Unsere Heimreise

Gestern Morgen ging es dann los auf die Heimreise. Das Hotel bietet einen Fahrservice an und wir Teilen uns die Kosten mit einem niederländischen Paar, das in die gleiche Stadt muss. Der Fahrer hält im nächsten Dorf, dort steht die älteste Moschee Ghanas. Als ungläubige dürfen wir das Innere nicht betreten, aber auch von außen ist sehr interessant. Die Moschee wurde Anfang des 15. Jahrhunderts errichtet und wurde seitdem nicht nennenswert verändert. Das Steinfundament ist schwarz gestrichen, der obere Teil in weiß, was sehr auffällt, da die restliche Umgebung braun-rötlich und sandig ist, die Hütten aus Lehm oder unverputzten Steinen. Es gibt vier Eingänge; einen für Frauen, einen für Männer, einen für den Chief des Dorfs und den letzten habe ich vergessen. In den letzten 600 Jahren ist allerdings die Bevölkerung gewachsen, sodass sie einen Platz vor der Moschee betoniert haben, da innen zu wenig platz ist.
Anschließend werden wir noch durch das Dorf geführt. Unter anderem wird uns Sheabutter angeboten, die dort natürlich produziert wird.
Nach unser „Besichtigung“ fahren wir weiter und tanken zwischendurch, die Fahrt dauert über zwei Stunden. Am Ende steigen die Niedrrländer aus und fahren mit einem Tuctuc zu ihrer nächsten Unterkunft. In Accra gibt es keine Tuctucs, wir haben nur normale Taxen. Aber hier im Norden sieht man die drei-rädigen Gefährte überall. Der Fahrer bringt uns zu einer Busstation, von wo große Reisebusse nach Accra fahren. Wir wollen ihm das vereinbarte Geld geben, abzüglich des Sprits, den wir bezahlt hatten. Daraufhin sagt er, dass die Spritkosten oben drauf kommen. Wir weigern uns das zu bezahlen, da uns das vorher nicht gesagt wurde, zumal der Anfangsbetrag schon nicht gering ist. Er regt sich auf unf wird richtig ausfällig. Er sagt, dass sich weiße für was besseres halten. Anschließend sagt er noch was auf einer lokalen Sprache erwas zu unbeteiligten Leuten, was ich wahrscheinlich auch gar nicht verstehen möchte. Irgenwann erkennt er, dass wir wir wirklich nicht mehr bezahlen werden und fährt kommentarlos ab.
Ich bin richtig wütend. Eigentlich gibt es überhaupt keinen Diskussionsbedarf, Deal ist Deal und es ist nicht unsere Schuld, wenn eine Seite vergisst, Teile der Konditionen zu erwähnen. Unabhängig davon ist es keine Rechtfertigungen, beleidigend zu werden, schon gar nicht auf Grund unserer Hautfarbe. Andererseits macht es mich auch traurig. Er wird seine Gründe haben, weshalb er denkt, dass sich weiße für etwas besseres halten. Dann hat er nur einen unpassenden Job, da 90% der Gäste im Hotel hellhäutig sind.
Nachdem er abgefahren ist, warten wir auf unsern Bus. Allerdings lässt es mir keine Ruhe und ich rufe im Hotel an und schilder das Geschehene. Die Frau am Empfang sagt mir, dass Sprit im Preis mit einberechnet ist und dass es richtig war, dass wir nicht mehr als vereinbart bezahlt haben.
Nach einigen Stunden warten, kommt unser Bus, leider nicht so luxuriös, keine Sicherheitsgurte, keine Steckdosen und vier anstatt drei Sitze in einer Reihe. Dementsprechend ungemütlich ist die Fahrt und ohne viel Schlaf kommen wir morgens um halb fünf un Accra an. Wir nehmen ein Uber nach Hause, wo ich mich ausschlafen kann.
Der Urlaub war zwar nicht billig, aber es hat sich definitiv gelohnt, schließlich habe ich frei lebende Elefanten gesehen!

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