{"id":94,"date":"2019-11-02T20:32:27","date_gmt":"2019-11-02T19:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/?p=94"},"modified":"2019-11-04T01:37:55","modified_gmt":"2019-11-04T00:37:55","slug":"eindruecke-aus-dem-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/2019\/11\/02\/eindruecke-aus-dem-alltag\/","title":{"rendered":"Eindr\u00fccke aus dem Alltag"},"content":{"rendered":"\n<p>Bevor ich ein paar Eindr\u00fccke aus dem Alltag schildere, m\u00f6chte ich erw\u00e4hnt haben, dass dies meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke sind. Sie basieren nur auf meiner Wahrnehmung verschiedener Situationen.  Und die Wahrnehmung einer einzelnen Person ist immer begrenzt. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Strom und Elektrizit\u00e4t:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten die\nletzten 1 \u00bd Wochen keinen Strom, da die Stromrechnung zu hoch war\nund die Familie es nicht komplett zahlen konnte. \n<\/p>\n\n\n\n<p>Wir durften ein bisschen Strom vom Nachbar mit benutzen. Diesen Strom nutzten wir f\u00fcr das Licht im Wohnzimmer, das WLAN und um unsere Handys zu laden. <br>Aber im Bad war es (auch tags\u00fcber) stockdunkel, unser Freiwilligenzimmer war auch dunkel, der K\u00fchlschrank ging nicht und das E-Piano konnte auch nicht benutzt werden. Somit konnte ich nat\u00fcrlich auch keinen Klavierunterricht geben. Au\u00dferdem war die K\u00fcche auch komplett dunkel. Zum Gl\u00fcck hatte ich meine Stirnlampe mitgenommen.<br>Hier ist es n\u00e4mlich immer schon um 18:00 Uhr dunkel.<br>Aber mich pers\u00f6nlich st\u00f6rte das nicht so sehr, dass wir kaum Strom hatten.  War auf jeden Fall ein Erlebnis, das geh\u00f6rt hier eben manchmal zum Leben dazu.<br>Seit gestern haben wir aber wieder Strom und alles funktioniert wieder. Umso mehr sch\u00e4tze ich jetzt beispielsweise einen funktionsf\u00e4higen K\u00fchlschrank wert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Job und Krankheit: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Gastmutter war 3 Tage im Krankenhaus. <br>Das hie\u00df f\u00fcr ihre Kids,  ca. 12 Jahre alt: den kleinen Laden  am Haus aufrecht erhalten. Deshalb konnten sie die letzten Tage auch nicht in der Schule. Manchmal m\u00fcssen sie auch nochmal mitten in der Nacht aus dem Bett raus &#8211; es gibt n\u00e4mlich keine offiziellen \u00d6ffnungszeiten. <br>Aber seit gestern ist unsere Gastmutter auch wieder aus dem Krankenhaus zur\u00fcck und die Kids waren auch wieder in der Schule. Aber trotzdem m\u00fcssen sie manchmal noch mit helfen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtruhe:<\/strong><br> <br>Um 18:00 wird es hier dunkel und dann l\u00e4uft auch nicht mehr viel. Wir nehmen uns um die Zeit meistens einfach ganz viel Zeit zum kochen. <br>Aber ruhig in den Stra\u00dfen ist es noch lange nicht. Manchmal l\u00e4uft hier im Ghetto bis tief in die Nacht laut Musik. Ein Kind erz\u00e4hlte mir, dass es manchmal nicht schlafen kann, wegen den Boom &#8211; Boxen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Plastik:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man einen Blick auf die Stra\u00dfen wirft, sieht man \u00fcberall Plastik herum liegen. Kein Wunder: das Verpackungsmaterial Nummer eins ist Plastik. Auf dem Markt wird alles in Plastikt\u00fcten verpackt, das l\u00e4sst sich als K\u00e4ufer gar nicht verhindern. Getr\u00e4nke kann man hier nur in Plastikflaschen oder Plastikt\u00fcten kaufen. <br>Da es kein Pfand und kaum M\u00fclleimer gibt, landet das ganze Plastik auf den Stra\u00dfen oder auf gro\u00dfen Sammelpl\u00e4tzen. <br>Wenn wir auf dem Weg zur Schule sind, laufen wir durch diese gro\u00dfen &#8222;Plastiksammelstellen&#8220;. Hier stinkt es nach Essensresten, verbranntem Plastik und anderen Sachen. Ja, das Plastik hier wird n\u00e4mlich einfach verbrannt. Au\u00dferdem tummeln sich an diesen Stellen auch viele Stra\u00dfenhunde, sie suchen dort nach Essensresten. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Trinkwasser: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery alignleft columns-1 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/wp-content\/uploads\/sites\/41\/2019\/11\/20191102_135700-1024x576.jpg\" alt=\"\" data-id=\"131\" data-link=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/?attachment_id=131\" class=\"wp-image-131\" srcset=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/wp-content\/uploads\/sites\/41\/2019\/11\/20191102_135700-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/wp-content\/uploads\/sites\/41\/2019\/11\/20191102_135700-300x169.jpg 300w, https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/rebeccafichtl\/wp-content\/uploads\/sites\/41\/2019\/11\/20191102_135700-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wir haben vier gro\u00dfe Wasserflaschen (Ich sch\u00e4tze, da passen ca. 5 Liter rein). Mit diesen Wasserflaschen laufen wir ungef\u00e4hr jeden zweiten bis dritten Tag an eine Trinkwasserstelle ein paar H\u00e4user weiter, um sie aufzuf\u00fcllen. Dieses Wasser filtern wir aber noch zus\u00e4tzlich bevor wir es trinken. <br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich ein paar Eindr\u00fccke aus dem Alltag schildere, m\u00f6chte ich erw\u00e4hnt haben, dass dies meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke sind. Sie basieren nur auf meiner Wahrnehmung verschiedener Situationen. Und die Wahrnehmung einer einzelnen Person ist immer begrenzt. 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