Chile Auszeit

Bevor ich versuche mich zurück an Ende Oktober zu erinnern, mach ich es uns allen einfach und erstelle ein Bildertagebuch. (Damit auch der Jonas mal bis zum Ende ließt!)

Die Ankunft in Santiago verlief ohne Probleme. Fast. Mit Ausnahme dessen, dass ich ausversehen einen Apfel importiert habe, aber auf dem Zollformular angekreuzt habe keine tierischen Produkte einzuführen. Ich wurde in ein Nebenzimmer gebracht und mit Seriösität befragt. „Warum haben Sie das Formular gefälscht, Frau Zimmer?“. Als mein kleiner Apfel luftdicht verpackt mit meiner Reisepasskopie in einem Regal verstaut wurde, zwei Formulare abgestempelt und mit meiner Unterschrift versiegelt wurden, durfte ich das Büro verlassen. Mein Name ruht jetzt im Vorstrafenregister Chiles – ich habe eine kleine Abneigung zu Äpfeln entwickelt muss ich gestehen!

Mit dem Nachtbus ging es nach Porto Montt, mittig in Chile Patagonien gelegen. Die Tochter der Patentante von Yorcks Mama, lud uns ein bei ihr in Frutillar zu hausen, eine Stunde von Porto Montt nördlich.
Unser Aufenthalt dort bewegte sich hauptsächlich von Essen zu Essen, denn die Nannys haben sich geradezu verkünstelt, je mehr Yorck und ich unser Lob aussprachen. Ein Spaziergang war noch drin, außerdem die ein oder andere Cellostunde mit Valentin, ihrem 7 jährigen Sohn. Vierhändig Klavier wurde zur Vormittagsbeschäftigung, der neu erlernte Rückwärtssalto auf dem Trampolin zum Wochenhighlight! Ach und Halloween haben wir natürlich auch nach Chile gebracht. Kürbisse schnitzen und Bonbons verschenken – einmal künstlerisch betätigen! Was sagt ihr zu den Ergebnissen? Vielleicht sind wir etwas aus der Übung gewesen.

Als wir nach zwei Wochen die Familie verließen, dachten wir tatsächlich zu einem Teil unsere Familie zu verabschieden. So herzlich und unkompliziert wie wir dort aufgenommen wurden! Zum Abschied habe ich von Valentin seine Bommelmütze bekommen. Die war in Frutillar absolut notwendig, jetzt ziert sie mein Zimmer in Playas und wartet auf nächstes Weihnachten!

In Santiago haben wir eine weitere Woche Halt gemacht und wurden auf ein Neues verwöhnt. Die Rushhour hat zwar vielleicht ein bisschen zu sehr an zuhause erinnert, aber die ausflüge von dort aus waren klasse. Wir waren einen Tag im Küstendorf Valparaiso und haben die Sonne, das Nationalgericht und die Meerbrise genossen, was Santiagos Zentrum ganz und gar nicht zu bieten hatte. Dort wurden wir von der Metro und der Buslinie verschluckt und schließlich ermüdet von einem Taxi ausgespuckt.

Dieser Urlaub war tatsächlich eine komplette Auszeit aus Ecuador. Aber vermisst habe ich mein Zuhause schon ein bisschen. Fast hatte ich wieder Lust auf Reis zum Frühstück. Ich meine ehrlich. Wer braucht schon Honigbrot und Obstsalat morgens?

Ein Gedanke zu „Chile Auszeit

  1. Hallo Paula,

    wo du überall warst, das ist schon der Hammer!!
    Erika hat mir gestern erzählt von deinen Magenproblemen, und wünsch dir sehr, dass es dir bald wieder besser geht und du weiter deinen Aufenthalt geniessen kannst.
    Ich denk fest an dich und sende dir „heilende Kräfte“ und drück die Daumen!

    Ganz liebe Grüße
    Deine Ulrike

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