{"id":162,"date":"2015-04-06T23:46:33","date_gmt":"2015-04-06T21:46:33","guid":{"rendered":"http:\/\/naomiinecuador.musikerohnegrenzen.de\/?p=162"},"modified":"2015-04-06T23:46:33","modified_gmt":"2015-04-06T21:46:33","slug":"die-sache-mit-dem-visum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2015\/04\/06\/die-sache-mit-dem-visum\/","title":{"rendered":"Die Sache mit dem Visum"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr all diejenigen, die sich dazu entschlie\u00dfen f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nach Ecuador zu gehen, kann ich folgenden wichtigen Hinweis geben:<\/p>\n<p>Holt euch euer Visum lieber f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeitspanne, als ihr eueren Aufenthalt plant!<br \/>\nAngenommen n\u00e4mlich, ihr stellt nach einem halben Jahr fest, dass ihr definitiv noch nicht zur\u00fcck nach Deutschland wollt; und angenommen, alles spricht daf\u00fcr, dass ihr noch l\u00e4nger bleiben k\u00f6nnt&#8230;- so bleibt euch doch das l\u00e4stige Problem des Visums.<br \/>\nSchon im Januar machte ich mich das erste Mal mit Daniel auf den Weg zum Gobierno del litoral (die Ansprechstelle in Sachen Visum). Dort wurde mir eine Information ausgeh\u00e4ndigt und mir die M\u00f6glichkeit gegeben mich zwischen einem kurzen, daf\u00fcr &#8222;g\u00fcnstigem&#8220; und zwei teuren Visa zu entscheiden.<br \/>\nAlso verbrachten wir die n\u00e4chsten zwei Monate damit, die Unterlagen f\u00fcr die Verl\u00e4ngerung des Visums herauszusuchen. Das kann in Ecuador schon mal seine Zeit brauchen. Ich fuhr dann noch einmal zum Gobierno de litoral (vom Guasmo aus ben\u00f6tigt man f\u00fcr den einfachen Weg ca. eineinhalb Stunden) und fragte, ob alle Dokumente g\u00fcltig seien und welche denn noch fehlten. Wieder bekam ich eine Information, dieses Mal eine andere als zuvor und wurde damit zur\u00fcck in den Guasmo geschickt.<br \/>\nDie Woche darauf h\u00e4tte ich endlich alles zusammen, machte mich wieder auf den Weg und wollte die Dokumente nun einreichen. Das Gobierno aufgesucht, eine Nummer gezogen, gewartet&#8230;- Dann sagt die Frau hinter dem Schalter mir, dass ein Dokument fehlt! Und auf mein Nachfragen weigert sie sich, mir genaueres zu erkl\u00e4ren.<br \/>\nIch bekomme wieder eine andere Information, die ich doch bitte meiner Organisation vorlegen soll&#8230;<br \/>\nAlso zur\u00fcck in den Guasmo, wo ich mit John spreche, der mir versichert, dass ich das verlangte Dokument schon l\u00e4ngst habe und mir verspricht am n\u00e4chsten Morgen noch einmal mit mir zum Gobierno del litoral zu fahren. Also stehe ich am n\u00e4chsten Morgen wieder um halb sieben auf; wieder machen wir uns auf den Weg und wieder bedient uns die gleiche Frau wie am Vortag. Komischer Weise zuckt sie, als sie John sieht nicht einmal mit der Wimper, durchschaut nicht einmal die Dokumente, sondern geht endlich ihrer Arbeit nach. Ein Problem gibt es allerdings: ich soll am Montag wieder kommen, um zu schauen, ob das Visum genehmigt wurde. Abholen kann ich es dann sp\u00e4testens am Dienstag. Meine Mama kommt aber am Samstag zu Besuch nach Ecuador und wir wollten am Sonntag verreisen. Ich schreibe ihr eine Nachricht und Teile ihr mit, dass sie nun doch l\u00e4nger in Guayaquil bleiben muss. Sie ist nicht begeistert, findet sich aber damit ab.<br \/>\nAm Montag mache ich mich dieses Mal hoffnungsvoll auf den Weg zum Gobierno del litoral. Wieder drei Mal in verschiedene Metros und Busse umgestiegen (inzwischen kenne ich den Weg sehr gut), eine Nummer gezogen, gewartet,&#8230;<br \/>\nDieses Mal bedient mich ein Herr. Er schaut den Zettel an, den ich ihm gebe und sucht nach meinem Ordner. Dann erkl\u00e4rt er- Das Visum wurde nicht genehmigt, weil ein Dokument fehlerhaft ist. Er erkl\u00e4rt mir genaueres und ich kehre ziemlich verzweifelt zur\u00fcck zur Musikschule. Im Laufe des Tages stellt sich heraus: Das Dokument, das fehlerhaft ist, ist ein vom Ministerium best\u00e4tigtes Dokument \u00fcber die Direktion von Mi Cometa. Das Papier besagt, dass die Vorsitzenden von Mi Cometa von 2012 bis Dezember 2014 gew\u00e4hlt sind. Wir sind nun aber schon in 2015! Und noch schlimmer: Mi Cometa hat noch nichtmal einen neuen Vorsitz gew\u00e4hlt. John und Ana schlagen vor, am n\u00e4chsten Tag noch einmal zum Gobierno del litoral zu fahren, um die Problematik zu erkl\u00e4ren. Also stehe ich wieder fr\u00fch auf und ziehe gemeinsam mit John wieder los.<br \/>\nLeider stellen sich die Beamten im Gobierno als ziemlich ignorant heraus. Sie wollen dieses Dokument, alleine dieses und es muss vom Ministerium best\u00e4tigt sein. Auf die Frage hin, was ich in der Zwischenzeit tun soll, denn mein Visum l\u00e4uft am n\u00e4chsten Tag aus, wissen sie keine Antwort.<br \/>\nAlso bin ich jetzt wirklich verzweifelt! Ich habe kein Visum, meine Mama sitzt in Guayaquil fest und meine Gastfamilie benimmt sich alles andere als unterst\u00fctzend. Ich rede dann mit der Se\u00f1ora Eugenia und diese erkl\u00e4rt mir, dass es bis der neue Vorsitz gew\u00e4hlt ist noch in etwa drei Monate dauern k\u00f6nnte. Na toll, und in der Zwischenzeit? Ich soll zur Migration gehen und um eine Erlaubnis bitten, mich in der Zwischenzeit im Land aufhalten zu d\u00fcrfen. Ich bin nicht gerade begeistert, aber was soll ich machen? Zum Gl\u00fcck kommt Marcos an dem Abend vorbei, wir gehen Empanadas essen und fahren auf einen Aussichtspunkt. Au\u00dferdem verspricht er mir, am n\u00e4chsten Morgen mit zur Migration zu gehen. Zum Gl\u00fcck fahren wir dorthin mit dem Auto. Da dauert es nicht ganz so lange. Marcos sagt mir, ich solle so tun, als spr\u00e4che ich nur sehr wenig Spanisch, da die Beamten dann manchmal Mitleid bekommen. In Wirklichkeit verstehe ich aber jedes Wort. Die Beamtin erkl\u00e4rt, dass es nicht m\u00f6glich sei, mir ein Dokument auszustellen, das solange als Aufenthaltsgenehmigung gilt, bis ich mein Visum verl\u00e4ngert habe. Die einzige M\u00f6glichkeit w\u00e4re vor Ablauf des aktuellen Visums, nach Peru oder Kolumbien auszureisen&#8230;- und da das Visum am heutigen Tag ausl\u00e4uft, m\u00fcsste ich noch heute das Land verlassen.<br \/>\nErst erschreckt mich das etwas. Aber wenn es die einzige M\u00f6glichkeit ist&#8230;Wir fahren zur\u00fcck in den Guasmo und ich packe in ziemlicher Hektik alle meine Sache. Wir m\u00fcssen so schnell wie m\u00f6glich los, damit wir uns nicht vollkommen versp\u00e4ten. Trotzdem, die Grenze werden wir nicht vor Einbruch der Dunkelheit passieren. Marcos, John und Eloisa begleiten uns zum Bahnhof. Von den anderen kann ich mich nicht einmal mehr verabschieden. Ich habe keine Ahnung von Peru. Wir fahren in die der ecuadorianischen Grenze am n\u00e4chst gelegene Stadt: Tumbes. Dort bleiben wir zwei Tage, bevor ich den Versuch mache wieder nach Ecuador einzureisen. Es klappt zum Gl\u00fcck. Ich bekomme ein Touristenvisum f\u00fcr 90 Tage und hoffe in der Zeit nun endlich mein eigenes Visum verl\u00e4ngern zu k\u00f6nnen. &#8211; Denn das Problem hat sich damit noch nicht gel\u00f6st, nur verschoben und das n\u00e4chste Mal wird eine Ausreise nach Peru nicht m\u00f6glich sein!<\/p>\n<div id=\"attachment_600\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?ssl=1\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-600\" data-attachment-id=\"600\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2015\/04\/06\/die-sache-mit-dem-visum\/dscf7881\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?fit=4000%2C3000&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"4000,3000\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.9&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Fujifilm A220 A230&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1427319593&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.7&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;125&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.008&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"DSCF7881\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?fit=1024%2C768&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-600 size-large\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1\" alt=\"DSCF7881\" height=\"768\" width=\"1024\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?w=2360&amp;ssl=1 2360w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2015\/04\/DSCF7881.jpg?w=3540&amp;ssl=1 3540w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-600\" class=\"wp-caption-text\">Meine Mama und ich in PEru<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr all diejenigen, die sich dazu entschlie\u00dfen f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit nach Ecuador zu gehen, kann ich folgenden wichtigen Hinweis geben: Holt euch euer Visum lieber f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeitspanne, als ihr eueren Aufenthalt plant! 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