Rückblick zu Guayaquil

Rückblick zu Guayaquil

Mittwoch in der Nacht um 2, nach ca. 18 Stunden „on the road“, oder eher „in the air“ kommen Jana und ich in Guayaquil (größte Stadt in Ecuador) an und werden von einem Deutschen aus dem Musiker ohne Grenzen-Projekt und von 2 Eccies (Ecuadorianern) abgeholt…
Schon die Fahrt bis ins Viertel Guasmo Sur ist ein Abenteuer 🙂 Wer zuerst hupt, der darf auch zuerst über die Kreuzung, und rote Ampeln bedeuten lediglich: etwas langsamer fahren und dann mit Vollgas über die Kreuzung 😉

Wir fahren direkt zu unserer Gastfamilie und da gehen wir auch sofort ins Bett. Wir haben ein Zimmer für uns, in dem neben einem Bett nur eine Kommode und sogar ein Fernseher steht. Allerdings hat das Zimmer keine Decke da zwischen dem Wellblechdach und uns das zweite Stockwerk fehlt 😀
und das Licht macht man an und aus indem man zwei Kabel die nach unten hängen zusammenklemmt (Licht an) oder auseinander macht (Licht aus).

Morgens nimmt uns unsere Gast-Oma immer mit zu dem kleinen Laden unsrer Gastfamilie (als Weißer darf man in diesem Viertel von Guayaquil keinen Schritt ohne ecuadorianische Begleitung machen, das wäre zu gefährlich), dort bekommen wir Frühstück und dann gehen wir rüber in die Musikschule und chillen da ein bisschen mit den Eccis zusammen – hier sind die Schüler und die Lehrer alle eine große Clique, und abends treffen wir uns noch in einer „Bar“ und trinken Cerveza (–> Bier 😉 ).

Es ist echt der Wahnsinn, die meisten Familien hier wohnen alle zusammen (meistens 3 Generationen) in zwei oder drei Zimmern, haben kein richtiges Bad, warmes Wasser sowieso nicht und auch nicht mehr als ein Wellblechdach über dem Kopf, aber sie teilen das was sie haben super gerne mit uns und obwohl sie uns nicht kennen und nicht mal richtig verstehen können sind sie richtig herzlich und gastfreundschaftlich – echt wunderschön!

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Foto: Das Viertel Guasmo Sur, vom Dach der Musikschule aus

 

In den wenigen Tagen die ich jetzt in dem Projekt verbracht habe, sind mir die ganzen Leute da schon so sehr ans Herz gewachsen, das der Abschied heute morgen wirklich nicht leichtgefallen ist…
aber ich freue mich auch darauf, endlich da anzukommen wo ich das nächste halbe Jahr verbringen werde!


2 Replies to “Rückblick zu Guayaquil”

  1. Liebste Lena,

    ich weiß nicht, ob mein letzter Kommentar in Deiner Blog-Baustelle untergegangen ist, aber ich freue mich riesig von Dir zu hören! Was Du erzählst, erinnert mich an meine Reise in den Benin und in die Slums von Lomè in Togo. Nur ein Wellblechdach über dem Kopf, aber eine unvergessliche Gastfreundschaft.
    Wir sind so gespannt auf Deine weiteren Berichte : )!!!. HG Susanne & family

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