Skip to content
Lea in EcuadorMUSIKER OHNE GRENZEN Spielend Perspektiven schaffen. Mit Musik.
  • Über mich

Eindrücke aus unserem Konzert

7. Juli 2019 0 comments Article Allgemein

Letzten Freitag veranstalteten wir ein Konzert mit allen unseren Schülern und vielen Eltern und Freunden der „Ola Sinfónica“,die zum Zuhören dort waren. Es herrschte eine schöne, fröhliche Stimmung. Einige besonders schöne Momente möchte ich Euch im Detail beschreiben.

Gleich zu Anfang spielten wir Freiwilligen „Super Trouper“ von ABBA vor. Obwohl wir das Stück schon häufiger gespielt hatten, war es bei diesem Konzert anders als sonst. Meine Schülerin Adelita spielte spontan mit. Ein paar Tage vorher hatte Adelita zu mir gesagt, sie möge ABBA auch sehr gerne, und so übten wir ganz kurzfristig zusammen. Beim Konzert war es dann richtig cool, dass sie Teil unserer „Band“ war und mit uns das Konzert eröffnete.

Meine Mitte 30-jährige Schülerin Denisse kam direkt von der Arbeit zum Konzert. Im Cacique angekommen zog sie sich noch schnell um und schminkte sich. Top gestylt war sie dann bereit für das Konzert. Denisse hatte zwar erst seit einer Woche bei mir Unterricht, wollte aber trotzdem gerne etwas beim Konzert vorspielen. So ging sie, als sie dran war, voller Tatendrang auf die Bühne und spielte mit mir ihr Stück. Es lief total gut und ich war erstaunt, mit wie viel Freude am Geigen und Mut am Vorspielen sie auftrat.

Marie, meine einzige und noch relativ neue Bratschenschülerin, schloss extra ihre Konditorei, um zum Konzert zu gekommen. Dort spielte sie mit mir zweistimmig „Hejo, spann den Wagen an“ und anschließend zusammen mit ihrem Mann und seinem Cellolehrer Konrad „Bruder Jakob“. Das gemeinsame Musizieren machte Konrad und mir sehr viel Spaß, und auch Marie und Gabriel konnte man ansehen, dass sie sich über die Musik freuten, auch wenn sie ein bisschen aufgeregt waren. Ich freue mich sehr, dass Marie und ihr Mann Gabriel, obwohl sie schon über 60 sind, Spaß daran haben, etwas Neues zu lernen und sie jetzt zusammen Musik machen können.

Ein lustiger Beitrag des Konzertes war, dass ich mit zwei Klavierschülern zusammen „Hänschen klein“ vorspielte, wobei ich einige Male über mich selber schmunzeln musste. Dies hatte sich so ergeben, da die zwei Klavierschüler zusammen jeweils eine Hand spielten und ich kurzfristig gefragt wurde, ob ich nicht auch noch eine Hand dazu spielen wolle. Dies war sehr lustig, da meine Künste am Klavier eher bescheiden sind und die Schüler mir beim Proben viel helfen mussten. Wir spielten das Stück dreimal vor, wobei wir dazwischen immer die Plätze tauschten.

Gabriela und Angel, die beide noch zur Schule gehen, spielten beim Konzert zwei Geigenduos. Wie wir es geübt hatten, durfte jeder Mal die erste, wichtigere Stimme spielen, bei der man zum Beispiel auch den Einsatz geben darf und einmal die Zweite, bei der man ein bisschen mehr auf den anderen hören muss. Die beiden verstanden sich nicht nur während der Proben immer besser, sondern auch das Zusammenspiel steigerte sich von Probe zu Probe. Ich freue mich schon, mit ihnen bald ein neues Stück zu üben.

Ein weiteres besonderes Highlight des Konzertes für mich war, dass meine beiden Familien zuhörten. Mit meiner ecuadorianischen Familie hatte ich schon vorher viel über das Konzert gesprochen und so kamen sie gerne zum Zuhören. Außerdem war meine deutsche Familie auch bei dem Konzert, da sie gerade Sommerferien hat und mich in Playas besucht. Es war sehr schön, dass sie dabei sein konnten, und ich ihnen so die Arbeit mit meinen Schülern zeigen konnte. Nach dem Konzert lud meine ecuadorianische Familie meine deutsche Familie zum traditionellen Krebsessen ein.

In Playas fährt die Müllabfuhr immer mit einem lauten Lied, dem Basura-Song, durch die Straßen, damit die Leute ihren Müll an die Straße bringen. Da es hier aber seit kurzem einen neuen Bürgermeister gibt, gibt es nun auch einen neuen Song. Das ist schade, weil wir den alten besonders cool fanden, und so überlegten wir uns, diesen beim Konzert zu performen. Nicht nur, weil dies ein sehr kindliches Lied ist, sondern auch, weil wir ihn mit Hilfe von Flöten in verschiedenen Größen darboten, war das Publikum sehr amüsiert und wir selber hatten großen Spaß beim kurzfristigen Proben und im Konzert.

Am Ende spielten wir mit mehreren Gesang-, Gitarren- und Geigenschülern zusammen „A mi lindo Ecuador“, ein sehr bekanntes und beliebtes Lied in Playas. Das Publikum sang und klatschte fröhlich mit. Dies war ein schöner Abschluss des Konzertes.

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Calendar

Juli 2019
M D M D F S S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031  
« Juni   Aug. »

Archiv

  • August 2019
  • Juli 2019
  • Juni 2019
  • April 2019

Kategorien

  • Allgemein

Copyright Lea in Ecuador 2026 | Theme by ThemeinProgress | Proudly powered by WordPress