{"id":192,"date":"2018-01-15T20:26:46","date_gmt":"2018-01-15T19:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/?p=192"},"modified":"2018-01-15T20:26:46","modified_gmt":"2018-01-15T19:26:46","slug":"ein-halbes-jahr-in-ecuador","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2018\/01\/15\/ein-halbes-jahr-in-ecuador\/","title":{"rendered":"Ein halbes Jahr in Ecuador"},"content":{"rendered":"<p>Ich lebe noch! Sehr gut sogar &#8211; dazu aber gleich mehr&#8230;<\/p>\n<p>In den letzten Monaten habe ich diesen Blog etwas vernachl\u00e4ssigt. Diese Zeit nun an dieser Stelle in kurzer Form zusammenzufassen ist nur schwer m\u00f6glich. Dennoch m\u00f6chte ich ein bisschen allgemein \u00fcber die Zeit, die ich bis jetzt in Ecuador hatte, schreiben. Dass das etwas unstrukturiert wird ist praktisch vorprogrammiert. Ich hoffe es gelingt mir trotzdem ein vern\u00fcnftiges Bild zu erzeugen.<\/p>\n<p><strong>Playas<\/strong><\/p>\n<p>Playas ist f\u00fcr mich tats\u00e4chlich eine Heimat geworden. Wann immer ich Playas verlasse, sei es f\u00fcr einen Tag oder eine Woche, ist es ein Gef\u00fchl von Vertrautheit und Wohlsein, dass mich bei der R\u00fcckkehr beim Verlassen des Busses \u00fcberf\u00e4llt.<\/p>\n<p>Playas als Ort ist eigentlich nicht besonders sch\u00f6n. Es hat einen sch\u00f6nen Strand, den vor allem Wochenendtouristen aus Guayaquil zu sch\u00e4tzen wissen. Das Klima ist angenehm, die zunehmende Hitze wird die meiste Zeit \u00fcber von einer leichten Brise gelockert. Die Gegend ist von der UNESCO angeblich f\u00fcr das zweitbeste Klima der Welt ausgezeichnet worden (nach welchen Kriterien das bestimmt wurde konnte mir bis jetzt noch keiner sagen). Ansonsten gibt es aber eigentlich nicht viel, was einen nach Playas locken k\u00f6nnte: Sobald man das Zentrum verl\u00e4sst pr\u00e4gen unvollendete H\u00e4user oder Stockwerke, abenteuerlicher Verkehr auf den Hauptstra\u00dfen und streunende Hunde das Stadtbild, &#8211; eine normale ecuadorianische Kleinstadt eben, aber kein touristisches Highlight. Die Besucher der zahlreich vorhandenen Hotels lockt wie gesagt die Aussicht auf Luft und Meer und weniger der Ort. Ein neuer <em>Malec\u00f3n<\/em> (Strandpromenade) soll Playas f\u00fcr Touristen attraktiver machen, die Bauarbeiten hierf\u00fcr beginnen in diesen Tagen.&nbsp;Zurzeit finden sich aber neben dem binnenl\u00e4ndischen Tourismus kaum ausl\u00e4ndische Reisende in Playas. Nicht zuletzt auch deswegen gef\u00e4llt mir Playas so gut. Ich bin eingetaucht in eine ecuadorianische Gemeinschaft, nicht in ein Touristenparadies.<\/p>\n<p>Und eben diese Gemeinschaft ist mir so sympathisch. Denn Playas ist mit knapp 40.000 Einwohnern immer noch relativ \u00fcbersichtlich, und die Menschen kennen einander sehr gut. Auch wenn Playas mittlerweile mehrere Superm\u00e4rkte und sogar ein kleines Einkaufszentrum, das &#8222;Shopping&#8220;, hat, werden diese in der Regel nur f\u00fcr selten anfallende Gro\u00dfeink\u00e4ufe genutzt. Im Allgemeinen gehen die&nbsp;<em>Playenses&nbsp;<\/em>(Einwohner von Playas) lieber in die vielen und in den meisten F\u00e4llen n\u00e4herliegenden&nbsp;<em>Tiendas<\/em>, um Kleinigkeiten f\u00fcr den Alltag oder die n\u00e4chste Mahlzeit (denn weiter vorraus denkt sowieso keiner) zu besorgen. Ebenso geht man eben auch zu dem Schuster mit seiner 4m\u00b2 gro\u00dfen Schusterei, der f\u00fcr 2$ die Schuhe neu besohlt, dem Schreiner, der vor seinem Haus M\u00f6bel repariert und baut, oder dem Liquadora-H\u00e4ndler (ein Liquadora ist vergleichbar mit einem einfachen Thermomix und darf in keiner ecuadorianischen K\u00fcche fehlen), der in seiner Garage neben seinem Motorrad Regale mit allen n\u00f6tigen Ersatzteilen hat. Von au\u00dfen sind Handw\u00e4rker, B\u00e4cker oder andere H\u00e4ndler manchmal gar nicht zu erkennen, aber die <em>Playenses<\/em> wissen eben, ob sich in einem Haus neben einer Familie auch ein Backofen mit frischem Brot befindet.<\/p>\n<p>Und ich wei\u00df es mittlerweile auch. Der Schreiner, an dessen Outdoorwerkstadt ich jeden Tag vorbeilaufe, der B\u00e4cker, die Verk\u00e4uferin in der&nbsp;<em>Tienda<\/em> meines Vertrauens &#8211; alle gr\u00fc\u00dfen mich mit Namen. Zu meiner Schande muss ich zugeben, dass ich h\u00e4ufig nicht mit den entsprechenden Namen zur\u00fcckgr\u00fc\u00dfen kann. Einfach auf gut Gl\u00fcck auf einen der g\u00e4ngigsten Namen wie Andr\u00e9s, Fernando, Julio oder Jose zu setzen hat sich nicht bew\u00e4hrt. Aber als einziger&nbsp;<em>Gringo<\/em> in meinem Viertel erhalte ich nunmal zumindest so viel Aufmerksamkeit, dass sich die Leute meinen Namen merken.<\/p>\n<p><em><strong>Gringo <\/strong><\/em><strong>sein<\/strong><\/p>\n<p>Angeblich leitet sich die Bezeichnung <em>Gringo<\/em> aus den englischen W\u00f6rten &#8222;Green Go!&#8220; ab, einer Aufforderung, die den gr\u00fcngekleideten US-Soldaten bei einer (oder mehreren?) unbeliebten Intervention im Ausland hinterhergerufen wurde. Dass nat\u00fcrlich nicht nur die Soldaten der USA gr\u00fcnliche Uniformen sei dahingestellt, ebenso ob dies tats\u00e4chlich die Herkunft des Wortes&nbsp;erkl\u00e4rt. Sicher ist jedoch, dass&nbsp;<em>Gringo<\/em> urspr\u00fcnglich eine Bezeichnung f\u00fcr US-Amerikaner war.<\/p>\n<p>Ursprung hin oder her, mittlerweile sind f\u00fcr die meisten Euadorianer alle Menschen mit heller Haut&nbsp;<em>Gringos<\/em>. Das ist jedoch in keinster Weise absch\u00e4tzig zu verstehen. Zu Anfang st\u00f6rt einen diese Bezeichnung vielleicht ein wenig, weil man das Gef\u00fchlhat dadurch st\u00e4ndig als anders oder Au\u00dfenseiter gesehen zu werden. Letztendlich ist es aber einfach eine Bezeichnung f\u00fcr Ausl\u00e4nder mit hellerer Haut, die viele Europ\u00e4er oder Amerikaner nun einmal haben, und wird dementsp\u00e4chend einfach verwendet. Denn ebenso geben sich die Ecuadorianer untereinander Spitznamen, die ihrem Aussehen entsprechen. So nennt meine Gastmutter eine ihrer T\u00f6chter, die viel Zeit in der Sonne am Strand verbringt, auf Grund der entsprechend dunkleren Hautfarbe beinahe ausnahmslos <em>la <\/em><em>Negra<\/em>, w\u00e4hrend eine andere meiner Gastschwestern etwas schmale Augen hat, und folglich&nbsp;<em>la <\/em><em>China<\/em>, also Chinesin, genannt wird. Auch Spitznamen wie&nbsp;<em>Flaco&nbsp;<\/em>(D\u00fcnner) oder&nbsp;<em>Gorda<\/em> (Dicke) habe ich in anderen Familien schon geh\u00f6rt, ohne dass sich jemand dadurch angegriffen gef\u00fchlt hat.<\/p>\n<p>Ecuador ist ein Land mit einer sehr heterogenen Bev\u00f6lkerung: Vielen sieht man ihre indogene Abstammung nach wie vor an, doch durch die Vermischung vor Allem mit spanischen Kolonialisten und urspr\u00fcnglich als Sklaven ins Land gebrachte Afrikaner gibt es keine typisch ecuadorianische Hautfarbe oder \u00e4hnliches. Auffallend ist jedoch, dass, vermutlich durch westlichen Einfluss nicht zuletzt auch aus Hollywood, f\u00fcr Werbung sowie Fernsehsendungen beforzugt hellh\u00e4utigere Models bzw. Moderatoren gezeigt werden.<\/p>\n<p>Als Wei\u00dfer ist und bleibt man in Playas schon etwas besonderes. Die wenigsten k\u00f6nnen Englisch, obwohl es allen in der Schule unterrichtet wird, aber vor allem den Satz &#8222;Hey you, my friend!&#8220; wurde mir nun schon \u00f6fter hinterhergerufen. Als Wei\u00dfer wird man n\u00e4mlich auch immer sofort mit Englisch in Verbindung gebracht. Somit kommt es auch vor, dass einige das bisschen Enlisch, dass sie in der Schule gelernt haben, an einem ausprobieren wollen, schlie\u00dflich haben die meisten dazu nur selten die Gelegenheit. Letztendlich wirklich unterhalten kann sich aber kaum jemand auf Englisch.<\/p>\n<p>Ein etwas st\u00f6rendes Vorurteil, mit dem man als&nbsp;<em>Gringo<\/em> auch behafftet ist, ist das Thema Geld. Wei\u00dfe Ausl\u00e4nder haben Gelt &#8211; dass ist f\u00fcr viele Ecuadorianer klar. So v\u00f6llig falsch ist das ja gar nicht mal. Jemand der Vollzeit als Arbeiter auf dem Land angestellt ist, verdient in Ecuador in der Regel den f\u00fcr diese Arbeit gesetzlich feftgelegten Mindestlohn von 362$ im Monat. Das zumindest hat mir hier jemand erkl\u00e4rt; vorsichtige, nicht allzu professionelle Internetrecherchen best\u00e4tigen jedoch Mindestl\u00f6hne und auch Durchschnittseinkommen in diesem Bereich. Gleichzeitig liegen die Lebenshaltungskosten in Ecuador nat\u00fcrlich weit unter dem deutschen Niveau. Das ist es, was ich auch den Ecuadorianern sage, wenn sie mich nach dem unterschiedlichen Einkommen in Deutschland fragen: Ja, in Deutschland verdient man im Allgemeinen f\u00fcr die gleiche T\u00e4tigkeit mehr als hier, aber daf\u00fcr ist auch alles teurer. Nichtsdestotrotz bleibt die logische Schlussfolgerung:&nbsp;<em>Gringos<\/em> haben Geld, zumindest f\u00fcr die Ma\u00dfst\u00e4be vieler Ecuadorianer. Und davon wird man auch in meinem Alter nicht ausgenommen. So werden einem bei einer Reise durch Ecuador in&nbsp;<em>Tiendas<\/em>, Hostels, Taxis und bei anderen Gelegenheiten oft h\u00f6here Preise als \u00fcblich genannt. Man muss lernen damit umzugehen. In Playas passiert mir das in der Regel nicht mehr, weil viele wissen, dass ich kein Tourist bin, sondern hier als Freiwilliger arbeite. Ansonsten kenne ich aber auch die \u00fcblichen Preise und merke somit, wenn jemand versucht diese f\u00fcr mich hochzuschrauben. Und auch, dass ich mittlerweile ein Spanischniveau erreicht habe, dass mich von den meisten Touristen unterscheidet, bringt mir, wie ich glaube, bei den Ecuadorianern in solchen Momenten mehr Respekt ein.<\/p>\n<p><strong>Sicherheit<\/strong><\/p>\n<p>Auch in Puncto Sicherheit stellt sich die Situation f\u00fcr uns Europ\u00e4er etwas anders dar als f\u00fcr die Ecuadorianer; denn dass viele uns direkt mit Geld in Verbindung bringen, ist auch bei diesem Thema nicht gerade f\u00f6rderlich. Im Allgemeinen muss ich aber sagen, dass ich mich in Playas sehr sicher f\u00fchle. Am Tag mache ich mir \u00fcberhaupt keine Gedanken, wo ich alleine langlaufe. Auch Nachts auf dem R\u00fcckweg von den Discos oder Fiestas war meine Hauptsorge bis jetzt immer, nicht von einem der vielen Hunde angefallen zu werden. Als Junge kann ich mich Nachts durchaus auch alleine Bewegen, ich wei\u00df allerdings auch welche Stra\u00dfen ich meiden sollte und habe vorzugsweise kein Handy dabei. Bei den anderen Freiwilligen, die ja alle M\u00e4dchen sind, achten wir mehr auf Begleitung, wenn sie Nachts nach Hause gehen. Eine von ihnen ist hier vor einigen Monaten \u00fcberfallen worden, ihr Handy wurde ihr dabei geraubt; sie selbst ist ansonsten unbeschadet aber nat\u00fcrlich mit gro\u00dfem Schrecken davongekommen. Dass so etwas um nur neun Uhr abends auf offener Stra\u00dfe und unter Zeugen passiert hat uns alle schockiert. Nat\u00fcrlich waren wir insbesondere Nachts daraufhin etwas achtsamer unterwegs, mussten uns aber auch eingestehen, dass so etwas immer passieren kann.<\/p>\n<p>Aus der Dorfgemeinschaft ist aber auch zu h\u00f6ren, dass die Zahl der \u00dcberf\u00e4lle zugenommen hat. Auch meine Gastmutter wurde um 6 Uhr morgens nach dem Einkaufen praktisch vor unserem Haus \u00fcberfallen. Wie anscheinend \u00fcberall auf der Welt \u00fcblich machen die&nbsp;<em>Playenses<\/em>&nbsp;die zugezogenen Ausl\u00e4nder f\u00fcr die Zunahme der Kriminalit\u00e4t verantwortlich. Ein viel gr\u00f6\u00dferes Problem, und auch daf\u00fcr werden von vielen die Ausl\u00e4nder verantwortlich gemacht, ist die Zunahme an Drogen. An weiterf\u00fchrenden Schulen kommen Kinder bereits mit 14 oder 15 Jahren in den Kontakt mit harten Drogen wie Kokain und Opioiden in Kontakt. Unter Jugendlichen scheint der Konsum dieser f\u00fcr wenig Geld erhaltbaren Drogen in den letzten Jahren enorm zugenommen zu haben. Auch von Vorf\u00e4llen auf Schulh\u00f6fen, bei denen junge Jugendliche zum Schnupfen von Kokain gezwungen werden, habe ich geh\u00f6rt. Diese Entwicklung besorgt viele der Einwohner, und dass die Zahl der \u00dcberf\u00e4lle parallel dazu zu steigen scheint ist mit Sicherheit auch kein Zufall.<\/p>\n<p><strong>Projekt<\/strong><\/p>\n<p>Umsomehr halten wir unsere Arbeit in der &#8222;Ola Sinf\u00f3nica&#8220;, unserem Projekt hier in Playas, f\u00fcr wichtig. Wir freuen uns \u00fcber jeden Jugendlichen, der den Weg in das Kulturzentrum findet und Lust hat sich in seiner Freizeit mit Musik zu besch\u00e4ftigen. Nat\u00fcrlich freuen wir uns auch \u00fcber Sch\u00fcler anderer Altersgruppen. Auch viele Erwachsene unterrichten wir, zwischenzeitlich so viele, dass wir bei Neuaufnahmen Kinder und Jugendliche bevorzugt haben. Mittlwerweile haben wir von Grundsch\u00fclern \u00fcber Jugendliche, vielen Anfang-20-J\u00e4hrigen, Eltern und Rentnern eine sehr breit gef\u00e4cherte Sch\u00fclerschaft.<\/p>\n<p>Und mit der l\u00e4uft das Projekt sehr gut. Das Niveau ist zwar nach wie vor nicht sehr hoch, aber es steigt und nach unserem gro\u00dfen Weihnachtskonzert im &#8222;Shopping&#8220; haben wir sehr viel positive R\u00fcckmeldung bekommen. F\u00fcr besagtes Konzert haben wir aus den besten ca. 20 Sch\u00fclern viele Gruppen geformt, da wir in der Stunde, die wir f\u00fcr das Konzert hatten, ein m\u00f6glichst hohes Niveau pr\u00e4sentieren und gleichzeitig m\u00f6glichst viele Sch\u00fcler daran teilhaben lassen wollten. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war ein Saxophontrio, f\u00fcr das ich eine Trioversion der &#8222;Himno de la Alegr\u00eda&#8220; (Freude sch\u00f6ner G\u00f6tterfunken) ma\u00dfgeschneidert hatte, mein Hauptprojekt f\u00fcr dieses Konzert. Im nachhinein merke ich jetzt, wie sehr dieses Gruppenerlebnis und auch die langfristige Konzentration auf einem St\u00fcck die drei Sch\u00fcler vorangebracht hat. \u00c4hnliche Erfahrungen haben auch die anderen MoGs gemacht, und somit haben wir uns glaube ich alle in unserer Arbeit best\u00e4tigt gef\u00fchlt.<\/p>\n<div id=\"attachment_400\" style=\"width: 1033px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-400\" data-attachment-id=\"400\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2018\/01\/15\/ein-halbes-jahr-in-ecuador\/screenshot-73\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?fit=1023%2C768&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"1023,768\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}\" data-image-title=\"Screenshot (73)\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"&lt;p&gt;Das Saxophontrio bei der Generalprobe&lt;\/p&gt;\n\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?fit=800%2C601&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"601\" class=\"wp-image-400 size-full\" alt=\"Screenshot (73)\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?resize=800%2C601&#038;ssl=1\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?w=1023&amp;ssl=1 1023w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/Screenshot-73.png?resize=768%2C577&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-400\" class=\"wp-caption-text\">Das Saxophontrio bei der Generalprobe<\/p><\/div>\n<p>Ansonsten war die Vorweihnachtszeit recht anstrengend, mit vielen kleineren Auftritten und nicht immer ganz zuverl\u00e4ssiger Organisation, &nbsp;insbesondere wenn wir vom&nbsp;<em>Municipio<\/em>, der Stadtverwaltung, zu Auftritten eingeladen wurden.<\/p>\n<p><strong>Weihnachten und Neujahr<\/strong><\/p>\n<p>Weihnachten war dagegen sehr ruhig und entspannt. Ich war mit meiner Familie in Guayaquil, in der Wohnung einer dort lebenden Gastschwester. Heiligabend haben wir dann, nach einem Gottestdienst um 10 Uhr abends, in der Wohnung der Familie ihres Ehemannes verbracht. Das war sehr nett, aber nicht wirklich etwas so Besonderes, wie es der Heiligabend in Deutschland ist. Nach dem \u00fcblichen&nbsp;<em>arroz con pollo<\/em> (Reis mit H\u00fchnchen) und ein paar Weihnachtsliedern, die ich auf dem Saxophon gespielt habe, gab es einige kleine Geschenke, wobei die Dokumentation der Geschenk\u00fcbergabe durch zahlreiche Fotos sehr viel wichtiger schien als der Inhalt der Geschenke. Der urspr\u00fcngliche Plan, noch andere Teile der Familie in Guayaquil zu besuchen, wurde dann um zwischen zwei und drei Uhr morgens dadurch durchkreuzt, dass wir alle eingeschlafen sind.<img data-attachment-id=\"419\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2018\/01\/15\/ein-halbes-jahr-in-ecuador\/20171225_010954\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?fit=3264%2C2448&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3264,2448\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.2&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;SM-G532M&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1514164193&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;3.3&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;800&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0666666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"20171225_010954\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?fit=800%2C600&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" width=\"800\" height=\"600\" class=\"alignnone wp-image-419 size-large\" alt=\"20171225_010954\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?resize=800%2C600&#038;ssl=1\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?w=1600&amp;ssl=1 1600w, https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/20171225_010954.jpg?w=2400&amp;ssl=1 2400w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/p>\n<p>Der erste Weihnachtstag ist auch in Ecuador, anders als der zweite Weihnachtstag, den es hier de facto nicht gibt, ein Feiertag. Wir haben einen kleinen Ausflug gemacht, Weihnachtsstimmung ist aber nicht wirklich aufgekommen.<\/p>\n<p>Sehr viel gr\u00f6\u00dfer gefeiert wurde dann aber an Silvester. Gro\u00dfe Teile insbesondere der Familie meiner Gastmutter kamen zu uns nach Playas. Auch allgemein kamen viele Touristen aus Guayaquil, um 2017 in Playas zu verabschieden und das neue Jahr geb\u00fchrend zu feiern. Aus diesem Grund gab es an der Strandpromenade eine gro\u00dfe Show mit viel Musik und einem gro\u00dfen Feuerwerk, zu dem auch wir nach einem gro\u00dfen Festessen ins Zentrum gingen. Anschlie\u00dfend wurde bei uns zuhause viel getanzt, und als ich mich gegen drei mit meiner Gastschwester ins Zentrum begab, fanden wir auch dort alle Menschen tanzend vor. Insbesondere live gespielter Salsa bei der Show am&nbsp;<em>Malec\u00f3n<\/em> kam, auch bei mir, sehr gut an.<\/p>\n<p><strong>Und nun&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>&#8230;m\u00f6chte ich auch andere Teile Ecuadors kennenlernen. Aus diesem Grund bin ich bereits kurz nach Neujahr an das andere Ende von Ecuador gereist, um dort im Regenwald des <em>Parque Nacional Yasun\u00ed&nbsp;<\/em>zu campen. Ich erspare mir an dieser Stelle von dieser wirklich einmaligen Reise detaillierter zu berichten, sondern leite Interessierte gerne an die sehr sch\u00f6n geschrieben Blogbeitr\u00e4ge zweier meiner drei Reisebegleiter, MoGs aus dem Projekt in Guayaquil, weiter:<\/p>\n<p>Constantin beschreibt <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/2018\/01\/08\/die-urwald-trilogie-prolog\/\">hier<\/a> die etwas schwierige Anreise (und meinen Nachnamen) und <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/2018\/01\/10\/urwald-trilogie-hauptteil-epilog\/\">hier<\/a> unsere vier Tage im Dschungel.<\/p>\n<p>Auch Simon beschreibt die etwas chaotische Anreise <a href=\"https:\/\/trumpetgoeswild.de\/2018\/01\/14\/die-chaotischste-reise-zwischenhalt-in-banos\/\">an dieser Stelle<\/a>, wenn er den Bericht \u00fcber unsere Tour im Urwald ver\u00f6ffentlicht werde ich ihn hier nat\u00fcrlich auch noch verlinken.<\/p>\n<p>Ganz kann ich es dann doch nicht lassen meine Lieblingsfotos aus dieser unglaublichen Natur, in der Tukane neben Affen in den Baumkronen sitzen, w\u00e4hrend bunte Papageien Fl\u00fcsse \u00fcberqueren, in denen sich neben Piranhas auch rosafarbene Delfine tummeln, zu teilen:<img data-attachment-id=\"447\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2018\/01\/15\/ein-halbes-jahr-in-ecuador\/p1050211\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2018\/01\/P1050211.jpg?fit=4000%2C3000&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"4000,3000\" data-comments-opened=\"1\" 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Aus verschieden Gr\u00fcnden habe ich ihn nun in so fern ge\u00e4ndert, als dass ich nun bereits folgende Woche f\u00fcr einen Monat verreisen, und daf\u00fcr meine letzten vier Wochen in Ecuador wieder im Projekt in Playas verbringen werde. Ab n\u00e4chster Woche werde ich also f\u00fcr gut drei Wochen durch die Berge Ecuadors reisen und anschlie\u00dfend zehn Tage auf den Galapagos-Inseln verbringen. Was soll ich sagen&#8230; Es gibt schlimmere Aussichten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich lebe noch! Sehr gut sogar &#8211; dazu aber gleich mehr&#8230; In den letzten Monaten habe ich diesen Blog etwas vernachl\u00e4ssigt. Diese Zeit nun an dieser Stelle in kurzer Form zusammenzufassen ist nur schwer m\u00f6glich. Dennoch m\u00f6chte ich ein bisschen allgemein \u00fcber die Zeit, die ich bis jetzt in Ecuador hatte, schreiben. 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Laut Duden steht es zum Einen f\u00fcr eine \u201cg\u00fcnstige F\u00fcgung des Schicksals\u201c, zum Anderen aber auch f\u00fcr den \u201cZustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung\u201c. W\u00e4hrend sich im\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":52,"url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2017\/07\/23\/vorwort\/","url_meta":{"origin":192,"position":1},"title":"Vorwort","date":"23. Juli 2017","format":false,"excerpt":"Nach dem Abitur ein so genanntes \"Gap Year\" zu machen ist geradezu \u00fcblich geworden. Warum auch nicht, schlie\u00dflich gibt es kaum einen Zeitpunkt im sp\u00e4teren Leben, an dem man so befreit sein bisheriges Leben hinter sich lassen, und \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum etwas v\u00f6llig neues machen kann. Diese Chance ebenfalls\u00a0zu\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":67,"url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2017\/08\/01\/ankunft\/","url_meta":{"origin":192,"position":2},"title":"Ankunft","date":"1. August 2017","format":false,"excerpt":"Nach ungef\u00e4hr 18 Stunden Reise bin ich am Donnerstag endlich in Guayaquil, Ecuador gelandet. Geflogen war ich von Hamburg \u00fcber Amsterdam und Quito, ab Amsterdam in Begleitung von Lisa, einer weiteren Freiwilligen f\u00fcr das Projekt in Playas. Am Flughafen wurden wir dann direkt mit \u201cMoG\u201c-, \u201cLisa\u201c- und \u201cTobi\u201c-Schildern empfangen, gehalten\u2026","rel":"","context":"In &quot;Allgemein&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/wp-content\/uploads\/sites\/10\/2017\/08\/IMG_20170730_161742.jpg?fit=1200%2C900&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":109,"url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/tobiasdieselhorst\/2017\/09\/07\/mein-taeglicher-weg-durch-playas\/","url_meta":{"origin":192,"position":3},"title":"Mein t\u00e4glicher Weg durch Playas","date":"7. September 2017","format":false,"excerpt":"Mit dem \u00fcblichen \u201c\u00a1Hasta luego!\u201c verlasse ich das Haus meiner Gastfamilie. Auf dem B\u00fcrgersteig vor mir kratzt sich einer unserer Hunde hinterm Ohr, der anderer liegt in der Mitte der Stra\u00dfe und l\u00e4sst sich von vorbeifahrenden Fahrzeugen keineswegs aus der Ruhe bringen. 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