Unsere Ankunft im Mole Nationalpark

Wir sind am Samstag um halb zwei bei uns zu Hause losgefahren. Dick bepackt geht es mit dem Trotro zum Circle, von da aus fahren die großen Reisebusse. Wir decken uns noch mit Proviant ein, wir haben eine lange Reise vor uns. Wir benutzen noch die örtlich Toilette, die sauberer ist, als so manche in Deutschland. Nachdem wir erst in dem falschen Bus sitzen, haben wir unsere richtigen Plätze gefunden. Ich bin noch nie mit so einem luxuriösen Bus gefahren, drei Sitze in einer Reihe, Beinfreiheit, die ich gar nicht ausnutzen Kann, Fernseher, Klimaanlage, Steckdose und Anschnallgurt. Die sitze könnte man sehr weit nach hinten lehnen, was sogar dank der Beinfreiheit auch kein Problem für den nachfolgenden Sitz wäre. Leider sitzten hinter mir eine Mutter mit drei Kindern, die sich zu viert zwei Sitze teilen. Die Mutter hat sich sofort beschwert, als ich den sitz auch nur ein Stückchen zurück gemacht habe.
Nach ein paar Stunden Fahrt, hält der Bus an einer Raststätte. Ich hätte nicht gedacht, dass es sowas in dieser Form in Ghana gibt. Es gibt saubere Toiletten, Essensstände und Restaurants. Ich kaufe mir ein Eis und es geht weiter. Dank der bequemen Sitze kann ich sogar halbwegs gut schlafen. Nach insgesamt elf Stunden Fahrt, kommen wir um vier Uhr morgens in Tamale, im Norden, an. Wir setzten uns auf Treppen und warten, bis es hell wird. Zwischendurch quatschen uns verschiedene Taxifahrer an, einer von ihnen versucht sich mit uns zu unterhalten, allerdings ist sein Englisch nicht ganz so gut, sodass wir die meiste Zeit aneinander vorbei reden, amüsant ist es aber trotzdem. Kurz vor der Dämmerung nehmen wir ein Taxi zur nächsten Trotro-Station, von da aus nehmen wir ein Trotro Richtung Mole. Allerdings müssen wir zwei Stunden warten, bis das Trotro voll wird. Die anschließenden zwei Stunden Fahrt sind gefühlt viel anstrengender als im Bus, wir alle schlafen immer wieder ein. An der Endstation angekommen, kaufen wir uns noch Essen und Wasser, dann geht es mit dem Taxi zu unserem eigentlichen Ziel: Dem Mole Nationalpark. Um elf Uhr, also nach über 20 Stunden Fahrt sind wir endlich da. Wir hatten uns vorher informiert, wo wir schlafen möchten und hatten uns für Campen entschieden. Wir fragen im Informationszentrum nach, wie das funktionieren würde. Dabei erfahren wir, dass wir das Zelt keden Tag abbauen müssten, weil sonst die Affen alles auseinander nehmen würden. Da ein Gruppenraum im Hotel nicht viel teurer ist, entscheiden wir uns um. Maike und ich schlafen im Frauenzimmer, die Jungs ein Zimmer weiter. Es stehen vier Stockbetten im Raum, noch sind wir zwei aber die einzigen. Wir haben ein eigenes Bad und einen Zugang zur Veranda, von der man den Wald sieht. Wir gehen zu einem Aussichtspunkt, von da aus kann man die Elefanten am See beim Baden beobachten.
Wir ruhen uns etwas aus und am Nachmittag geht es auf die erste Safari. Wir klettern auf einen Jeep, wo oben auf den Dach Bänke geschraubt sind. Dann geht es los; wir fahren durch kleinere Wege durch den Wald und Steppe, dabei können wir Affen, Wildschweine, Adler Antilopen und Elefanten sehen. Allerdings rennen die meisten weg, wenn sie uns hören. Nach der Zwei stündigen Tour haben wir einiges gesehen und viele Bilder gemacht, von denen die meisten leider Busch und Baum, manchmal mit verstecktem Tier, sind.
Komplett übermüdet geht es nach dem Abendessen ab ins Bett.

Der nächste Tag beginnt früh, wie starten um sieben Uhr mit einer Wanderung. Leider sehen wir keine Elefanten, dafür aber wieder Vögel, Krokodile und Antilopen.
Nach dem Frühstück lege ich mich noch mal hin, heute Nachmittag geht es weiter mit einer Kanutour.

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