübt. Bei ihnen und meinen Saxophonschülern bin ich überzeugt, dass sie auch üben wenn ich weg bin. Die Instrumente stehen ihnen weiter zur Verfügung und ich bereite gerade Notenmaterial und Songs vor, mit denen sie selbstständig arbeiten können.

Letzte Woche Mittwoch haben wir wieder einen Ausflug mit unseren älteren Schülern gemacht. Es war internationaler Jazzday und im Devon House Park gab es von der Edna Manley School ein Gratis-Konzert mit super Jazzkünstlern. Wir haben erst am gleichen Tag davon erfahren, haben dann aber ganz kurzfristig die Schüler alle in ein Taxi ( mal wieder zu 9.) gestopft und sind nach Uptown gedüst. Es war ein klasse Konzert mit schöner Atmosphäre, nur meine Sax-Schüler waren ein bisschen enttäuscht, da es keinen Saxophonisten gab. Das ist aber wirklich schade, auf ganz Jamaika gibt es so wenig gute Saxophonisten – ich glaube, die kann man an den Händen abzählen. Dennoch versuche ich, meine Schüler noch auf ein Konzert mit Saxophonisten zu bringen, das würde auf jeden Fall die Übmotivation nochmal enorm steigern und ihnen neue Impulse geben.

Außerdem arbeite ich gerade an einer Bewerbung für ein Scholarship für Jowayne. Das ist echt ein super Ding – letzte Woche hat uns Rosina auf das Jamaica Music Camp aufmerksam gemacht. Normalerweise kostet es sehr viel Geld, aber für ganz Jamaika sind drei Scholarships (Stipendium) ausgeschrieben. Das Programm des Camps ist vor allem auf den generellen Musikunterricht ausgelegt (Singen, Rhythmus, Gehörbildung etc.) allerdings gibt es auch Master Classes mit den Instrumenten. Da nur 15 Jugendliche an dem Camp teilnehmen, können sich die Lehrer sehr intensiv und individuell mit den Kids befassen (deswegen macht es auch nichts aus, dass Jowayne erst seit kurzem Saxunterricht hat). Dieses Camp wäre echt eine klasse Chance. Wir haben auch noch eine Bewerbung für einen unserer Trompetenschüler eingereicht und hoffen sehr, dass es für einen von den Beidem mit dem Scholarship klappt!

Und was gibt es so an privaten News? Natürlich auch total viel zu erzählen….

Wie schon kurz erwähnt, bin ich seit Anfang März in eine andere Gastfamilie in einen anderen Teil von Trench Town (Rema) gezogen. Wie kommt’s? Zum einen ist es ja Teil der Philosophie von Musiker ohne Grenzen und auch ein langfristiges Ziel für unser Projekt, dass die Freiwilligen nicht alle in einem Haus wohnen, sondern in verschiedenen Gastfamilien (am besten komplett in Trench Town verteilt) unterkommen. Zum anderen gab es immer wieder persönliche Probleme mit unserem Organisator, es ist einfach total schwierig wenn man auf so engen Raum zusammen lebt und zusammen arbeitet. Da kann man dann oft nicht mehr zwischen Persönlichem und Projektangelegenheiten trennen, was einfach auf Dauer zu Konflikten führt.

Die neuen Gastfamilien haben wir nach langer Suche durch die hilfsbereite Unterstützung von Bekannten in Trench Town gefunden. Jetzt wohne ich also bei der netten Vivienne, ihrem Neffen Amechi und seiner Mutter Maxim (+ einem alten Mann, Mister Cox, allerdings bin ich immer noch nicht ganz dahinter gekommen, inwiefern er zur Familie gehört). Das sind alles echt nette Leutchen und ich fühle mich pudelwohl. Man kann super mit ihnen lachen, quatschen, kochen und Spaß haben. Nur Mister Cox verstehe ich total schlecht – ihm fehlen viele Zähne dazu nuschelt er noch, und ich kann immer nur erahnen, was er mir sagen will. So beschränke ich mich meistens auf ein Lächeln, einen Händedruck oder eine nette Begrüßung, wenn ich nach Hause komme (er sitzt/schläft nämlich immer auf der Veranda, umgeben von kitschigen Plüschtieren)

Hier bin ich „noch tiefer“ im Ghetto (ärmlichere Gegend) und die Wassersituation ist auch nochmal anders als in Arnett Garden. In Rema läuft noch unregelmäßiger Wasser. Erst vor kurzem hatten wir 8 Tage lang kein fließendes Wasser, das war schon blöd. Da sind wir dann nachts um 1 Uhr (da holen die anderen kein Wasser) mit einem Pushcart (Handwagen aus Holz) an eine Wasserstelle gegangen und haben alle Eimer die wir finden konnten mit Wasser gefüllt. Anscheinend gibt es aber gerade auf ganz Jamaika eine „Wasserkrise“, auch in Uptown setzt das Wasser manchmal aus… Wir haben 3 große Wassertonnen, die immer befüllt werden und geduscht wird nun mit einer Art Gießkanne, nicht mehr mit Wasserkanistern wie im anderen Haus. Außer es läuft Wasser und der Druck in der Leitung ist stark gut – dann geht die Party erst richtig ab! Man kann dann einen Gartenschlauch an die Dusche anschließen und unter einem richtigen Strahl duschen – das wird immer richtig gefeiert 🙂

Auch witzig ist, dass unser Bad nur ein Tür aber zwei Eingänge hat. An dem anderen Eingang hängt nur ein Vorhang, der kann aber leicht durch den Wind weggeweht werden. Es scheint meiner Familie nicht wirklich viel auszumachen, wenn man auf dem stillen Örtchen gestört wird, oft latschen halt die Leute ausversehen ins Bad wenn es besetzt ist. Erst vor ein paar Tagen wollte ich duschen und musste dann feststellen, dass der Badvorhang und aber auch der Duschvorhang weg waren. Die wurden halt beide gerade gewaschen. Man meinte aber zu mir, ich könne ja trotzdem duschen, es wäre ja keiner da… Naja, am Ende stand ich dann im Bikini unter der Dusche und konnte mich mit Maxim unterhalten, die gerade am kochen war.

Ich bin auch noch oft oben im Haus im „Jungle Top“ (Arnett Garden) wo jetzt die beiden neuen Freiwilligen wohnen (es kann auch sein, dass ich für meine letzten Tage nochmal hoch in das Haus ziehe). Montags und Mittwochs unterrichte ich ja da meine Klaviermädels und es ist immer noch das „Projekt-Headquarter“. Ich kann ganz schnell zwischen den locations hin und her düsen, da ich ein Fahrrad ausgeliehen habe. Damit bin ich jetzt eine neue Attraktion – ein weißes Mädchen fährt mit einem Fahrrad durch Trench Town. Noch mehr Aufmerksamkeit gibt es, wenn ich Leonie eine Tour gebe (to give a tour heißt soviel wie zu zweit auf dem Fahrrad fahren, das macht hier jeder). Das wird dann von jedem gefeiert – ZWEI weiße Mädchen auf EINEM Fahrrad – what?!? Eine Angewohnheit der Jamaikaner ist es, alles zu kommentieren was man tut. So schreien dir dann alle hinterher „psssssssst yo whitey, you can ride bicycle!“ oder „psssssst brownie, can you give me a tour?“. Auch ganz beliebt, sogar als Flirtanmachspruch, ist „Mosquito bite ya!“. Ich weiß doch selber, dass die Moskitos mich auffresssen?! Und zur Zeit ist es auch wirklich besonders schlimm hier in Rema! Ich bin von oben bis unten mit Schnakenstichen übersät, vielleicht liegt das aber auch an der Saison…

Rema ist echt klasse, nochmal eine ganz Atmosphäre als im Jungle Top, alles ist viel lebendiger. Abends sind immer so alle Leute auf der Straße, jeder wird gegrüßt und die kleinen Kids haben inzwischen auch kapiert, dass ich nun hier wohne und kommen jeden Abend angerannt wenn ich vom Culture Yard komme. Die Menschen sind freundlich, offen und auch neugierig, was denn ein weißes Mädchen in ihrer Straße tut. Die Straße selbst wird jedem Abend zum Fußballfeld umfunktioniert, die Autos werden verbannt und alle spielen zusammen. Oft sitze ich abends vor dem Haus auf dem Mäuerchen, quatsche mit Amechi und den Nachbarn und beobachte die Szene – ich hingegen werde dann die ganze Zeit von den Jungs beobachtet, die auf der anderen Straßenseite auf der Mauer sitzen. Und Musik ist hier natürlich auch überall – direkt gegenüber gibt es fast jede Nacht Streetpartys. Die Musik kommt aus richtig fetten Boxen und ist oft so laut, als ob sie direkt neben deinem Ohr abgespielt wird. Aber man gewohnt sich schnell daran. Inzwischen finde ich auch richtig gefallen an den Dancehallsongs, vor allem wenn Leonie und ich lauthals mitgrölen können. Aber die ganzen Streetpartys sind sowieso eine Sache für sich. Wer nicht in Jamaika war und es nicht selber gesehen hat wird es nicht glauben. Der jamaikanische Tanzstil (vor allem auf Streetpartys) ist unglaublich. Als ich das das erste Mal gesehen habe konnte ich es nicht glauben – es war fast schon ein kultureller Schock 🙂 Und ich frage mich immer noch, wie die Jamaikanerinnen es anstellen, so ihren Po zu bewegen. Das wird aber auch von kleinauf geübt – schon die kleinen Mädchen unter 10 Jahren sieht man auf der Straße den „One Drop“ (spezieller Dancemove mit extrem viel Powackeln) tanzen. Jetzt will ich aber auch gar nicht näher darauf eingehen – wen es interessiert: einfach mal auf YouTube one drop eingeben und dann den „real jamaican dance“ anschauen…

Am Anfang konnten es die Leute in Arnett Garden nicht glauben, dass ich jetzt nach Rema ziehe. Die Area Rema hat nämlich mit den schlechtesten Ruf in Trench Town, und viele Leute vom upper jungle (Arnett) kommen nicht oder nicht gerne runter nach Rema, weil sie sagen, man bekommt nur eine Kugel in den Kopf. Vor allem früher gab es viele Schwierigkeiten zwischen den verschiedenen Teilen, aber jetzt hat sich das alles beruhigt. Und so weit ich das beurteilen kann, ist Rema auch nicht gefährlicher als ein anderer Teil von Trench Town. Naturlich können wir nicht hinter die kriminellen Strukturen blicken und haben auch nicht die große Übersicht, was wirklich abgeht, aber dennoch fühle ich mich hier echt sicher. Wenn ich Nachts rausgehe kann ich auch immer Amechi fragen, ob er mitkommt und meine Freunde vom Jungle Top begleiten mich auch gerne nach Hause, wenn es später wird.

Nur einmal konnte man spüren, dass auch die Polizei Respekt vor der gesamten Area hat. Es war der Abend, an dem Vybz Kartel (berühmter Dancehallartist, der in einem Mordverfahren angeklagt wurde) verurteilt wurde. Alle Leute waren auf der Straße und diskutierten das Urteil. Da er eine richtig große Fanbase hat, befürchtete die Polizei, dass kriminelle Anhänger irgendwas machen könnten. So kreiste ein Militärhubschrauber den ganzen Abend mit einem riesigen Scheinwerfer über Trench Town, wahrscheinlich nur um Präsens zu zeigen. Dennoch war das für mich ein richtig komisches Gefühl.

Uuuund wisst ihr was, inzwischen bin auch echt eine richtige Rasta-Lady geworden! Ich habe mir nämlich dreadlocks machen lassen (aber nicht die gesamten Haare). Leonie und ich sind einfach zu Freunden gegangen, die einen Foodshop bei uns in der Nähe haben. Beide sind Rastas, der Mann ist auch Sänger und Artist (mit ihm habe ich schon gespielt und aufgenommen), die Frau kocht und ist super nett. Eigentlich wollten wir nur fragen, wo man locks machen lassen kann, aber dann meinte Marcia „Ach, ich kann das auch machen, setzt euch einfach hin!“. Und ehe wir uns versahen, hatte Marcia schon angefangen unsere Haare zu locken…

An den Wochenenden stand auch noch das ein oder andere auf dem Programm. Einmal sind wir Sonntags mit unseren jamaikanischen Freunden nach Lime Cay (einsame kleine Insel im Meer) gefahren und haben dort einen wunderschönen Strandtag verbracht. Es war so schön zu sehen, wie sich alle gefreut haben, denn für die Jamaikaner hier im Ghetto ist es nicht selbstverständlich zum Strand zu gehen. Auch wenn es so nah ist, haben die meisten einfach kein Geld hin zu fahren. Das ist auch der Grund, warum viele Jamaikaner nicht schwimmen können – so haben wir gleich ein paar Schwimmstunden gegeben…

Über Ostern waren wir in Portland bei Freunden und konnten den neuen Mädels die Gegend zeigen und eine kleine Auszeit nehmen. Es wurde so viel geredet, gelacht, gechillt, geschwommen, musiziert, und natürlich auch lecker gekocht – richtig schön

Außerdem wurde ich in das Chanten des Nichiren Buddhismus eingeweiht. Ich war an einem anderen Sonntag in Treasure Beach bei einem alten Rasta, der aber auch Buddhismus praktiziert. Er hatte ein kleines Guesthouse und einen wunderschönen Yard mit Blumen, Mangobäumen und zwei süßen Welpen. Der Strand (mit schwarzem Sand!) war nur 5 Minuten entfernt und direkt um die Ecke gab es ein kleines Café wo wir uns zum Frühstück Kaffee, Bananamilchshakes und Pancakes gegönnt haben – yammi!

A propos Mangos: Hier ist gerade Mangosaison und wirklich überall gibt es Bäume voller reifen Mangos. Und was ich gar nicht wusste: Es gibt total viele verschiedene Mangosorten – nach Deutschland wird aber meist nur eine Sorte importiert. Hier habe ich die Auswahl zwischen July, Bombay, East Indian, Blackys, Hairy, Common, Number 11, Bellyful und und und. Das Witzige dabei ist, dass fast alle Mangos total viele Haare haben, und nach dem Essen hat man dann die ganze Zähne voll damit. Sooo, nur um euch ein bisschen neidisch zu machen…

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In diesem Sinne – chek out!

PS: Ich habe nur noch so wenig Zeit und es gibt noch sooo viel zu tun. Ich denke, vor meinem Rückflug werde ich es nicht schaffen, nochmal ausführlich zu bloggen. Wenn ich aber zurück in Deutschland bin, kommen noch ein paar Einträge (außerdem wollte ich noch unbedingt was zu dem guten alten Bob schreiben – muss ja auch irgendwie sein, wenn ich auf Jamaika bin…)

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