„Spontan, lebensfreudig und musikalisch“. Das war die Antwort auf meine Frage, wie man mich am besten beschreiben könne. Und das bin ich: Mila Graf, 18 Jahre alt und ein bisschen verrückt.

Ich werde dieses Jahr mein Abitur abslovieren, womit schnell die Frage aufkam, was ich danach machen möchte. Klar war, dass ich nicht direkt studieren gehen werde.
Weltreise? Work and Travel? FSJ?
Während ich zunächst zur Weltreise tendierte, versuchten mich viele davon zu überzeugen, doch lieber etwas sinnvolleres zu tun. Leztendlich hat mich meine Cellolehrerin davon überzeugt, dass ich mein ganzes Leben lang noch reisen werde, aber die Möglichkeit mir ein Jahr die Zeit zu nehmen, eine Kultur kennenzulernen und mit den Menschen zu leben, vermutlich nie wieder haben werde.

Langsam freundete ich mich mit dem Gedanken an, nicht quantitativ in diesem Jahr so viel von der Welt zu sehen, wie ursprünglich geplant, dafür aber qualitativ ein Land wirklich zu erleben.
Schon starteten die Vorbereitungen. Was passt zu mir? Was will ich? Was erwarte ich?
Dazu muss ich noch etwas über mich erzählen. Ich spiele seit der zweiten Klasse Cello und Musik hat mich mein gesamtes Leben lang begleitet. Ich habe in verschiedenen Orchestern, Ensembles und Besetzungen gespielt, jedoch nie so ambitioniert, dass mir dies eine berufliche Perspektive geben würde. Daher lag die Überlegung nahe, wenigstens dieses Jahr zu nutzen, um intensiv Musik zu machen und anderen Menschen zu zeigen was Musik bewirken und verändern kann.

Nachdem ich mich weitreichend erkundigt und mich bereits bei mehreren Organisationen beworben hatte, bin ich durch den Tipp meines Dirigenten auf den Verein „Musiker ohne Grenzen“, oder kurz MoG gestoßen. Ich erhielt schon bald eine Zusage und die Vorbereitungen konnten beginnen…