{"id":285,"date":"2015-12-18T04:14:56","date_gmt":"2015-12-18T03:14:56","guid":{"rendered":"http:\/\/lenka.musikerohnegrenzen.de\/?p=285"},"modified":"2015-12-18T04:14:56","modified_gmt":"2015-12-18T03:14:56","slug":"navidad-navidad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/2015\/12\/18\/navidad-navidad\/","title":{"rendered":"Navidad, navidad"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachten steht vor der T\u00fcr! Und wie wir schon vorgewarnt wurden ist der Dezember voll von Pr\u00e4sentationen. Denn ein Ensemble von wei\u00dfen Menschen bei seiner vorweihnachtlichen Veranstaltung pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen ist fast noch spannender als die Affen im Zoo. Ja, manchmal f\u00fchlt man sich hier wirklich wie ein exotisches Tier, wenn wildfremde Leute sich einfach neben dich stellen, um ein Foto zu machen oder noch besser ein Foto von dir machen, wie du gerade dabei bist ein Foto zu machen.<br \/>\nNeben den vielen Standartauftritten, wie beispielsweise der Einweihung des Weihnachtsbaums im Zentrum, wo erstmal der Strom ausfiel als es endlich losgehen sollte, hatten wir aber auch einen etwas ausgefalleneren &#8222;Gig&#8220;. Nachdem Lea und ich vor einigen Wochen nach dem Tanzen noch zur After Party im Hotel Titopolis eingeladen wurden, kam ich mit dem noch recht jungen Besitzer ins Gespr\u00e4ch. Etwa drei Wochen sp\u00e4ter suchte er mich dann ganz verzweifelt in ganz Playas, um zu fragen ob wir Deutschen Samstag Abend nicht einige Songs f\u00fcr ihn spielen k\u00f6nnten. Er war gerade dabei seine Website neu zu gestalten und hatte f\u00fcr Samstag schon eine Kamerafrau engagiert, die aktuelle Fotos und Videos vom Hotel machen sollte. Nun fehlte ihm wohl nur noch die Band als das gewisse Etwas. Erst schob ich etwas Panik, ob wir es in vier Tagen neben dem Unterrichten noch hinkiegen ein paar Songs mit Gitarre und Gesang einzustudieren. Aber zum Gl\u00fcck stellte das letzten Endes kein Problem dar, da wir M\u00e4dels schon einiges auf dem Kasten hatten, was Niklas auch ganz easy auf Gitarre begleiten konnte. Letztendlich lief dann sowieso alles ganz anders als vorgestellt. (Wie so oft in Ecuador.) Aenne und ich waren \u00fcberp\u00fcnklich um 18:00 Uhr am Start, um die Technik schonmal aufzubauen. Jedoch warteten wir noch ziemlich lange auf die Box. Und als die Technik dann gl\u00fccklich irgendwann stand, entschieden wir es doch lieber unpluged zu machen. Ziemlich bald war auch klar, dass es keinen Andrang an Publikum geben w\u00fcrde. Das Publikum bestand letzten Endes aus dem Besitzer, drei weiteren Personen und einer jungen Frau, die f\u00fcr die Kamera zust\u00e4ndig war. Ganz kann ich ja nicht glauben, dass sie das wirklich Hauptberuflich macht. W\u00e4hrend sie uns bei einem Gl\u00e4schen Wein zuh\u00f6rten, stand eine Kamera hinter den Zuschauern, eine Go-Cam vor ihnen und ab und zu wurde das Iphone gez\u00fcckt um einige Aufnahmen zu machen. Meines Erachtens in den unpassendsten Momenten. So schlecht das alles auch klingen mag, ich fand den Auftritt echt super! Herrlich entspannend, zufriedenes Publikum und im Anschluss hervorragendes Essen, das uns nach dem monatelangem Reis ziemlich gut tat. Es ist nie schlecht seine Connections hier zu haben, denn dadurch, dass ich mich etwas mit dem Besitzer des Hotels angefreundet hatte, lernte ich eine gute Woche sp\u00e4ter den Ocean Club von Playas kennen. Dabei handelt es sich um Apartments mit eigenem Strandabschnitt und Pool f\u00fcr diejenigen, dies etwas dicker haben. Leider hatte ich nur eine knappe Stunde Zeit, um meine Zeit dort zu genie\u00dfen, aber ich bin recht zuversichtlich, dass sich nochmal eine Gelegenheit ergibt.<br \/>\nSo interessant und spannend ich das normale ecuadorianische Leben auch finde, immer wieder sehe ich mich in gewohnte Situationen &#8222;fl\u00fcchten&#8220;. Als Aenne und ich eines Tages den Laden von Tom und Becky, einem Ehepaar, das urspr\u00fcnglich aus Texas kommt, entdeckten, war es um uns geschehen. Die Einrichtung, die im Hintergrund laufende Jazzmusik, Cheesecake, Smoothies, Kaffee (!) brachte uns ein St\u00fcck Heimat nach Playas. Generell bin ich hier immer und st\u00e4ndig auf der Suche nach ausgefallenen L\u00e4den, die im besten Fall normalen Kaffee verkaufen. Bisher wurde ich jedoch nur bei &#8218;Tom und Becky&#8216; und bei der Pasteleria von der Familie meines belgischen Saxophonsch\u00fclers f\u00fcndig. Und beide Gesch\u00e4fte haben leider blo\u00df am Wochenende ge\u00f6ffnet. Fest steht, w\u00fcrde ich hier wohnen, w\u00e4re eine Espressomaschine meine erste Investition.<br \/>\nAber zur\u00fcck zum ecuadorianischen Lifestyle: Im letzten Monat habe ich ein paar typische Fiestas miterleben d\u00fcrfen. Ich hatte die Ehre, Gast bei der Geburtstagsfeier von Aennes kleinem Gastbruder zu sein und war gezwungen zur Tauffeier eines Verwandten aus meiner Familie zu gehen, nachdem unsere Reise nach Salinas ins Wasser fiel. Egal um welche Art von Feier es sich handelt, im Gro\u00dfen und Ganzen l\u00e4uft es immer gleich ab: Es werden Plastikst\u00fchle im Kreis aufgestellt, die G\u00e4ste trudeln nach und nach in einer Zeitspanne von mehreren Stunden ein und die Musik wird schrecklich laut aus schlechten Boxen oder auch einfach den PC-Boxen abgespielt, sodass sich keiner unterhalten kann. Es wird Essen auf Papptellern verteilt. Zwischendurch laufen irgendwelche Kinder mit Snacks oder Cola vorbei, die du im Normalfall gezwungen bist anzunehmen. W\u00e4hrend die meisten schweigend eine Speise nach der anderen verschlingen und neue G\u00e4ste total overdressed eintrudeln, fangen die ersten dann auch schon in Mitten des Stulkreises an zu tanzen. Auch wenn man echt Null Bock hat seinen Platz zu verlassen, wo man sich so wunderbar unbeobachtet f\u00fchlt, wird man als wei\u00dfe Person leider sofort dazu aufgefordert zu tanzen. &#8222;Baila, baila!&#8220; wird man dann im Minutentakt nach dem Moto &#8218;Tanzt bitches, der K\u00f6nig hat Laune&#8216; doof von der Seite angeschw\u00e4tzt. Mir kommt es jedes Mal so vor, als w\u00fcrden sich die Leute mit diesem Tanzen die gute Stimmung erzwingen wollen. Doch dies geschieht meist erst im Laufe des Abends mir ansteigendem Alkoholpegel.<br \/>\nN\u00e4chestes Wochenende geht es jedoch ganz ungezwungen nach Guayaquil, um unsere Kollegen im Guasmo zu besuchen. Dar\u00fcber, \u00fcber Weihnachten, Silvester, unsere vorstehende Reiseplanung und vieles mehr werde ich dann in meinem n\u00e4chsten Beitrag berichten.<\/p>\n<p><p>no images were found<\/p>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten steht vor der T\u00fcr! Und wie wir schon vorgewarnt wurden ist der Dezember voll von Pr\u00e4sentationen. 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