{"id":954,"date":"2019-03-26T06:42:21","date_gmt":"2019-03-26T05:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?p=954"},"modified":"2019-03-26T06:42:21","modified_gmt":"2019-03-26T05:42:21","slug":"dahoam-is-dahoam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/2019\/03\/26\/dahoam-is-dahoam\/","title":{"rendered":"Dahoam is dahoam"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=980\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-980\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g9b-300x186.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g9b-300x186.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g9b-768x476.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g9b.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich warte am Busterminal in Guyaquil auf ein Taxi, nachdem ich mal wieder von einer Reise zur\u00fcckgekehrt bin. Ein hilfsbereiter Herr spricht mich an und will wissen, was mein Ziel ist \u2013 als ich \u201eGuasmo Sur\u201c sage, stellen sich ihm buchst\u00e4blich die Haare auf. \u201eGuasmo Sur? En Serio? Es peligroso!\u201c Fast will er mich nicht gehen lassen. \u201eEs peligroso!\u201c, ruft er mir noch einmal hinterher.<\/p>\n<p>Solche und \u00e4hnliche Erfahrungen machen wir Freiwillige h\u00e4ufig, wenn wir erz\u00e4hlen, wo wir in Ecuador wohnen. Selbst in Playas oder Cuenca will man es uns kaum glauben, dass wir tats\u00e4chlich aus dem Guasmo kommen. Der Guasmo gilt als eines der gef\u00e4hrlichsten Viertel in Guayaquil, was auch \u00fcber die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Sein Ruf wird gepr\u00e4gt von \u00dcberf\u00e4llen, Drogen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Manchmal haben wir Probleme, ein Taxi zu finden, das uns nach Hause bringt \u2013 manche Fahrer wollen gar nicht, andere nur zu Wucherpreisen in den Guasmo.<\/p>\n<p>Dieser Ruf kommt nicht von ungef\u00e4hr. Letztens gab es auch hier im Gebiet um die Musikschule wieder vermehrt \u00dcberf\u00e4lle, wobei die T\u00e4ter offenbar selten aus der direkten Umgebung stammen. Als Jenny mit letzte Woche am Dienstagabend erz\u00e4hlte, um die Ecke sei gerade jemand umgebracht worden, hielt ich das erst f\u00fcr einen Scherz \u2013 doch tats\u00e4chlich war in der Stra\u00dfe nebenan ein Mann erschossen worden. Vom Dach der Musikschule beobachteten wir die Menschenmenge, die sich um den toten K\u00f6rper scharte. Sicherheitshalber blieben wir ein bisschen l\u00e4nger im abgesperrten Geb\u00e4ude, ehe wir den gemeinsamen Heimweg zu den jeweiligen H\u00e4usern antraten. Tags darauf kam der Mord in den Nachrichten \u2013 mit Aufnahmen aus dem Guasmo und einer Computersimulation, wie die Tat wohl abgelaufen war. An der Stelle, an der der Mord passierte, gehe ich jeden Tag vorbei.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=956\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-956\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g6-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g6-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g6-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g6.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=957\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-957\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g7-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g7-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g7-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g7.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dennoch habe ich mich in meiner Zeit hier noch nie wirklich unsicher gef\u00fchlt. Zwar durfte ich in den ersten Wochen noch nicht alleine raus, vor allem nicht bei Dunkelheit, aber mittlerweile kenne ich die Leute hier \u2013 und sie kennen mich. Wenn ich von meinem Haus zur Musikschule gehe, werde ich alle paar Meter von Anwohnern begr\u00fc\u00dft. Generell ist es einfach wichtig, sich an gewisse Regeln zu halten, um Gefahr zu vermeiden oder wenigstens auf ein Minimum zu beschr\u00e4nken. Wertvolle Gegenst\u00e4nde sollte man nicht unbedingt durch die Gegend tragen, nachts ist man besser in Gruppen unterwegs. Seit dem Mord letzte Woche bin ich etwas aufmerksamer geworden, wenn sich ein Auto von hinten n\u00e4hert. Mit der Zeit kennt man auch die Stra\u00dfen und Wege, die man lieber nicht so oft benutzt. Normalerweise ist der Teil des Guasmo, in dem ich wohne, aber relativ sicher \u2013 vor zwanzig Jahren muss das noch ganz anders ausgesehen haben, erz\u00e4hlt mir mein Freund Allan. Es habe Bandenk\u00e4mpfe gegeben, quasi t\u00e4glich Schie\u00dfereien. Zum Aufschwung hat offenbar auch <em>Mi Cometa<\/em>, also die Organisation, f\u00fcr die ich arbeite, beigetragen \u2013 mit vielen verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel der Musikschule. Dass Drogen immer noch nicht vollst\u00e4ndig aus dem Guasmo verschwunden sind, merkt man nat\u00fcrlich \u2013 man sieht auch oft Obdachlose oder reglose M\u00e4nner, die betrunken am Stra\u00dfenrand liegen. Heute kann man sich aber frei bewegen, ohne f\u00fcrchten zu m\u00fcssen, dass einem hinter jeder Ecke jemand auflauert.<\/p>\n<p>Ein f\u00fcr mich viel sichtbareres Problem als die Kriminalit\u00e4t ist der M\u00fcll. Wohin man auch schaut, \u00fcberall liegen Abfall, Verpackungen, Plastikt\u00fcten und alles M\u00f6gliche auf der Stra\u00dfe. Gestern habe ich gesehen, wie ein kleiner Junge einen Saft getrunken hat, die Flasche absetzte und in den offenen Abwasserkanal am Stra\u00dfenrand warf. Zwar gibt es durchaus eine M\u00fcllentsorgung, die auch gut funktioniert, doch in der Bev\u00f6lkerung hier scheint einfach kein Bewusstsein f\u00fcr diese Thematik vorhanden zu sein. Da schmei\u00dft der Taxifahrer nach dem Konsum eines Wackelpuddings die Plastikverpackung einfach aus dem Fenster. Da bekommt man in jedem Laden f\u00fcr jeden \u2013 pardon \u2013 Schei\u00df eine Plastikt\u00fcte. Da gibt man Knochenreste und \u00e4hnliches einfach den Stra\u00dfenhunden \u2013 und wenn kein Hund kommt, bleibt der Abfall eben liegen. Das schaut nicht nur unsch\u00f6n aus, sondern sorgt auch f\u00fcr ein olfaktorisch \u2013 nun ja, interessantes \u2013 Erlebnis bei einem Spaziergang durch den Guasmo. Hygienisch ist diese Art, mit dem M\u00fcll umzugehen, auch nicht besonders \u2013 genauso wie Abwasser oft einfach auf die Stra\u00dfe entleert wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=959\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-959\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g10-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g10-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g10.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=960\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-960\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g12-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"174\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g12-169x300.jpg 169w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g12.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 174px) 100vw, 174px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=961\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-961\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g20-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"233\" height=\"310\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g20-225x300.jpg 225w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g20.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 233px) 100vw, 233px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Umgang mit dem M\u00fcll ist kein exklusives Problem des Guasmo \u2013 in gro\u00dfen Teilen Ecuadors sieht man sich st\u00e4ndig von Plastikabfall umgeben. In Mompiche haben Vincent und ich mit einem gefundenen Beh\u00e4lter Plastik am Strand aufgesammelt \u2013 was allerdings nur m\u00f6glich war, da das Sammeln dort wenigstens noch sinnvoll schien. An der K\u00fcste scheint es generell besser zu sein \u2013 in Manab\u00ed habe ich sogar ein Plakat gesehen, das die Leute aufforderte, ihren Lebensraum nicht zu verschmutzen. In den Gro\u00dfst\u00e4dten dagegen k\u00fcmmern sich die Menschen wenig darum \u2013 die Verk\u00e4ufer in den L\u00e4den sind immer ganz verwirrt, wenn wir insistieren: \u201eSin funda, gracias, no necesitamos un funda!\u201c \u2013 also keine Plastikt\u00fcte wollen. Grunds\u00e4tzlich wird alles doppelt und dreifach verpackt \u2013 das soll wohl hygienischer sein, sorgt aber nur f\u00fcr noch mehr M\u00fcll. Immerhin gibt es immer mal wieder positive \u00dcberraschungen, beispielsweise M\u00fclltrennung in einem Park in Quito. Als ich die drei Abfalleimer sehe, bin ich ganz begeistert. Und hoffe, dass der M\u00fcll nicht hinterher wieder vermischt wird\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=966\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-966\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/611b-1024x799.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"390\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/611b-1024x799.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/611b-300x234.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/611b-768x599.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/611b.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a>Am Freitag vor einer Woche waren wir \u00fcbrigens bei der kleinsten Demonstration, die ich bisher gesehen habe \u2013 vor dem Regierungsgeb\u00e4ude in Guayaquil hatten sich ein paar Menschen versammelt, um gegen den Umgang mit dem Klimawandel und die Ressourcenverschwendung zu protestieren. Selbst nach Ecuador hat es \u201efridays for future\u201c geschafft. Viel mehr als neunzig, hundert Leute waren nicht zusammengekommen, doch davon lie\u00dfen wir uns nicht entmutigen und marschierten tapfer mit \u2013 im Kreis, denn f\u00fcr mehr waren wir zu wenig Teilnehmer. \u201eNo plastico! No plastico!\u201c, wurde unter anderem immer wieder skandiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=968\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-968\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/709-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/709-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/709-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/709-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/709.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=969\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-969\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/719-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"248\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/719-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/719-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/719-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/719.jpg 1600w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Spaziert man durch den Guasmo, f\u00e4llt einem nicht nur der viele Plastikm\u00fcll auf \u2013 auch die Lautst\u00e4rke ist eine st\u00e4ndige Begleitung. In vielen Stra\u00dfen wird man aus allen Richtungen von Musik beschallt: Die Leute stellen ihre Boxen vor ihr Haus und drehen maximal auf. Und gef\u00fchlt ist es immer die gleiche Musik. <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1_zgKRBrT0Y\">Gewisse Songs<\/a> kann man nach ein paar Wochen <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ixkoVwKQaJg\">einfach nicht mehr h\u00f6ren<\/a>\u2026 Olivias Nachbarn machen grunds\u00e4tzlich jede Nacht <em>fiesta<\/em>, an Schlaf ist da oft nicht zu denken. Ab vier Uhr fr\u00fch fangen au\u00dferdem die H\u00e4hne an zu kr\u00e4hen, die allerdings offenbar ein sehr schlechtes Zeitgef\u00fchl besitzen und sich an keine Regelm\u00e4\u00dfigkeit halten. Davon wache ich \u00fcbrigens nicht auf, dagegen bin ich l\u00e4ngst abgeh\u00e4rtet. Eher noch sind es die Obst-, Gas- oder irgendwas-Verk\u00e4ufer mit ihren Tretw\u00e4gen, die morgens mit ihrem Geschrei meinen Schlaf beenden. Manchmal ist man da schon ganz froh, am Wochenende wegzufahren und ein bisschen Ruhe zu bekommen. Aber gleichzeitig geh\u00f6rt die Ger\u00e4uschkulisse auch einfach zum unverwechselbaren Charakter des Guasmo.<\/p>\n<p>Die H\u00e4user des Guasmo sind sehr verschieden. Nicht nur gibt es alle m\u00f6glichen Farben zu sehen, auch unterscheiden sich die Bauten sehr an Gr\u00f6\u00dfe und Qualit\u00e4t. Eher wenige H\u00e4user besitzen mehr als ein Stockwerk, daf\u00fcr ragen diese dann aber deutlich heraus. Manche Grundst\u00fccke haben eine Mauer, andere einen kleinen Garten, manche Eing\u00e4nge kann man nur \u00fcber eine Leiter erreichen, wieder andere \u00fcber eine Planke, die den Abwasserkanal \u00fcberbr\u00fcckt. Manche H\u00e4user schauen im Vergleich richtig gem\u00fctlich und wohnlich aus, viele sind jedoch nur graue Kl\u00f6tze mit Fenstern. Das Haus meiner Familie w\u00fcrde ich so in die \u201eMittelklasse\u201c einstufen \u2013 wir haben nur ein Stockwerk und weder Garten noch Garage, aber die Fassade ist gestrichen und das Wellblechdach ist intakt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=970\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-970\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g2-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g2-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g2.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=971\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-971\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g5-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g5-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g5-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g5.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=972\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-972\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g11-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g11-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g11-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/g11.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn man eines der H\u00e4user betritt, f\u00e4llt einem meist sofort ein gro\u00dfer Flachbildfernseher auf. Egal wie alt der Boden oder wie ranzig die W\u00e4nde, einen Fernseher besitzt fast jede Familie. Oft ist der Bildschirm das wichtigste Objekt im ganzen Zimmer. Doch damit nicht genug; viele Familien haben Netflix, einen Computer, Spielkonsolen und die neuesten Handys, Internet sowieso. F\u00fcr mich ist das immer noch schwer zu verstehen \u2013 die technische Ausstattung ist besser als in manchen H\u00e4usern in Deutschland, daf\u00fcr fehlt es auf der anderen Seite an grundlegenden Dingen \u2013 zum Beispiel Privatsph\u00e4re, da die W\u00e4nde nicht bis zur Decke gehen. Mir scheint es oft, als h\u00e4tten die Menschen hier andere Priorit\u00e4ten als in meinem bisheriges Umfeld. Einerseits kann ich das schon verstehen \u2013 gerade in einem weniger entwickelten Land m\u00f6chte man vielleicht die gleichen Sachen haben wie die Menschen in beispielsweise Deutschland und den USA, au\u00dferdem ist der Fernseher oft die einzige Besch\u00e4ftigungsquelle. Andererseits befremdet es mich, dass man den Kindern lieber singende Puppen und Elektrozeug f\u00fcr teures Geld kauft als Baukl\u00f6tze und Puzzles. Oder dass Geld f\u00fcr Internetserien da ist, es aber f\u00fcr den n\u00e4chsten Einkauf auf dem Markt oder Krankenhausbesuch knapp wird. Ich bin vorsichtig mit Urteilen, weil ich nat\u00fcrlich nur auf meine eigenen Eindr\u00fccke und die der anderen Freiwilligen zur\u00fcckgreifen kann, aber manchmal kommt es mir so vor, man wolle hier um jeden Preis westlich sein und vergesse dabei ein wenig, was eigentlich wirklich wichtig ist. In meinem Haushalt gibt es beispielsweise meines Wissens nach kein einziges Buch. Droht Langeweile, wird einfach der Fernseher eingeschaltet. Und ein Bekannter nimmt f\u00fcr alle zehn Meter sein Motorrad, statt zu Fu\u00df zu gehen.<\/p>\n<p>Trotz dieser teils seltsamen Relationen sind die meisten Menschen, die ich kenne, auf jeden Fall vern\u00fcnftige Leute. Ich kenne keinen Freiwilligen, bei dem im Haus das Essen knapp wird \u2013 grunds\u00e4tzlich k\u00f6nnen die meisten Leute schon mit Geld umgehen. Obwohl viele Eltern sehr jung sind, verstehen sie es, f\u00fcr ihre Kinder zu sorgen. Und bei Gro\u00dfprojekten hilft man eben zusammen: Im Januar haben wir Freiwilligen mit ein paar Ecuadorianern zusammen das Haus von Allans Familie gestrichen \u2013 die gr\u00fcn-wei\u00dfe Fassade l\u00e4sst das ganze Haus viel sch\u00f6ner aussehen als das alte, w\u00e4ssrige Grau.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=973\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-973\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050259-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050259-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050259-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050259-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-974\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050706-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050706-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050706-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050706-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>In meinem Haus lebe ich eigentlich nicht viel anders als in Deutschland. Wasser trinkt man nat\u00fcrlich nicht aus dem Wasserhahn, sondern aus gro\u00dfen, blauen Beh\u00e4ltern, die man in jedem Laden kaufen kann. In jedem Zimmer steht zudem ein Ventilator, da die Hitze sonst einfach nicht auszuhalten. F\u00fcr die W\u00e4sche haben wir eine Waschmaschine, die allerdings nicht immer funktioniert \u2013 ich gebe meine Kleidung deswegen oft Jos\u00e9 mit, der sie bei sich zuhause waschen kann. Die Fenster sind vergittert, die T\u00fcr auch; das ist Usus hier. Was mich manchmal ein bisschen st\u00f6rt, ist der starke Geruch nach Hund \u2013 wir haben drei Hunde, die nie das Haus verlassen. Im Guasmo gibt es zwei Arten von Hunden: Stra\u00dfenhunde, denen man alle paar Meter begegnet, und Haushunde, die tats\u00e4chlich ihr ganzes Leben drinnen verbringen. Ich wei\u00df nicht, warum das so ist, aber diese Art von Hunden wird nicht nach drau\u00dfen gelassen und soll wohl mehr als Wachhund fungieren. Unsere drei Exemplare sind etwa im Waschraum eingesperrt oder laufen frei durch die Wohnung \u2013 wo sie nat\u00fcrlich auch ihr Gesch\u00e4ft verrichten. Spaziert man durch den Guasmo, sollte man \u00fcbrigens nicht allzu sehr erschrecken, wenn man pl\u00f6tzlich von oben angekl\u00e4fft wird \u2013 einige Leute halten ihre Hunde auch auf dem Dach. Da haben schon einige Freiwillige einen leichten Schock bekommen\u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/2018\/11\/01\/lernend-lehrend\/p1050283\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-200\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050283-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050283-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050283-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050283-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/2018\/11\/01\/lernend-lehrend\/p1050286\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-201\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050286-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050286-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050286-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050286-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein wenig fragw\u00fcrdig finde ich die gesellschaftliche Einstellung der Leute hier \u2013 nicht die unserer Freunde, aber die der \u00e4lteren Generationen. Deren Konservatismus sieht so aus, dass es offenbar in Ordnung ist, betrunken Frauen zu bel\u00e4stigen, als Mann den ganzen Tag oberk\u00f6rperfrei zu sein, oder dass kleine Kinder Sex- und Vergewaltigungsszenen im Fernsehen anschauen. Was dagegen \u00fcberhaupt nicht geht, ist, dass zwei junge Leute, die ein Paar sind, sich im selben Haus aufhalten \u2013 oder gar im selben Zimmer. Im Fernsehen werden st\u00e4ndig leicht bekleidete Damen oder gewaltt\u00e4tige Szenen gezeigt, im realen Leben ist jede Umarmung und jeder Kuss ein schlechtes Vorbild f\u00fcr die kleinen Kinder. Interessanterweise gibt es hier anders als in Deutschland, das eine sehr offene Gesellschaft hat, gro\u00dfe Probleme mit zu jungen M\u00fcttern. Viele Frauen bekommen mit 17 ihr erstes Kind\u2026 Da sollte man vielleicht mal dr\u00fcber nachdenken.<\/p>\n<p>Als Frau sollte man sich \u00fcbrigens bestm\u00f6glich ein metaphorisches dickes Fell zulegen, bevor man zu Besuch kommt \u2013 Hupen und Hinterherpfeifen sind hier an der Tagesordnung. Generell ist bei vielen M\u00e4nnern ein mehr oder weniger ausgepr\u00e4gter Chauvinismus zu beobachten. Ein Extrembeispiel: In Ecuador kommt es \u00f6fters zu Gewalttaten, bei denen ein Mann seine Ex-Frau attackiert, weil sie nach der Scheidung mit einem anderen Mann zusammen ist. Solch abstruse Denkweisen sind also noch verbreitet, auch wenn meiner Einsch\u00e4tzung nach gerade ein Wandel vonstatten geht \u2013 auch weil es viele Organisationen gibt, die Projekte f\u00fcr Frauenrechte vorantreiben und Frauen selber f\u00fcr ihre Rechte eintreten. In <em>Clave de Sur<\/em> zum Beispiel haben wir ein absolut gutes Miteinander und alle haben Respekt voreinander. Egal ob Mann oder Frau.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=975\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-975\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050413-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050413-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050413-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050413-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?attachment_id=976\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-976\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050587-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"180\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050587-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050587-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/P1050587-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Schon bei der R\u00fcckkehr von einer meiner ersten Reise hatte ich das Gef\u00fchl, heimzukommen. Und dieses Gef\u00fchl ist gewachsen: Trotz aller Probleme, die es hier unbestritten gibt, ist der Guasmo zu so etwas wie meinem Zuhause geworden. Einen gro\u00dfen Anteil daran hat meine Gastfamilie, die mich von Anfang an wie einen zus\u00e4tzlichen Sohn behandelt hat. Da ist meine Mutter Filadelfia, die den Haushalt schmei\u00dft; meine Tante Eladia, eine sehr s\u00fc\u00dfte alte Dame; meine Gro\u00dfmutter Olinda, die ich jeden Morgen ihren Rollstuhl hebe. Da sind meine Br\u00fcder Leonardo, Jos\u00e9 Luis und Jairo \u2013 von Letzterem habe ich vor Kurzem eine Nachricht bekommen (er spricht ein paar Worte Deutsch):<\/p>\n<!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-954-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/ogg\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/Jairo.ogg?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/Jairo.ogg\">https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2019\/03\/Jairo.ogg<\/a><\/audio>\n<p>Wenn ich Erheiterung brauche, spiele ich einfach dieses Audio ab \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Guayaquil ist bestimmt nicht die sch\u00f6nste Stadt Ecuadors, aber sie ist zu meiner zweiten Heimatstadt geworden. Die Fahrten zum Zentrum; die Hilfsbereitschaft der Menschen in der metrov\u00eda, wenn man wieder den \u00dcberblick verloren hat; das Busterminal im Norden der Stadt; und eben Guasmo Sur \u2013 wo mich der Herr vom Terminal nicht hinlassen wollte. Ich bin der Robin, und hier bin ich daheim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich warte am Busterminal in Guyaquil auf ein Taxi, nachdem ich mal wieder von einer Reise zur\u00fcckgekehrt bin. 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