{"id":278,"date":"2015-11-12T05:22:38","date_gmt":"2015-11-12T04:22:38","guid":{"rendered":"http:\/\/lenka.musikerohnegrenzen.de\/?p=278"},"modified":"2015-11-12T05:22:38","modified_gmt":"2015-11-12T04:22:38","slug":"nutze-die-feiertage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/2015\/11\/12\/nutze-die-feiertage\/","title":{"rendered":"Nutze die Feiertage!"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center\">Der 2. &amp; 3. November waren bekanntlich Feiertage. Diese Tage nutzen die Ecuadorianer um der Toten zu gedenken und -weil es der Brauch so will- das Lieblingsessen der Toten zu kochen und an deren Gr\u00e4bern zu verspei\u00dfen. Was wir Deutschen erst Donnerstag zuvor erfuhren war, dass das Geb\u00e4ude der Musikschule, das sonst 24 Stunden nonstop \u00fcberwacht wird, an diesen Tagen geschlossen sein sollte und uns somit ein verl\u00e4ngertes Wochenende bevorstand. Leicht angenervt, weil wir immer die letzten sind, die wichtige Infos erhalten, versuchten wir dann also auf den letzten Dr\u00fccker eine Reise zu organisieren, um die freie Zeit sinnvoll zu nutzen. Da sich jedoch bisher noch keiner von uns f\u00fcnf als Organisationstalent entpuppt hat, beschlossen wir mit einem so ungef\u00e4hren Plan am Samstag um 11:00 Uhr erstmal einen Bus nach Guayaquil zu nehmen. Und da man Busverbindungen in Ecuador nicht vorab im Internet auschecken kann, war viel mehr auch nicht m\u00f6glich. In Begleitung von drei Eccis brauchten wir uns dann letztendlich eh um nichts k\u00fcmmern. Nachdem um 12:00 Uhr dann gl\u00fccklich alle (nach einer durchtanzten Halloweennacht) am Terminal von Playas ankamen, konnte die Reise endlich losgehen; ein bisschen Busfahren, ein bisschen auf der Ladefl\u00e4che eines Taxis und wir standen vor der Wohnung von Niklas Gastbruder Pedro. Ein Vorteil, wenn man mit Eccis verreist: Sie haben gesch\u00e4tzt \u00fcberall \u00fcber Ecuador verteilt Familie, wo man mal f\u00fcr eine Nacht unterkommen kann und spart sich die 8$ f\u00fcrs Hostel. Nachteil: Sie haben drei Mal am Tag hunger auf eine richtige Malzeit und da man sich gezwungen f\u00fchlt auch etwas mitzuessen, ist das eingesparte Geld auch schon wieder weg.<br \/>\nSchnell wurde die Wohnung geputzt und das Matratzenlager aufgebaut, sodass wir uns mit dem Taxi auf den Weg in den <em>Parque<\/em>\u00a0<em>Historico<\/em>\u00a0machen konnten. Generell sind wir in Guayaquil sehr viel Taxi gefahren und ich war ziemlich erstaunt dar\u00fcber, dass sich die Taxifahrer ohne Navi \u00fcberhaupt zurechtfinden. Eine Stra\u00dfe gleicht der anderen und nach jeder Kreuzung h\u00e4tte ich behaupten k\u00f6nnen, wir w\u00e4ren gerade eben erst vorbei gefahren. \u00dcbrigens kamen wir auch am Friedhof von Guayaquil vorbei und was f\u00fcr eine Menschenmenge sich dort befand war sagenhaft. Die Friedh\u00f6fe hier gleichen eher mit Plastikblumen geschm\u00fcckten Leichenhallen im Freien. Das was in Deutschland unter der Erde verschabt wird, wird hier in die H\u00f6he gestapelt. So entt\u00e4uscht bin ich jedenfalls nicht, dass ich das gro\u00dfe Grabessen verpasst habe.<br \/>\nEgal was ich jemals \u00fcber Guayaquil gesagt habe, der <em>Parque Historico<\/em> steht im kompletten Kontrast dazu: Ruhig, gr\u00fcn, und entspannend. Es ist ein kleiner Park in dem sich Geschichte, Schauspiel und Natur vereinen. Leider hatten wir etwas Zeitdruck, sodass es \u201cnur\u201d f\u00fcr einen gem\u00fctlichen Spaziergang durch den dschungleartigen Tiergarten gereicht hat. Kurz mit einem Reiswassergetr\u00e4nk gest\u00e4rkt ging es dann weiter ins K\u00fcnstlerviertel von Guayaquil. Bevor es total dunkel wurde wollten wir die vielen Stufen von <strong>Las Pe\u00f1as<\/strong> erklimmen, um dann oben einen wundervollen Ausblick \u00fcber das n\u00e4chtliche Guayaquil genie\u00dfen zu k\u00f6nnen, das mir aus dieser Perspektive pl\u00f6tzlich so ruhig und ungef\u00e4hrlich erschien. Vorbei an den vielen H\u00e4ndlern, die uns &#8222;agua&#8220; oder das f\u00fcr diese Feiertage typische Getr\u00e4nk \u201cColada morada\u201d andrehen wollten, ging es dann \u00fcber die Uferpromenade <strong>Malecon<\/strong> zur\u00fcck richtung Wohnung.<br \/>\nNach l\u00e4ngerer Zeit mal wieder richtig ausgeschlafen und gl\u00fccklich dar\u00fcber, endlich mal wieder einen richtigen Kaffee getrunken zu haben, ging es auf in die pure Natur. Unser Ziel war das mit dem Bus zwei ein halb Stunden entfernte <strong>Balzapamba.<\/strong> Ein Hostel war schnell gefunden. Genauso wie ein Guide, der uns f\u00fcr insgesammt 8$ Montagabend und Dienstag von einem atemberaubenden Ort zum n\u00e4chsten entf\u00fchrte. Staubfreie Luft und keine Autoger\u00e4usche waren wir schon gar nicht mehr gewohnt. Wir konnten uns von der Landschaft, die von Bergen, Bananenb\u00e4umen und Wasserf\u00e4llen gepr\u00e4gt war gar nicht satt sehen. Fast schon etwas traurig machten wir uns Dienstagabend auf den R\u00fcckweg in unsere Gastfamilien, wo wir wieder herzlich empfangen wurden. Fest stand allerdings, dass die n\u00e4chste Reise bald folgen muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 2. &amp; 3. November waren bekanntlich Feiertage. Diese Tage nutzen die Ecuadorianer um der Toten zu gedenken und -weil es der Brauch so will- das Lieblingsessen der Toten zu [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":32,"featured_media":279,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-content\/uploads\/sites\/27\/2015\/11\/Foto-2.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/users\/32"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=278"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/278\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/media\/279"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=278"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/lenkastepanek\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}