{"id":1330,"date":"2017-09-01T17:55:08","date_gmt":"2017-09-01T15:55:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/?p=1330"},"modified":"2017-10-13T18:46:17","modified_gmt":"2017-10-13T16:46:17","slug":"der-regenbogenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2017\/09\/01\/der-regenbogenberg\/","title":{"rendered":"Der Regenbogenberg"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Ausflug begann damit, dass ich vor einigen Monaten mein Facebook Profil herunterscrollte und auf das Bild eines in verschiedenen Farben leuchtenden Berges stie\u00df. Ich kopierte den im Kommentar angegebenen Namen des Berges und f\u00fcgte ihn in Google Suche ein. Schnell hatte ich herausgefunden, dass sich das gesuchte Naturwunder in Peru, in der N\u00e4he von Cusco befindet. Einige Klicks sp\u00e4ter, hatte ich au\u00dferdem herausgefunden, dass der gesuchte Berg, der Vinicunca oder auch Rainbow Mountain genannt wird, im Nationalpark Ausangate, von Cusco aus gut zug\u00e4nglich liegt. Ab diesem Zeitpunkt beschloss ich den Vinicunca auf jeden Fall auf meiner Perureise zu besichtigen.<\/p>\n<p>Wir buchten eine gef\u00fchrte Tour von Cusco aus f\u00fcr 70 Soles pro Person. Ohne Tour ist es eigentlich unm\u00f6glich die Berge zu besuchen. Um 3:30 Uhr morgens wurden wir an unserem Hostel abgeholt. Es war kalt und dunkel. Wir hatten uns alle so warm eingepackt wie m\u00f6glich, ohne unn\u00f6tig viele Kleider anzuziehen. Am Vortag hatten wir uns extra noch Handschuhe gekauft. Am Plaza San Blas stiegen wir in unseren Bus. Bevor wir aber endg\u00fcltig in Richtung Nationalpark Ausangate aufbrechen konnten mussten noch andere Tourg\u00e4ste abgeholt werden. Gegen f\u00fcnf Uhr morgens verlie\u00dfen wir Cusco. W\u00e4hrend der Bus auf kurvigen Stra\u00dfen durch die Morgend\u00e4mmerung fuhr, schliefen wir. Um etwa sieben Uhr morgens, weckte uns unserer Guide. Wir waren am ersten Zwischenstopp angekommen, bei dem es auch Fr\u00fchst\u00fcck geben sollte. Wir tranken Coca Tee und a\u00dfen Brot mit Omelette, wobei uns die wichtigsten Informationen \u00fcber den bevorstehenden Aufstieg erkl\u00e4rt wurden. Wir sollten uns auf unserem Weg auf keinen Fall im Sitzen ausruhen, da dabei der Kreislauf zus\u00e4tzlich geschw\u00e4cht und uns auf der H\u00f6he schwindelig werden k\u00f6nnte. \u00dcberhaupt versicherten unsere Guides uns, jederzeit zur Verf\u00fcgung zu stehen, falls jemand h\u00f6henkrank werden sollte.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir ein St\u00fcck weiter mit dem Bus, bis zum Eingang des Parks. Auf der Strecke sahen wir viele Alpacka Herden, H\u00e4user aus Lehm, mit br\u00f6ckelnden Fassaden und mangelhaft erscheinenden D\u00e4chern, neben denen Kinder spielten oder Frauen in bunten Trachten sa\u00dfen. Die Menschen hier sind sehr arm, der Ackerbau in diesen H\u00f6hen ist wenig ertragreich und schwierig. Umso mehr profitiert die lokale Bev\u00f6lkerung vom Tourismus. Der Regenbogenberg ist erst seit rund \u00fcber zwei Jahren eine Sehensw\u00fcrdigkeit in dieser Gegend geworden. Schuld daran ist der Klimawandel, der den einst am Vinicunca gelegenen Gletscher abgetragen und einen bunten Berg hinterlassen hat.<\/p>\n<p>Am Eingang standen die Einheimischen und boten Pferde zum Aufstieg. Wir befanden uns inzwischen auf etwa 4.800m H\u00f6he und man merkte wie d\u00fcnn die Luft geworden war. Mein Kopf f\u00fchlte sich m\u00fcde an und ich bef\u00fcrchtete schon ich w\u00fcrde den Aufstieg auf 5.200m nicht schaffen. Meine Mama mietete sich f\u00fcr 70 Soles ein Pferd, das sie abgesehen vom letzten steilen St\u00fcck den ganzen Berg hinauftrug. Daniel, Sophie und ich beschlossen zu Fu\u00df zu gehen. Nach kurzer Zeit hatten wir uns an die H\u00f6he gew\u00f6hnt und der Aufstieg schien nicht besonders schwer. Es ging ein gutes St\u00fcck geradeaus, bevor wir an einem Kontrollpunkt die Eintrittskarten f\u00fcr den Park (die \u00fcbrigens 10 Sol kosten, in unserer Tour aber bereits enthalten waren) vorzeigen mussten. Auch dann ging der Weg noch st\u00fcckweise recht eben. Pl\u00f6tzlich allerdings wurde es immer steiler und je steiler es wurde, desto deutlicher merkte man die H\u00f6he. Einer nach dem anderen keuchten wir zwischen zahlreichen weiteren Touristen den Berg hinauf. Die Einheimischen folgten uns mit den Pferden und boten auch noch unterwegs ihre Hilfe an. Inzwischen hatte sich die Sonne hinter den Wolken hervorgeschoben und brannte auf unsere K\u00f6pfe. Immer wieder Pausen einlegend, in denen wir uns abwechselnd Traubenzucker und Cocabl\u00e4tter in den Mund stopften, kamen wir langsam voran. Vor uns erhob sich zur rechten Seite ein schneebedeckter Gipfel. Unter uns konnten wir die glitzernden Busse auf dem Parkplatz vor dem Nationalpark sehen. Die Steine auf unserem Weg leuchteten bereits in verschiedenen Farben, obwohl wir noch nicht am Ziel angekommen waren.<\/p>\n<div class=\"tiled-gallery type-square tiled-gallery-unresized\" data-original-width=\"1180\" data-carousel-extra='{&quot;blog_id&quot;:4,&quot;permalink&quot;:&quot;https:\\\/\\\/blogs.musikerohnegrenzen.de\\\/naomimebus\\\/2017\\\/09\\\/01\\\/der-regenbogenberg\\\/&quot;,&quot;likes_blog_id&quot;:133009050}' itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageGallery\" > <div class=\"gallery-row\" style=\"width: 1180px; height: 393px;\" data-original-width=\"1180\" data-original-height=\"393\" > <div class=\"gallery-group\" style=\"width: 393px; height: 393px;\" data-original-width=\"393\" data-original-height=\"393\" > <div class=\"tiled-gallery-item \" itemprop=\"associatedMedia\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"> <meta itemprop=\"width\" content=\"389\"> <meta itemprop=\"height\" content=\"389\"> <img data-attachment-id=\"1336\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01603.jpg\" data-orig-size=\"5184,3888\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;5.6&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-HX60&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1504281850&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;22.91&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.004&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"DSC01603\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01603.jpg?fit=300%2C225&#038;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01603.jpg?fit=1024%2C768&#038;ssl=1\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01603.jpg?w=389&#038;h=389&#038;crop=1&#038;ssl=1\" width=\"389\" height=\"389\" data-original-width=\"389\" data-original-height=\"389\" itemprop=\"http:\/\/schema.org\/image\" title=\"DSC01603\" alt=\"Am Eingang zum Vinicunca\" style=\"width: 389px; 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Vor mir erstreckte sich das Tal, das in verschiedenen Farben glitzerte, genau wie der Berggipfel zu meiner linken. Auf der anderen Seite konnte man die schneebedeckte Spitze des Ausangate mit seinen 6000 Metern ausmachen. Der Zauber, den Worte wirken, kann das Wunderliche des Blickes nicht einfangen; meine Fotos sind nur schwache Abbilder der eigentlichen Sch\u00f6nheit. Obwohl Auf- und Abstieg uns an unsere k\u00f6rperlichen Grenzen brachte, hatte es sich mehr als gelohnt. Den ganzen R\u00fcckweg \u00fcber, sah ich jenes Panorama vor meinem inneren Auge und sehe es auch jetzt, viele Kilometer entfernt noch genauso als st\u00fcnde ich auf dem Gipfel des Berges.<\/p>\n<div class=\"tiled-gallery type-square tiled-gallery-unresized\" data-original-width=\"1180\" data-carousel-extra='{&quot;blog_id&quot;:4,&quot;permalink&quot;:&quot;https:\\\/\\\/blogs.musikerohnegrenzen.de\\\/naomimebus\\\/2017\\\/09\\\/01\\\/der-regenbogenberg\\\/&quot;,&quot;likes_blog_id&quot;:133009050}' itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageGallery\" > <div class=\"gallery-row\" style=\"width: 1180px; height: 1180px;\" data-original-width=\"1180\" data-original-height=\"1180\" > <div class=\"gallery-group\" style=\"width: 1180px; height: 1180px;\" data-original-width=\"1180\" data-original-height=\"1180\" > <div class=\"tiled-gallery-item \" itemprop=\"associatedMedia\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"> <meta itemprop=\"width\" content=\"1176\"> <meta itemprop=\"height\" content=\"1176\"> <img data-attachment-id=\"1338\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01683.jpg\" data-orig-size=\"5184,3888\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-HX60&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1504286257&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;4.33&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0015625&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"DSC01683\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01683.jpg?fit=300%2C225&#038;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i1.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01683.jpg?fit=1024%2C768&#038;ssl=1\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01683.jpg?w=1176&#038;h=1176&#038;crop=1&#038;ssl=1\" width=\"1176\" height=\"1176\" data-original-width=\"1176\" data-original-height=\"1176\" itemprop=\"http:\/\/schema.org\/image\" title=\"DSC01683\" alt=\"Auf 5.275m\" style=\"width: 1176px; 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