{"id":1315,"date":"2017-08-30T01:31:02","date_gmt":"2017-08-29T23:31:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/?p=1315"},"modified":"2017-10-13T18:44:59","modified_gmt":"2017-10-13T16:44:59","slug":"machu-picchu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2017\/08\/30\/machu-picchu\/","title":{"rendered":"Machu Picchu"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<p><!-- [if gte mso 9]&gt;--><\/p>\n<p>Es ist wahrscheinlich die bekannteste Sehensw\u00fcrdigkeit in Peru. Aber der Weg zu jenem \u201ealten Berg\u201c, wie die Quichua \u00dcbersetzung des Wortes Machu Picchu lautet ist alles andere als leicht. Schon im Voraus hatten wir die Eintrittstickets \u00fcber die offizielle peruanische Webseite f\u00fcr 152 Soles gekauft. Da nach Machu Picchu keine Stra\u00dfe f\u00fchrt, muss man entweder einen Zug nehmen, der sehr teuer ist, oder vier Stunden lang an den Zugschienen entlanglaufen, um ins Machu Picchu Dorf zu gelangen. Wir entschieden uns aus Zeitgr\u00fcnden f\u00fcr die teurere Variante.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">Mit dem Colectivo fahren wir ins heilige Tal nach Ollantaytambo, etwa eineinhalb Stunden von Cusco entfernt. Ollantaytambo ist eine der besterhaltenen Inka St\u00e4dte \u00fcberhaupt. Jedes Haus fu\u00dft auf alten Inka Ruinen. Die Gassen sind eng und von der urspr\u00fcnglichen zu Inka Zeit angelegten Kanalisation durchzogen. Wir kaufen uns das Boleto Turistico, das Eintritt in zahlreiche St\u00e4tten und Museen in und um Cusco bietet. Mit diesem Ticket besuchen wir die Festungsruinen von Ollantaytambo. Diese sind terrassenartig in den Berg gearbeitet und teils pr\u00e4inka, teils von den Inka selbst genutzt worden. Ollantaytambo ist inzwischen doch ziemlich touristisiert. \u00dcberall kann man Pizza und Touristenmen\u00fcs essen, die im Vergleich zu den \u00fcblichen Preisen recht teuer sind. Zumindest hat man einen sch\u00f6nen Blick auf die Ruinen. Im Hostel gibt es eine warme Dusche, Tee und eine Terrasse; Fr\u00fchst\u00fcck inklusive. Am n\u00e4chsten Tag klettern wir den Berg hinauf zu weiteren Ruinen, die haupts\u00e4chlich wegen des spektakul\u00e4ren Ausblicks auf die andere Seite des Berges interessant sind. In Ollantaytambo liegt der Bahnhof, von dem aus wir unseren Weg nach Machu Picchu beginnen werden. Um vier Uhr nachmittags hei\u00dft es Abschied von Daniel nehmen, der wegen der hohen Preise und der n\u00f6tigen Reservierung nicht mitkommen wird. Er nimmt das n\u00e4chste Colectivo zur\u00fcck nach Cusco, um sich dort am n\u00e4chsten Tag Stadt und Museen noch etwas genauer anzusehen. Wir hingegen steigen in den Inka Rail und kommen nach gut eineinhalb Stunden sehr langsamer Fahrt im Machu Picchu Dorf Aguas Calientes an. Wenn ich sagte, dass Ollantaytambo touristisiert ist, dann ist Aguas Calientes von Touristen \u00fcberlaufen. Jeder der nach Machu Picchu will, macht hier automatisch Station. Daher reihen sich in dem kleinen Ort auch Hostels an Hotels, Restaurants, Massagesalons und Souvenirshops. Es f\u00e4llt einem schwer, die Stra\u00dfen entlangzugehen, ohne dass einem irgendetwas angeboten wird. Zum Gl\u00fcck liegt unser Hostel in einer nicht ganz so belebten Gegend. Nach unserem Weg zum Bankautomaten beschlie\u00dfen wir schlafen zu gehen. Um 4 Uhr 30 klingelt unser Wecker. Neuerdings kann man Machu Picchu nur noch zu zwei Einlasszeiten besuchen. Von 6:00 \u2013 12:00 Uhr und von 12:00 \u2013 18:00 Uhr. Empfehlenswert ist die erste Einlasszeit, da das Wetter morgens meist besser und wolkenfreier ist. Das bedeutet allerdings auch, dass man fr\u00fch aufstehen muss. Besonders wenn man, so wie wir den Berg hochlaufen und nicht mit einem der \u00fcberteuerten Busse herauffahren will. Um f\u00fcnf Uhr laufen wir im Dunklen, ausger\u00fcstet mit Taschenlampen los. Erst f\u00fchrt der Weg an der Stra\u00dfe entlang, dann zweigt er ab und schl\u00e4ngelt sich in Stufen den Berg herauf. Der Aufstieg ist anstrengend, die Stufen ungleichm\u00e4\u00dfig. Immer wieder halten wir auf unserem Weg inne. Um etwa sieben Uhr morgens haben wir es geschafft. Wir stehen vor dem Eingang und m\u00fcssen nur noch unsere Tickets und P\u00e4sse vorzeigen. Als wir die Anlage betreten schiebt sich die Sonne gerade hinter den Wolken hervor. Vor uns liegt die alte Inkastadt, umgeben von den schemenhaften, baumbestandenen Bergen. W\u00e4ren wir nicht von tausenden Touristen umringt, die ihre Kameras z\u00fccken, h\u00e4tte der Anblick etwas Mystisches. Der Anblick, der sich uns bietet sieht aus, als habe man ihn aus einem Katalog geschnitten. Der Weg hat sich gelohnt!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u00dcber den Zweck der Anlage und das Leben dort ist wenig bekannt. Zu Kolonialzeiten blieb das abgelegene Machu Picchu unbekannt. Erst 1911 wurde es von dem Amerikaner Hiram Bingham entdeckt, der eigentlich Vilcabamba, den letzten R\u00fcckzugsort der Inka suchte. Bis dahin war es nur bei der indigenen Bev\u00f6lkerung bekannt. Man vermutet, dass Machu Picchu in den letzten Jahren vor der spanischen Eroberung gebaut wurde. Vielleicht als sakraler Ort, vielleicht als R\u00fcckzugsort und Sommerresidenz des Inka. Das Klima dort ist auf jedenfall um einiges angenehmer als im hohen und kalten Cusco. Auch die Landschaft ist \u00fcberragend. Als R\u00fcckzugsort ist dieser Platz unschlagbar. Die Inka m\u00fcssen ihn sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt haben, nicht des Klimas, sondern auch der Berge wegen, die in dieser Kultur als heilig galten. Wir laufen durch die gesamte Anlage und sehen uns die alten Mauern an, wobei der Blick von Oben einfach unschlagbar ist. Auf den Terrassen weiden Lamas. Wenn man mehr Eintritt zahlt kann man einen der Berge (entweder den Machu Picchu, den alten Berg; oder den Huiana Picchu, den neuen Berg) besteigen, die sich um die Anlage gruppieren. Wir beschlossen uns diesen Aufstieg zu sparen, was sich als ein Gl\u00fccksfall herausstellte, da wir bereits sehr m\u00fcde waren. Einen sch\u00f6nen Blick auf die Inkast\u00e4tte hat man aber auch ohne auf einen Berg klettern zu m\u00fcssen. Um etwa elf Uhr beginnen wir mit dem Abstieg. Treppab ist gl\u00fccklicherweise nicht ganz so anstrengend wir treppauf. In Aguas Calientes angekommen war mir schwindelig vor Anstrengung und vor Gl\u00fcck soeben eines der sieben Weltwunder auf Erden gesehen zu haben. Wir essen Alpacka Steak in einem der Touristenrestaurants, holen unser restliches Gep\u00e4ck und setzen uns an den Bahnhof, um auf unseren Zug zu warten. Immernoch sehe ich den alten Berg vor meinem inneren Auge. Obwohl jeden Tag \u00fcber 2000 Touristen durch die uralten Mauern streifen, hat der Ort seine Magie nicht verloren. Wenn Berge heilig sein k\u00f6nnen, dann m\u00fcsste dieser es sein!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">R\u00fcckweg mit dem Zug nach Poroy, dann mit dem Taxi noch etwa eine halbe Stunde nach Cusco. Um neun Uhr abends sind wir im Hostel, wo uns Daniel schon erwartet.<\/p>\n<div class=\"tiled-gallery type-circle tiled-gallery-unresized\" data-original-width=\"1180\" data-carousel-extra='{&quot;blog_id&quot;:4,&quot;permalink&quot;:&quot;https:\\\/\\\/blogs.musikerohnegrenzen.de\\\/naomimebus\\\/2017\\\/08\\\/30\\\/machu-picchu\\\/&quot;,&quot;likes_blog_id&quot;:133009050}' itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageGallery\" > <div class=\"gallery-row\" style=\"width: 1180px; height: 393px;\" data-original-width=\"1180\" data-original-height=\"393\" > <div class=\"gallery-group\" style=\"width: 393px; height: 393px;\" data-original-width=\"393\" data-original-height=\"393\" > <div class=\"tiled-gallery-item \" itemprop=\"associatedMedia\" itemscope itemtype=\"http:\/\/schema.org\/ImageObject\"> <meta itemprop=\"width\" content=\"389\"> <meta itemprop=\"height\" content=\"389\"> <img data-attachment-id=\"1317\" data-orig-file=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01431.jpg\" data-orig-size=\"5006,3638\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;3.5&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;DSC-HX60&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1504103085&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;80&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"DSC01431\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01431.jpg?fit=300%2C218&#038;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01431.jpg?fit=1024%2C744&#038;ssl=1\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01431.jpg?w=389&#038;h=389&#038;crop=1&#038;ssl=1\" width=\"389\" height=\"389\" data-original-width=\"389\" data-original-height=\"389\" itemprop=\"http:\/\/schema.org\/image\" title=\"DSC01431\" alt=\"DSC01431\" style=\"width: 389px; 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Leymebamba ist ein kleiner Ort, in einem Tal mitten in den Bergen gelegen. Hier gibt es nicht viel, au\u00dfer Landwirtschaft und eines einzelnen Museums, das die Menschen von Chachapoyas aus zu gr\u00f6\u00dferen Ausfl\u00fcgen in\u2026","rel":"","context":"In &quot;2017&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i0.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/08\/DSC00873.jpg?fit=1200%2C900&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":1299,"url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2017\/08\/24\/zwischen-moche-und-chimu\/","url_meta":{"origin":1315,"position":3},"title":"Zwischen Moche und Chim\u00fa","date":"24. August 2017","format":false,"excerpt":"Um sechs Uhr morgens sitzen wir im Bus von Cajamarca nach Trujillo. Drau\u00dfen regnet es, der Himmel nimmt zwischen Wolken und D\u00e4mmerung eine gr\u00e4uliche F\u00e4rbung an. Mit Trujillo beginnt ein neuer Abschnitt unserer Reise. In Zukunft werden wir nicht zu dritt, sondern zu viert reisen. Daniel wird uns in Trujillo\u2026","rel":"","context":"In &quot;2017&quot;","img":{"alt_text":"","src":"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/wp-content\/uploads\/sites\/4\/2017\/09\/DSC01108.jpg?fit=1200%2C900&ssl=1&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":1253,"url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/naomimebus\/2017\/08\/12\/chiclayo\/","url_meta":{"origin":1315,"position":4},"title":"Chiclayo","date":"12. August 2017","format":false,"excerpt":"\u00a0Am Mittwoch machten wir eine kleine Odyssee durch die Stadt, um unsere bereits reservierten Bustickets f\u00fcr den Abend abzuholen. Seit einigen Monaten hat sich das Gesicht von Guayaquil ver\u00e4ndert. 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