Der Besuch bei den Elefanten

Gestern Nachmittag haben wir noch eine Kanutour gemacht. Wir wurden in ein nahegelegenes Dorf gefahren. Einwohner haben Kanus und haben uns gepaddelt. Das Dorf ist sehr einfach gebaut; kein fließend Wasser, kein Strom und sie wohnen in Lehmhütten. Es leben nur wenige hundert Menschen dort, die meisten arbeiten auf Feldern und verkaufen ihr geerntetes Gemüse. Sie haben sogar eine Schule, allerdings nur für die Jüngeren, für eine weiterführende Schule muss man wegziehen.
Wir werden zum Fluss gebracht, allerdings steht das Wasser überwiegend. Kinder tragen mit Wasser gefüllten Schüsseln auf dem Kopf zum Dorf. Uns wird erklärt, dass alle dieses Wasser trinken. Ich schaue skeptisch auf den braunen, abgestandenen Fluss. Auf der Oberfläche ist eine dünne Schicht von dem roten Sand bzw Staub, wenn das Paddel in das Wasser sticht, sieht man, wie sich das braune mit dem roten verwirbelt. Auf unser Tour sehen wir viele Vögel, einige Affen und einer der Guides meint, ein Krokodil gesehen zu haben. Nach zwanzig Minuten drehen wir um und paddeln den selben Weg zurück. Die Bäume wachsen über den Fluss wie Brücken, manche Wurzeln reichen in das Wasser, sodass man gelegentlich etwas am Boden des Kanus hört.
Schneller als erwartet ist die Tour vorbei und wir sind wieder zurück. Außer dem Abendessen passiert nicht mehr viel.

Den nächsten Tag beginnen wir wieder Früh. Direkt nach dem Frühstück fahren wir, zusammen mit einem Schweizer, erneut auf eine Jeep-Safari. Dieses Mal allerdings länger und weiter. Wir fahren vier Stunden durch den Park. Mal ist die Landschaft geprägt von dichten Bäumen, mal große abgebrannte und trockene Flächen und mal weit gestreckte Grasfelder. Wir sehen wieder Affen, Schweine, Vögel und Antilopen. Büffel gibt es auch, leider sind sie zu sehr versteckt, als dass wir sie sehen können. Am Ende der Tour fahren wir zu einem See, hier finden wir eine Elefantenherde. Wir steigen vom Dach des Jeeps und können den 12 Elefanten beim Trinken und Baden zuschauen. Hunderte Bilder später geht es zurück in unser Zimmer. Obwohl wir uns selbst nicht bewegt haben, ist es trotzdem anstrengend in so einer trockenen Hitze zu sein. Den Rest des Tages verbringe ich größtenteils im Zimmer und entspanne, aber dafür ist Urlaub ja auch da.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.