{"id":71,"date":"2015-10-04T21:25:06","date_gmt":"2015-10-04T19:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/nicklas.musikerohnegrenzen.de\/?p=71"},"modified":"2015-10-04T21:25:06","modified_gmt":"2015-10-04T19:25:06","slug":"alltag-im-guasmo-2-0","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/2015\/10\/04\/alltag-im-guasmo-2-0\/","title":{"rendered":"Alltag im Guasmo 2.0"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Hallo Zusammen,<\/p>\n<p align=\"justify\">Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der allseits beliebten Serie \u201eAlltag im Guasmo\u201c, wie immer mit Ihrem Gastgeber Nicklas \u201eEl Gran\u201c John! Heute auf dem Plan: Ein typischer Tagesablauf!<\/p>\n<p align=\"justify\">(Klammer auf: Der Name \u201eEl Gran Nicklas\u201c war keineswegs eine selbst\u00fcberhebliche Idee meinerseits. Er wurde mir vielmehr von meinem Gastbruder Israel gegeben, wahrscheinlich in Anspielung auf meine 15 Zentimeter, die ich gr\u00f6\u00dfer als die meisten Ecuadorianer bin. Jedenfalls haben ihn schon recht viele Leute hier adaptiert und deshalb werde ich wohl bei meiner R\u00fcckkehr in Deutschland erst mal in eine kleine pers\u00f6nliche Krise st\u00fcrzen, wenn die Leute mich einfach nur noch \u201eNicklas\u201c nennen&#8230; Klammer zu.)<\/p>\n<p align=\"justify\">Ein typischer Tag, wenn man das \u00fcberhaupt so sagen kann, beginnt mit dem Klingeln des Weckers zwischen acht und neun Uhr. Acht, wenn ich noch meine zweiw\u00f6chentliche Joggingrunde entlang der (ziemlich h\u00e4sslichen und stinkenden) Haupstra\u00dfe zum gr\u00f6\u00dften Bananenhafen der Welt hin und zur\u00fcck laufe, neun, wenn ich den Tag entspannter angehen lasse. Wobei das Klingen des Weckers nicht immer gleichbedeutend mit Aufwachen ist, da hier morgens im Stundentakt so viele Wecker f\u00fcr Sch\u00fcler und Arbeitende klingeln, dass man dagegen und gegen jede Art von schlafst\u00f6renden Ger\u00e4uschen etwas abstumpft.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wenn ich dann irgendwann doch mal aufgestanden bin, wird mit kaltem, aber immerhin flie\u00dfendem Wasser geduscht und es gibt ein leckeres Fr\u00fchst\u00fcck. Ist mal Milch im Haus, gibt es selbstgemachten Ecuador-Kakao und dazu das typische \u201ePan\u201c, ein aus Bl\u00e4tterteig hergestelltes croissant\u00e4hnliches \u201eBrot\u201c zum tunken (nat\u00fcrlich nicht mit dem deutschen vergleichbar). Manchmal presse ich mir auch einen frischen Orangensaft oder es gibt frittierte Kochbananen mit einem Omelett. So oder so, das Fr\u00fchst\u00fcck hier schmeckt ziemlich gut und ist ein super Start in den Tag! Und nicht zu vergessen: Es ist die einzige Mahlzeit am Tag <i>ohne<\/i> Reis, weshalb es immer einen ganz besonderen Flair hat&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Meistens geht es dann um zehn Uhr auf zum ersten Unterricht des Tages, wenn der oder die Sch\u00fcler\/-in denn \u00fcberhaupt kommt. Ist das wegen Pr\u00fcfungen oder aus anderen Gr\u00fcnden nicht m\u00f6glich, schnappe ich mir meistens meine Trompete, eine Gitarre, setze mich ans Klavier oder ans Schlagzeug und \u00fcbe selber ein bisschen. Ich habe n\u00e4mlich die Erfahrung gemacht, dass ich Gefahr laufe, meine Kreativit\u00e4t und auch den Spa\u00df am Unterricht zu verlieren wenn ich ausschlie\u00dflich Sch\u00fcler habe und selber keine Musik mehr mache. Unten im schallisolierten Probenraum oder oben auf dem Dach der Musikschule kann man wirklich sehr gut spielen und &#8211; wenn man dann fertig ist &#8211; noch etwas den weiten Blick \u00fcber den Guasmo genie\u00dfen und entspannen.<\/p>\n<div id=\"attachment_73\" style=\"width: 459px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/IMAG2080.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-73\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-73\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/IMAG2080-449x304.jpg\" alt=\"Mal wieder ein Sonntenuntergang - Que lindo el Guamso!\" width=\"449\" height=\"304\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-73\" class=\"wp-caption-text\">Mal wieder ein Sonntenuntergang &#8211; Que lindo el Guamso!<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">Habe ich dann also schon produktiv unterrichtet oder ge\u00fcbt, kann ich danach guten Gewissens zuhause nach dem Mittagsessen (meist eine Suppe mit &#8211; wer h\u00e4tte es gedacht \u2013 Reis) der Mittagshitze mit einer kleinen Siesta entfliehen. Guayaquil liegt gerade mal 300 Kilometer vom \u00c4quator entfernt, weshalb die Sonne mittags fast zentral \u00fcber der Stadt steht und bei klarem Himmel f\u00fcr eine dr\u00fcckende Hitze sorgt. Wirklich angenehm sind die Temperaturen also meistens nicht!<\/p>\n<p align=\"justify\">Aber auch wenn es mal nicht so warm ist, ist an Entspannung oft nicht zu denken. Stattdessen wird man von den Nachbarn meist mit dr\u00f6hnendem Salsa, \u201eBachata\u201c (lateinamerikanische romantische Tanzmusik) und amerikanischer Popmusik (die typische Radiomusik aus Deutschland) oder einem der \u201eUmta-umta\u201c &#8211; Stra\u00dfenumz\u00fcge der nahegelegenen Schule beschallt. Zum Gl\u00fcck hat sich mein Ohr, wie oben erw\u00e4hnt, schon etwas an diesen Dauerpegel gew\u00f6hnt. Und wer wei\u00df, wieder zur\u00fcck in Deutschland werde ich wom\u00f6glich erst mal nicht mehr einschlafen k\u00f6nnen, weil es so unglaublich leise ist&#8230;<\/p>\n<p align=\"justify\">Naja, nach der Mittagspause geht der Unterricht dann jedenfalls von drei bis neun Uhr abends weiter. Meistens bin ich danach ziemlich geschafft und freue mich auf das Abendessen, immerhin habe ich dann ja auch ganze acht Stunden keinen Reis mehr gegessen! Es folgt meistens noch wahlweise eine Runde \u201eMario-Kart\u201c mit der ganzen Familie (Super geeignet, um eine Vielzahl von spanischen Fl\u00fcchen zu lernen), eine Partie \u201eCambio\u201c (Ein Lateinamerikaisches Kartenspiel, das mir mein Cousin hier beigebracht hat) oder ein Film (Es gibt hier eine breite Kanalauswahl von auch auf spanisch sendenden nordamerikanischen Kan\u00e4len). Und schlussendlich ist es dann einfach ein super Gef\u00fchl, m\u00fcde und mit einem, vor lauter Spanisch brummenden Kopf, ins Bett zu fallen.<\/p>\n<div id=\"attachment_74\" style=\"width: 459px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/IMG_0395.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-74\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-74\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/IMG_0395-449x304.jpg\" alt=\"Garantiert Reisfrei: Mein Beitrag zum Familienalltag war diese Pizza, die ich f\u00fcr 12 Personen backen musste. Ist aber super angekommen und hat f\u00fcr alle gereicht!\" width=\"449\" height=\"304\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-74\" class=\"wp-caption-text\">Garantiert Reisfrei: Mein Beitrag zum Familienalltag war diese Pizza, die ich f\u00fcr 12 Personen gebacken habe. Ist super angekommen und hat f\u00fcr alle gereicht!<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_72\" style=\"width: 459px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/FB_IMG_1443460560426.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-72\" loading=\"lazy\" class=\"size-large wp-image-72\" src=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/nicklasjohn\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2015\/10\/FB_IMG_1443460560426-449x304.jpg\" alt=\"Volles Haus: Wenn mal alle Familienmitglieder zusammenkommen, wird es ganz sch\u00f6n un\u00fcbersichtlich. Insgesamt leben um die 14 Menschen in dem zweist\u00f6ckigen Haus\" width=\"449\" height=\"304\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-72\" class=\"wp-caption-text\">Volles Haus: Wenn mal alle Familienmitglieder zusammenkommen, wie hier zum Geburtstag der Oma, wird es ganz sch\u00f6n un\u00fcbersichtlich. Insgesamt leben um die 14 Menschen in dem zweist\u00f6ckigen Haus<\/p><\/div>\n<p align=\"justify\">So schnell ist ein \u201etypischer\u201c Tag im Leben des \u201eGran Nicklas\u201c hier im Guasmo also schon beschrieben und genau so schnell vergehen sie gef\u00fchlt auch! Unglaublich, dass ich jetzt schon zwei Monate hier auf der anderen Seite der Erde bin. Das bedeutet auch, dass schon in zwei Wochen meine Mutter und mein Bruder zu meinem 18. Geburtstag f\u00fcr zwei Wochen zu Besuch kommen werden. Darauf und besonders auf die Woche, in der wir gemeinsam rumreisen und uns den Ecuadorianischen Amazonas-Dschungel anschauen werden, freue ich mich schon besonders \u2013 Auf meinem Blog werde ich euch nat\u00fcrlich teilhaben lassen!<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: Liberation Serif,serif\">\u00a1<\/span>Hasta luego! &#8211; Bis dahin!<\/p>\n<p align=\"justify\">Nicklas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hallo Zusammen, Und herzlich willkommen zu einer neuen Folge der allseits beliebten Serie \u201eAlltag im Guasmo\u201c, wie immer mit Ihrem Gastgeber Nicklas \u201eEl Gran\u201c John! Heute auf dem Plan: Ein typischer Tagesablauf! (Klammer auf: Der Name \u201eEl Gran Nicklas\u201c war keineswegs eine selbst\u00fcberhebliche Idee meinerseits. 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