{"id":78,"date":"2019-07-20T20:43:01","date_gmt":"2019-07-20T18:43:01","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/?p=78"},"modified":"2019-08-30T04:06:39","modified_gmt":"2019-08-30T02:06:39","slug":"meine-verruuuckte-familie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/","title":{"rendered":"Meine verruuuckte Familie"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Am Wochenende fahren wir nach Guayaquil zu meiner &#8218;verruuuckten&#8216; Familie.&#8220; Gesagt, getan. Am Freitagabend ging es also f\u00fcr Karina, Andrea und mich per directo (Bus, der zweimal die Stunde ohne Zwischenstopp nach Guayaquil f\u00e4hrt) nach Guayaquil. Dort angekommen lernte ich dann gleich einen Teil von Karinas Familie kennen. Am malec\u00f3n, der Promenade Guayaquils, trafen wir Mama Betty und Karinas Schwester Grace, ihren Mann Kevin und deren drei Kinder Camilla, Emilia und Kevin (ja, er hat den gleichen Namen, wie sein Papa- das ist hier h\u00e4ufiger so). Damit sich Papa und Sohn Kevin nicht immer beide angesprochen f\u00fchlen, wenn jemand nach ihnen ruft, wird Sohn Kevin oft einfach nur &#8222;Junior&#8220; genannt. So viel zu den Namen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam liefen wir dann durch &#8222;las pe\u00f1as&#8220;, das K\u00fcnstlerviertel Guayaquils, welches an einem Hang liegt. Inzwischen war es nat\u00fcrlich schon dunkel, weshalb man von oben einen beeindruckenden Blick auf das Lichtermeer der Stadt hatte. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2-2-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"154\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/2-2\/\" class=\"wp-image-154\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2-2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2-2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2-2.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Andrea, ich, Karina, Camilla und Kevin Junior<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.2-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"155\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/2-2-2\/\" class=\"wp-image-155\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.2-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.2-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.2.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><br> Zum Abschulss des Abends gingen wir noch (ganz typisch ecuadorianisch) D\u00f6ner essen \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.3-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"156\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/2-3\/\" class=\"wp-image-156\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.3-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.3-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.3-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.3.jpg 1280w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><br> Bei Grace zu Hause angekommen, war ich dann echt hundem\u00fcde- die Kinder sind zwar sehr s\u00fc\u00df, aber mit so viel Trubel wird es irgendwann auch anstrengend. Da die Familie nur eine Drei-Zimmer-Wohnung besitzt, mussten wir ein bisschen zusammenr\u00fccken: Ich teilte mir ein Bett mit meiner Gastschwester und im selben Zimmer schliefen noch meine drei primos (Cousins und Cousinen) und Mama Betty. Erstaunlicherweise habe ich sogar ganz gut geschlafen- um halb 9 war dann aber Schluss mit der Ruhe. Beim Nachbarn lief schon laute Salsamusik und nach und nach kam der Rest der Familie in unser Zimmer, um sich auch noch in die Betten zu quetschen. Es wurde dann erst einmal (\u00dcberraschung) ein ausf\u00fchrliches Pl\u00e4uchschen gehalten.<br>Als ich noch in Deutschland war und h\u00f6rte, dass ich in einer relativ kleinen Familie wohnen werde, war ich erst ein bisschen entt\u00e4uscht, aber der Wunsch einer Gro\u00dffamilie hat sich ja nun doch erf\u00fcllt\u2026<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0942041-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"159\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/img_20190714_0942041\/\" class=\"wp-image-159\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0942041-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0942041-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0942041-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Emilia<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0941281-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" data-id=\"165\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/img_20190714_0941281-1\/\" class=\"wp-image-165\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0941281-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0941281-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190714_0941281-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollten wir bereits um 10 Uhr zum Planetarium fahren, bis aber alle gefr\u00fchst\u00fcckt und geduscht hatten, war es bereits 13 Uhr. Als wir dann endlich vor dem Planetarium standen, mussten wir feststellen, dass dieses geschlossen hatte. Also Plan\u00e4nderung: Nach einer Stunde Fahrt durch die ganze Stadt, fanden wir uns abstruser Weise in einem Shoppingcenter wieder. Mir wurde erkl\u00e4rt, dass hier nur die wohlhabenden Leute herkommen, zu denen meine Familie aber nicht z\u00e4hlt. Wir konnten dort also nichts machen au\u00dfer Schaufensterbummeln und auf dem Spielplatz Rumalbern. Keine Ahnung, was das sollte- selbst meine Familie hat sich dort gelangweilt\u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Bevor es wieder ins Zentrum ging, stoppten wir noch bei Karinas Bruder, der mit seiner Frau auch drei kleine Kinder hat. Also lernte ich sie auch noch kennen.<br> Am Abend gingen wir dann zur Guayarte (Guayaquil + Arte), wo zwischen Streetart alle m\u00f6glichen Kunsthandwerke verkauft und Musik gespielt wurde. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190713_1905551-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-160\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190713_1905551-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190713_1905551-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/1-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-161\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/1-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/1-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/1-1.jpg 960w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Ich und Camilla<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Auch wenn es schon 23 Uhr war, als wir wieder im Haus ankamen, haben wir noch fett zu Abend gegessen. <\/p>\n\n\n\n<p>Da w\u00e4re ich beim Thema Essen (ich kann es mir doch nicht verkneifen): <br> Es gibt sehr oft Reis, das in gro\u00dfen Mengen und es wird mit viel \u00d6l und Zucker gekocht. Aber trotzdem, oder gerade deswegen, ist das Essen super lecker.<br> Die anderen MoGs sagen, dass meine Familie relativ modern ist, was das Kochen anbelangt: Es gibt beispielsweise ungef\u00e4hr einmal die Woche keinen Reis zum Mittagessen, es kommt auch mal ein vegetarisches Gericht auf den Tisch und fast immer gibt es zum Essen Salat oder Obst dazu &#8211; alles eher untypisch f\u00fcr Ecuador.<br> Zum Fr\u00fchst\u00fcck essen wir oft patac\u00f3n (in Fett gebackene Kochbananen (verdes)) oder einfach pan (wei\u00dfe Br\u00f6tchen, die ein bisschen wie Milchbr\u00f6tchen schmecken) mit K\u00e4se, Spiegelei und Kaffee. <br> Mittags gibt es, wie gesagt, fast immer Reis- Reis mit menestra (eine Linsen-Gem\u00fcse-So\u00dfe), mit Fleisch, mit Fisch, mit Kartoffelbrei, mit Kochbananen usw.<br> Eine witzige Vorliebe der Ecuadorianer ist, den Reis absichtlich anbrennen zu lassen- den knusprigen, angebrannten Reis (cocol\u00f3n) isst man dann einfach dazu. Au\u00dferdem wird fast immer ein frischer Saft aus Papaya, Melone oder anderem leckeren Obst gemacht. Manchmal darf ich diesen machen- dann lasse ich den Zucker weg, denn sonst ist gef\u00fchlt ein halbes Kilo davon drin\u2026 <br>Abends gehe ich oft mit den anderen Freiwilligen eine Kleinigkeit essen- Empanadas, tortilla de Verde oder pan de yuka. Wenn ich abends zu Hause esse, gibt es meistens gar nicht viel: entweder werden die Reste vom Mittagessen oder pan gegessen. Auch das ist hier bei den meisten Familien anders. <br> Zwischen den Mahlzeiten wird eigentlich nichts gegessen. Wir Freiwilligen snacken aber in der Musikschule oft Obst, pan de yuka oder Eis- man muss sich ja f\u00fcr die schwere Arbeit belohnen! <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190706_1436001-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"162\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/img_20190706_1436001\/\" class=\"wp-image-162\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190706_1436001-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190706_1436001-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Sango de atun: So\u00dfe aus verde und Thunfisch, dazu Reis, fritierte maduros und frischer Papayasaft<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-1 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190716_2026071-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"163\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/img_20190716_2026071\/\" class=\"wp-image-163\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190716_2026071-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/IMG_20190716_2026071-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption>Empanadas<\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Genug dazu\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag haben wir eigentlich gar nicht mehr viel in Guayaquil gemacht. Wir haben noch den Vater von Mama Betty besucht und sind dann am Mittag zur\u00fcck nach Playas gefahren. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie ihr merkt, habe ich am Wochenende vor allem die Familie kennengelernt und trotzdem habe ich noch lange nicht alle getroffen! So habe ich zwar nicht wahnsinnig viel von Guayaquil gesehen, aber es war sch\u00f6n von der ganzen Familie gleich so nett aufgenommen zu werden und mit ihnen Zeit zu verbringen! <\/p>\n\n\n\n<p>Warum der Artikel nun so hei\u00dft, wie er hei\u00dft: Eines der wenigen deutschen W\u00f6rter, das die Familienmitglieder sagen k\u00f6nnen, ist &#8222;verr\u00fcckt&#8220;. Sie finden, dass es sie ganz gut beschreibt- und dem w\u00fcrde ich auch zustimmen: herrlich chaotisch, lustig und zugleich sehr herzlich. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein paar Updates\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Spanisch wird langsam etwas besser und es macht mich stolz, wenn meine Gastmutter sagt: &#8222;Si, si, entiende&#8220; (Jaja, sie versteht es schon) \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Im Cacique bin ich sehr gerne: Es sind immer Leute da, mit denen man sich unterhalten kann, ich schlie\u00dfe mich manchmal spontan der Tanzgruppe an oder spiele mit den Kindern. <br> Manchmal werden wir von der Musikschulleitung zu irgendwelchen Spontanaktionen \u00fcberredet: So musste ich neulich bei einer Veranstaltung im Cacique eine Tracht anziehen und damit zu Leas Geigenspiel tanzen. <\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/07\/IMG-20190719-WA0008-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"91\" class=\"wp-image-91\" \/><figcaption>Ich werde eingekleidet<\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.4-768x1024.jpg\" alt=\"\" data-id=\"164\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/2019\/07\/20\/meine-verruuuckte-familie\/2-4\/\" class=\"wp-image-164\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.4-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/sophialoos\/wp-content\/uploads\/sites\/40\/2019\/08\/2.4.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Das Unterrichten macht im Gro\u00dfen und Ganzen echt Spa\u00df. Bereits jetzt ist mir bewusst geworden, dass ich mit meinen Sch\u00fclerInnen nicht nur auf musikalischer Ebene arbeite. Ich habe beispielsweise einen Sch\u00fcler, der total unsicher ist und sich nach jedem Ton, den er singt, entschuldigt. Bei ihm w\u00fcrde es mich einfach freuen, wenn er nach und nach an Selbstvertrauen und -bewusstsein gewinnt. <br> Was leider super nervig ist: Wenn ich am Tag im Schnitt sechs Sch\u00fcler habe, bin ich froh, wenn davon vier zum Unterricht erscheinen. Es ist mir bisher einfach unbegreiflich, wie man einerseits unbedingt Klavier- oder Gesangsunterricht haben m\u00f6chte und andererseits nicht mal zur ersten Stunde kommt. Aber ich habe nat\u00fcrlich auch Sch\u00fcler, die jedes Mal kommen und auch immer motiviert sind! In solchen Stunden kann ich dann richtig Energie tanken und auch selbst dazulernen. <br>Ich nehme nun bei Lea Bratschenunterricht. Es ist echt sch\u00f6n, nochmal ein neues Instrument zu lernen und au\u00dferdem sehe ich so alles auch aus Sch\u00fclerperspektive. Dadurch wird mir nochmal Einiges bewusster und erleichtert mir das Unterrichten. <\/p>\n\n\n\n<p>Mir gef\u00e4llt es au\u00dferdem sehr, dass ich mich tags\u00fcber immer sicher, auch alleine, in Playas bewegen kann. Ich gehe mittlerweile beispielsweise ab und zu am Strand joggen oder laufe auch mal alleine nach Hause. Ich habe jetzt auch endlich ein Fahrrad und muss deshalb nicht jedes Mal ein Trici nehmen, wenn ich irgendwohin m\u00f6chte. Diese Freiheiten nach wie vor zu haben, sch\u00e4tze ich sehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Mittlerweile habe ich auch hier einen Alltag und es ist nicht mehr alles nur neu. Da Playas nicht so gro\u00df ist, trifft man auch au\u00dferhalb der Musikschule immer wieder Leute, die man kennt. Die Verk\u00e4ufer in der tienda um die Ecke oder beim Obststand, wo ich regelm\u00e4\u00dfig einkaufe, kennen mich jetzt schon. Ich habe also immer mehr das Gef\u00fchl, hier auch zu Hause zu sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis bald und liebe Gr\u00fc\u00dfe aus Playas!<\/p>\n\n\n\n<p>\u00d7 Sophia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Am Wochenende fahren wir nach Guayaquil zu meiner &#8218;verruuuckten&#8216; Familie.&#8220; Gesagt, getan. Am Freitagabend ging es also f\u00fcr Karina, Andrea und mich per directo (Bus, der zweimal die Stunde ohne Zwischenstopp nach Guayaquil f\u00e4hrt) nach Guayaquil. Dort angekommen lernte ich dann gleich einen Teil von Karinas Familie kennen. 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