{"id":291,"date":"2018-11-15T06:06:47","date_gmt":"2018-11-15T05:06:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/?p=291"},"modified":"2018-11-15T19:56:04","modified_gmt":"2018-11-15T18:56:04","slug":"vierundzwanzig-stunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/2018\/11\/15\/vierundzwanzig-stunden\/","title":{"rendered":"Vierundzwanzig Stunden"},"content":{"rendered":"<p>In meinen ersten Wochen in Ecuador musste ich, wenig \u00fcberraschend, feststellen, dass der Tag auch hier nur vierundzwanzig Stunden hat. So m\u00fcssen die vielen Dinge, die man unbedingt alle erleben will, eben auf diese vierundzwanzig Stunden aufgeteilt werden. \u201eKeine Minute Langeweile\u201c lautete das Motto. Etwas mehr als drei Wochen bin ich nun in Ecuador \u2013 doch es f\u00fchlt sich an, als w\u00e4re ich seit Monaten hier. Denn was ich schon alles erlebt habe, k\u00f6nnte gleich mehrere Tageb\u00fccher f\u00fcllen.<\/p>\n<p>Nach der ersten Unterrichtswoche und einem Besuch des Stadtzentrums von Guayaquil ging es am Morgen des 3. November spontan zum Busterminal. Zusammen mit Olivia, Jenny, Miriam, Hannah und Ma\u00efa, alles Freiwillige in <em>Clave de Sur<\/em>, wollte ich das Wochenende nutzen, um das sch\u00f6ne Land wieder ein bisschen zu bereisen. Wir fuhren also mit der <em>metrov\u00eda<\/em>, dem \u00f6ffentlichen Bus, zum Terminal und schauten uns dort nach einem Reiseziel um. Letztlich bekam \u201eStrand\u201c deutlich mehr Stimmen als \u201eBerge\u201c, und so fuhren wir mit dem Bus etwa zweieinhalb Stunden nach Santa Elena.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-292\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050293-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050293-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050293-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050293-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-293\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050309-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050309-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050309-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050309-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Dort verbrachten wir zwei entspannte Tage, in denen wir viel badeten, sangen, joggten und das Ufer erkundeten. Au\u00dferdem versuchten wir, m\u00f6glichst viel Spanisch zu sprechen \u2013 auch untereinander. Das war unterhaltsamer und gleichzeitig verbesserten wir uns in der Sprache. Sonst war auch viel Englisch dabei \u2013 Ma\u00efa n\u00e4mlich kommt aus Los Angeles, sie ist mit einer anderen Organisation in Guayaquil. Die multilinguale Atmosph\u00e4re reicherte ich nat\u00fcrlich noch mit ein paar W\u00f6rtern Bayrisch an\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-297\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050333-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050333-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050333-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050333-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-296\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050316-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050316-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050316-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050316-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Nachmittag mussten wir auch schon wieder die Heimreise antreten \u2013 was nicht ganz einfach war, denn nach dem verl\u00e4ngerten Wochenende wollten nicht nur wir zur\u00fcck nach Guayaquil. Irgendwie schafften wir es aber in einen Bus und kamen noch vor der Dunkelheit wieder in unserer Stadt an. Nach kleineren Irrungen und Wirrungen \u2013 die Busfahrpl\u00e4ne sind in Guayaquil etwas un\u00fcbersichtlich \u2013 schafften wir es schlie\u00dflich sogar nach Hause. Am Terminal hatte ich vorher noch die Amerikaner wiedergetroffen, denen Vincent und ich bei der letzten Reise begegnet waren \u2013 so gro\u00df scheint Ecuador wohl dann doch nicht zu sein\u2026<\/p>\n<p>Tags darauf starteten wir wieder in den Musikschulalltag. Ein normaler Wochentag beginnt f\u00fcr mich meistens um etwa acht Uhr fr\u00fch, wenn ich aufstehe und mich zum Joggen fertigmache. Gemeinsam mit ein paar anderen Freiwilligen \u2013 manche sind \u00f6fter dabei, manche weniger oft \u2013 geht es dann zum Park \u201eStella Maris\u201c, der mehrmals umrundet wird, bevor ich zur\u00fcck zu meinem Haus laufe und mich erst einmal unter die Dusche stelle. Einmal wurden Vincent, Nicolas und ich auf dem R\u00fcckweg von einem fu\u00dfballbegeisterten Ecuadorianer angesprochen, der gar nicht mehr damit aufh\u00f6ren wollte, uns deutsche und franz\u00f6sische Fu\u00dfballspieler aufzusagen. Am\u00fcsant war dabei besonders seine Aussprache der Namen \u201eSchweinsteiger\u201c und \u201eAugenthaler\u201c.<br \/>\nUm etwa halb zehn mache ich mir Fr\u00fchst\u00fcck \u2013 zugegebenerma\u00dfen die Mahlzeit am Tag, auf die ich mich am wenigsten freue, kommt das \u201eBrot\u201c hier doch meiner Meinung nach nicht im Ansatz an das daheim heran. Macht aber nichts, Hauptsache man wird satt \u2013 und so geht es dann um zehn Uhr los in die Musikschule.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-298\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050338-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050338-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050338-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050338-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-299\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050341-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050341-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050341-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050341-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Dort habe ich gleich meine erste Unterrichtsstunde, wenn mein Sch\u00fcler kommt \u2013 oder sollte ich lieber schreiben, \u201efalls\u201c? Clay jedenfalls nimmt die Anwesenheit offenbar nicht ganz so ernst wie andere Sch\u00fcler\u2026 Es gibt aber auch sonst genug zu tun; Noten durchschauen, Unterricht vorbereiten, sich mit den anderen Lehrern austauschen. Um zw\u00f6lf ist dann eigentlich Mittagspause, nur montags findet noch eine <em>Reuni\u00f3n<\/em> der Freiwilligen statt. Dort wird besprochen, was in der Woche ansteht, ob es W\u00fcnsche oder Beanstandungen der Eltern der Sch\u00fcler gibt, und wie es uns in den Familien geht. Danach schlendere ich zur\u00fcck nach Hause, wo es Mittagessen gibt \u2013 hatte ich schon mal erw\u00e4hnt, dass meine Gastmutter eine tolle K\u00f6chin ist?<\/p>\n<p>In der Mittagspause ist es meistens zu hei\u00df, um wirklich etwas Sinnvolles zu tun. Im Optimalfall schaue ich im Internet nach neuen Noten f\u00fcr meine Sch\u00fcler, die ich dann in der Musikschule ausdrucken kann, antworte auf Nachrichten aus Deutschland oder schreibe an einem Blogartikel. Oft mache ich aber auch einfach Siesta oder gehe mit anderen Freiwilligen in den Park. Um kurz vor drei Uhr nachmittags mache ich mich wieder fertig \u2013 man duscht hier zum Beispiel auch gerne mehrmals am Tag \u2013 und gehe wieder zur Musikschule. Das darf ich mittlerweile alleine; zu Beginn wurde ich immer noch von einem meiner Gastbr\u00fcder begleitet. Irgendwann hat mir Jos\u00e9 Luis gesagt, wenn es f\u00fcr mich kein Problem sei, k\u00f6nne ich ab jetzt auch alleine gehen \u2013 und f\u00fcr mich ist es kein Problem, weil der Weg wirklich nicht weit ist und ich mich sicher f\u00fchle. Nachts ist man immer in Gruppen unterwegs, aber tags\u00fcber muss man auch allein keine Angst haben.<\/p>\n<p>Mein Stundenplan hat sich im Laufe der Wochen mittlerweile deutlich ge\u00e4ndert \u2013 mittlerweile bin ich auch ganz froh, wenn ich mal eine Stunde Pause habe. Gerade der Unterricht mit den Anf\u00e4ngern an der Geige sind mitunter recht anstrengend. Aber es macht Spa\u00df, wenn man sieht, wie die eigenen Sch\u00fcler Fortschritte machen \u2013 besonders von meiner Klaviersch\u00fclerin Tiffany bin ich ganz begeistert. Dienstagabends findet au\u00dferdem ein Geigenensemble statt, dass von Pa\u00fal geleitet wird \u2013 wir \u00fcben gerade am Tanz der Zuckerfee aus Tschaikovskys Nussknacker.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-321\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/2018-10-30-10.44.30-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/2018-10-30-10.44.30-300x225.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/2018-10-30-10.44.30-768x576.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/2018-10-30-10.44.30-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/2018-10-30-10.44.30.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 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Trotzdem macht es gro\u00dfen Spa\u00df, ich habe selbst schon mehrere Tore geschossen. Immer ein lustiger Moment: Wenn zum Beispiel eine Mutter mit Kinderwagen den Fu\u00dfballplatz \u00fcberqueren will, wird das Spiel sofort unterbrochen und alle hei\u00dfbl\u00fctigen Angriffe kommen zum Stillstand. Hat die Mutter den Beton verlassen, werden die Emotionen auf dem Spielfeld wieder eingeschaltet und der Kampf geht weiter. Die Zeit vergisst man w\u00e4hrend des Spiels v\u00f6llig, das Bed\u00fcrfnis zu schlafen hat man erst am Morgen danach\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-300\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050344-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050344-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050344-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050344-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-301\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050346-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050346-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050346-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050346-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Immer wieder unterbrechen auch andere Ereignisse den Alltag. Am 7. November zum Beispiel gibt es eine \u00dcberraschungsparty f\u00fcr Miriam, in deren Geburtstag wir hineinfeiern. Es wird <em>cerveza<\/em> getrunken, Salsa getanzt und Kuchen gegessen \u2013 frisch gebacken ein paar Stunden zuvor. Einen Tag sp\u00e4ter wollen Pa\u00fal, Hannah, Sarah, Ma\u00efa und ich im <em>Teatro Centro de Arte<\/em> den Geiger Alexander Markov sehen \u2013 doch da sind wir nicht die einzigen. Der Besucherandrang ist so gro\u00df, dass schon bei unserer Ankunft zwanzig Minuten vor Konzertbeginn die T\u00fcren verschlossen sind. Und dabei stehen vor dem Konzerthaus nochmal so viele Menschen, dass man einen ganzen Saal f\u00fcllen k\u00f6nnte\u2026 So geht es eben wieder zur\u00fcck, und wir hatten immerhin einen Ausflug in die Stadt samt dreiviertelst\u00fcndiger Taxifahrt mit sechs Passagieren plus Fahrer in einem Auto. So macht man das hier\u2026<\/p>\n<p>Am Freitag in der Fr\u00fch startet die Integrationsreise f\u00fcr alle Mitarbeiter der Musikschule. Alle Freiwilligen sind dabei, und einige Ecuadorianer wie Marcos, Allan, Diego, Gary, Juleisy, Maherly, und Jorge. Ich stehe zum vereinbarten Treffpunkt um sechs Uhr fr\u00fch an der Musikschule \u2013 es hie\u00df, dass alle p\u00fcnktlich sein sollten. Nach einer Viertelstunde kommen ein paar andere Freiwillige dazu, der erste Ecuadorianer kreuzt nach etwa drei\u00dfig Minuten auf. Los geht es letztlich um kurz nach sieben. Das mit dem Zeitverst\u00e4ndnis muss ich wirklich noch lernen\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-342\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050350-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050350-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050350-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050350-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-343\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050365-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050365-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050365-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050365-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Die Reise selbst wird ein voller Erfolg. Wir fahren mit Bus und Dschungel-Taxi zu einer Unterkunft in der N\u00e4he von Zhagal. Das Haus steht direkt neben einem kleinen Fluss, rundherum nur B\u00e4ume und Kokospflanzen. Wenn wir auf dem Gel\u00e4nde umhergehen, sollen wir immer einen Stock haben, wegen der Schlangen\u2026 auch deshalb setzen wir uns erst einmal unter das Zeltdach (es regnet ein wenig) und machen Musik. Mit dabei sind auch Tanja und Daniel, zwei Freiwillige aus Ol\u00f3n, mit denen wir uns am Terminal in Guayaquil getroffen haben.<\/p>\n<p>Insgesamt werden die drei Tage meine unterhaltsamstes, aber gleichzeitig matschigstes Wochenende seit Langem. Der st\u00e4ndige Nieselregen macht die Erde zur Schlamm und den Weg von A nach B zur Schlitterpartie. Au\u00dferdem schm\u00fccken wir uns w\u00e4hrend der Reise mit M\u00fcckenstichen am ganzen K\u00f6rper\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-344\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050364-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050364-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050364-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050364-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-345\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050386-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050386-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050386-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050386-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Am Samstag verbringen wir den halben Tag an den hei\u00dfen Quellen, zu denen wir mit einem Pick-Up durch den Dschungel gefahren werden. Die Au\u00dfentemperatur ist angenehm k\u00fchl, weil die Wolken die Sonne verdecken und es immer wieder regnet. Die nat\u00fcrlichen Pools sind deshalb wie eine wunderbare Badewanne zur richtigen Zeit. Sp\u00e4ter, wieder in unserer Unterkunft, machen wir noch Kakao und grillen Yucca. Und weigern uns nat\u00fcrlich, mit der Dunkelheit ins Bett zu gehen. Wenn die vierundzwanzig Stunden schon im Normalfall nicht reichen, dann in Zhagal erst recht nicht. Es gibt so viele interessante Gespr\u00e4che zu f\u00fchren, so viel Musik zu h\u00f6ren \u2013 da ist das Bett eher eine langweilige Alternative. Betten gibt es \u00fcbrigens nicht wirklich genug; ich selber teile mit mir Vincent und Nicolas ein Doppelbett. Damit wir alle draufpassen, legen wir uns quer hin \u2013 die Beine baumeln dabei eben in der Luft. Kein Problem \u2013 f\u00fcr die paar Stunden Schlaf w\u00fcrde sich eine bequeme Position sowieso nicht lohnen\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-346\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050377-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050377-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050377-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050377-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/> <img loading=\"lazy\" class=\"alignnone wp-image-347\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050390-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"186\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050390-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050390-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050390-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Guayaquil steht dann noch ein Abschied an: Vincents Zeit in Ecuador ist zu Ende, er fliegt mit Rucksack und Gitarre zur\u00fcck nach Deutschland. Seine Gastfamilie kommt mit dem Auto und bringt sein Gep\u00e4ck, wir verabschieden uns alle herzlich und winken bis zum letzten Augenblick. Nun geht es also ohne meinen Reisekumpan weiter\u2026 aber sp\u00e4testens beim Nachbereitungsseminar werden wir das \u201eLiebchen aus L\u00fctzelfl\u00fch\u201c wieder anstimmen. Und die Jogger-Ehre werde ich hochhalten, das verspreche ich dir, Vincent! Auch wenn niemand von uns nach dem Joggen im Park so toll Yoga, Spagat und Handst\u00e4nde machen kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter wp-image-340\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050397-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"253\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050397-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050397-768x432.jpg 768w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/P1050397-1024x576.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/p>\n<p>In der Tat f\u00fchlt sich das erste Mal Joggen ohne Vincent am n\u00e4chsten Morgen gleich ganz anders an. Trotzdem ist das der beste Start in den Tag \u2013 und in die neue Woche. Keine M\u00fcdigkeit vorsch\u00fctzen, ist die Parole, auch wenn eigentlich ein bisschen Schlaf von Zhagal nachgeholt werden m\u00fcsste\u2026 aber auf den kann man hier wohl am ehesten verzichten. Irgendwie muss man ja alles in den 24 Stunden unterbringen&#8230;<\/p>\n<p><em>Als kleines Schmankerl hier noch die Aufnahme von &#8222;Mein Liebchen lebt in L\u00fctzlfl\u00fch&#8220;:<\/em><\/p>\n<!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-291-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/L\u00fctzlfl\u00fch-v1.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/L\u00fctzlfl\u00fch-v1.mp3\">https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/robinwaldenburg\/wp-content\/uploads\/sites\/37\/2018\/11\/L\u00fctzlfl\u00fch-v1.mp3<\/a><\/audio>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In meinen ersten Wochen in Ecuador musste ich, wenig \u00fcberraschend, feststellen, dass der Tag auch hier nur vierundzwanzig Stunden hat. 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