El día de la madre
(Dies ist ein Repost des Beitrags vom 17.05., da dieser leider auf mir unerklärliche Weise von dieser Seite verschwunden ist.)
Am 12. Mai war hier in Playas, genauso wie in Deutschland, Muttertag. Anders als in Deutschland wird dieser hier aber ziemlich groß gefeiert. Es wurde schon vorher in meiner Familie viel darüber gesprochen, und meine Schülerin Yulexi fing früh an, mit mir ein Stück für den Muttertag zu üben.
Am Samstagabend vor dem Muttertag wollte Yulexi dann ihr Stück vorspielen. Morgens schrieb sie mir, dass sie sehr aufgeregt sei und fragte mich, ob ich sie beim Vorspielen begleiten könne. So holte mich am Abend ihre Familie ab. Bei ihnen zu Hause angekommen bekam ich leckere Empanadas zu essen, übte noch einmal mit Yulexi und durfte bei der Probe ihrer Tanzgruppe zuschauen. Auf dem Straßenfest in der Nachbarschaft spielten Yulexi und ich schließlich vor, Yulexi ließ mich vor lauter Aufregung allerdings mehr oder weniger im Stich, sodass ich mich in der absurden Situation wiederfand, mitten in Ecuador nachts auf der Straße die Bauernkantate zu spielen. Anschließend wurde ich eingeladen, mir noch die anderen Beiträge des Abends anzuschauen. Es wurden ältere Frauen auf Grund des Muttertags geehrt und bekamen Blumen und Schokolade. Außerdem sang ein kleiner Junge und die Tanzgruppe von Yulexi und ihren Brüdern trat auf. Nach diesem schönen Abend bestand Yulexis Mutter darauf, mich nach Hause zu bringen. Dies stellte sich aber als schwieriger heraus, da ich mein Fahrrad dabeihatte. Mit Fahrrad und Geige auf dem Schoß fuhren wir in einem etwas wackeligen, kleinen Tricimoto (dreirädriges kleines Taxi) zu mir nach Hause.
Zuhause angekommen war ich eigentlich schon ziemlich satt vom leckeren Essen bei Xulexi. Anlässlich des morgigen Muttertags gab es bei uns aber, zusammen mit mehreren Nachbarn, ein Spaghetti-Essen. Ich wurde direkt eingeladen, mich mit an einen Tisch zu setzen, und mir wurde ein Teller Spaghetti gebracht. Bis spät abends saßen wir draußen und unterhielten uns. Es war schön und das Essen schmeckte sehr lecker.
Am nächsten Tag besuchte ich mit den anderen Freiwilligen unsere Familien. Wir überreichten den Müttern unsere selbstgebackenen Muttertags-Kekse. Auch Marisol, meiner Gastmutter, brachten wir die Kekse. Sie freute sich sehr und probierte sie gleich.
Abends waren bei uns alle Familienmitglieder eingeladen. Da Marisol zwei ältere Töchter und einen älteren Sohn hat, die extra aus anderen Städten zu Besuch kamen, waren wir relativ viele Leute. Wir aßen zusammen, redeten und es wurde Karaoke gesungen. Nach einiger Zeit wollte die anderen unbedingt, dass ich auch etwas Deutsches singe. Zuerst traute ich mich nicht, aber dann machte es richtig Spaß. Später sangen wir zusammen ein spanisches Lied und es war richtig schön, mit allen Familienmitgliedern zusammen zu feiern.

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