{"id":48,"date":"2014-10-21T21:39:47","date_gmt":"2014-10-21T19:39:47","guid":{"rendered":"http:\/\/naomiinecuador.musikerohnegrenzen.de\/?p=48"},"modified":"2014-10-21T21:39:47","modified_gmt":"2014-10-21T19:39:47","slug":"la-piscina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2014\/10\/21\/la-piscina\/","title":{"rendered":"La Piscina"},"content":{"rendered":"<p>Ein Bus voll Ecuadorianer und drei Deutsche brachen eines (f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse) nicht ganz so sch\u00f6nen Samstages auf, um ins Schwimmbad zu gehen. Es war ein von mi cometa organisierter Ausflug und es fanden sich zahlreiche Leute ein, um sich der Unternehmung anzuschlie\u00dfen. Schon im Voraus zweifelte ich an dem Ausdruck Schwimmbad und als wir schlie\u00dflich nach rund 45-min\u00fctiger Fahrt ankamen, war ich nicht entt\u00e4uscht, lediglich ein ziemlich kleines Becken vorzufinden. Es war allerdings sonst alles vorhanden, was man sich f\u00fcr ein Schwimmbad nur w\u00fcnschen kann. Es gab Rutschen (zwar logischerweise im Verh\u00e4ltnis zum Becken recht kleine- aber immerhin); Duschen und Toiletten. In Deutschland w\u00e4re eine derartige Unternehmung sehr wahrscheinlich wortw\u00f6rtlich ins Wasser gefallen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich dort irgendjemand f\u00fcr jenes kleine Schwimmbecken h\u00e4tte begeistern k\u00f6nnen. Wir befanden uns aber nunmal in Ecuador und dort fiel die ganze Sache gl\u00fccklicherweise sehr anders aus. Kaum angekommen st\u00fcrzten sich die Ecuadorianer, alle in Hose und T-Shirt, wie das hier so \u00fcblich ist, in das kleine Nass. Es wurde gerutscht, geh\u00fcpft, getaucht und ordentlich Wasser verspritzt. Alle waren guter Stimmung und \u00fcberaus zufrieden, die M\u00f6glichkeit zu diesem tollen Ausflug zu haben. Die M\u00fctter setzten sich in einem Stuhlkreis an den Rand und sahen zu, wie ihre Spr\u00f6sslinge im Wasser planschten. Sp\u00e4ter wurden Tunfisch Sandwiches verteilt. Jana und ich beteiligten uns ein wenig an dem wilden Treiben. Wir unterhielten uns und versuchten zur selben Zeit etwas Wassergymnastik zu machen, um einige der vielen \u00fcberfl\u00fcssigen Kalorien abzubauen, die wir hier tagt\u00e4glich aufnehmen. Die Ecuadorianer sahen uns dabei sehr skeptisch zu. Sp\u00e4ter wollten Jana, Aron und ich etwas spazieren gehen und uns wenn m\u00f6glich einen Batido kaufen. Wir drehten also eine kleine Runde und wurden bei unserer R\u00fcckkehr vorwurfsvoll empfangen, da die Gegend anscheinend etwas gef\u00e4hrlich war und wir nicht alleine h\u00e4tten herumlaufen sollen. Allerdings neigen die Ecuadorianer bei diesen Aussagen zu \u00dcbertreibungen, da wir uns extra vorher erkundigt hatten, in welche Richtung wir am Besten gehen sollten und schlie\u00dflich nicht alleine, sondern zu dritt unterwegs waren. Darauf wurde auf den Bus, der uns zur\u00fcck in den Guasmo bringen sollte gewartet. Alle waren \u00fcberaus gut gelaunt und im Bus wurde geklatscht, gepfiffen und gesungen. Derselbe Abend war der letzte, den Jana im Guasmo verbringen sollte. Wir gingen daher sp\u00e4ter noch gemeinsam eine gefrorene Schokobanane essen und verabschiedeten uns. Ich war etwas traurig, dass Jana schon aus dem Guasmo verschwand, aber ich freute mich, dass wir einen so sch\u00f6nen letzten Tag zusammen verbracht hatten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bus voll Ecuadorianer und drei Deutsche brachen eines (f\u00fcr diese Verh\u00e4ltnisse) nicht ganz so sch\u00f6nen Samstages auf, um ins Schwimmbad zu gehen. 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