{"id":271,"date":"2016-04-11T21:28:13","date_gmt":"2016-04-11T19:28:13","guid":{"rendered":"http:\/\/musica-en-paradis.musikerohnegrenzen.de\/?p=271"},"modified":"2016-04-11T21:28:13","modified_gmt":"2016-04-11T19:28:13","slug":"von-loechern-und-den-schoensten-dingen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/joshuakaewnetara\/2016\/04\/11\/von-loechern-und-den-schoensten-dingen-der-welt\/","title":{"rendered":"Von L\u00f6chern und den sch\u00f6nsten Dingen der Welt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Ich habe gerade zwei der sch\u00f6nsten, aber auch h\u00e4rtesten Wochen hinter mir. Vorbereitungsseminar, Musikmesse und die MoG-Feier liegen habe ich bestritten. Ich hatte keine Ruhe, habe wenig geschlafen, habe immer im Moment gelebt und mir keine Gedanken dar\u00fcber gemacht, was nach diesen zwei Wochen kommt. Viel Gedanken w\u00e4ren auch nicht zusammengekommen, denn ich wei\u00df jetzt was erstmal danach kommt: Nichts. Ein Loch, in das ich jedes Mal falle, wenn ich von MoG-Treffen oder Seminaren komme. Ich kenne dieses Loch inzwischen sehr gut, aber bis jetzt habe ich keinen Weg gefunden eine Br\u00fccke zu bauen oder das Loch zu f\u00fcllen. Ich wei\u00df auch gar nicht ob ich das m\u00f6chte. Das Loch geh\u00f6rt irgendwie dazu. Hinter jedem Berg muss schlie\u00dflich auch irgendwann ein Tal kommen, sonst w\u00fcrde er sich nicht aus der Landschaft abheben. Au\u00dferdem wird mir so jedes Mal bewusst, was f\u00fcr eine unglaubliche Zeit ich gerade hinter mir habe und was f\u00fcr coole Menschen das sind, f\u00fcr die\u00a0ich die tiefste Dankbarkeit empfinde. F\u00fcr alle die auf dem Seminar, der Musikmesse und der Party so hart gearbeitet und das alles m\u00f6glich gemacht haben, ihr seid die heftigsten, coolsten und gro\u00dfartigsten Menschen \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bin die letzten Tage mehrfach an meine Grenzen gekommen, sowohl k\u00f6rperlich als auch emotional. Ein paar Mal habe ich gedacht: \u201eOk Joshi, das war\u2018s, du bist fertig mit der Welt.\u201c Meine Beine haben geschmerzt, mein Kopf war Matsche und aus meinem Mund kam nur noch Schwachsinn. Samstagmittag, vor unserer Feier, war ich der festen \u00dcberzeugung, dass ich h\u00f6chstens eine oder zwei Stunden schaffe und dann tot umfalle. Naja, es wurden einige Stunden mehr und offensichtlich lebe ich auch noch. Wenn man einfach die besten Menschen der Welt um sich hat, dann ist es auch idiotisch so etwas\u00a0wegen Ersch\u00f6pfung zu vers\u00e4umen. Und wenn dann auch noch die sexieste MoG-Band, die das Universum je gesehen hat die B\u00fchne rockt, dann ist die M\u00fcdigkeit vergessen und es wird getanzt. MoG hat mich dieses Wochenende \u00fcber meine eigenen Grenzen hinweggebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich sitze gerade neben dem Audimax in Hamburg auf der Wiese. Die Sonne scheint und um mich herum sind viele Studenten, die das au\u00dfergew\u00f6hnliche Ph\u00e4nomen der \u201eSonne in Hamburg\u201c zu genie\u00dfen scheinen. Trotz des Lebens auf dem Campus f\u00fchlt es sich nicht lebendig an. Es fehlt die Lebensfreude, die Ausgelassenheit, diese Gemeinschaft, einfach dieses Gef\u00fchl, wie ich es nur von MoG kenne. Ich vermisse die bedingungslose Freundschaft und Zuneigung, die nicht nur Zweckm\u00e4\u00dfigkeit und dem Vorhandensein von N\u00e4he entspringt. Ich will \u00fcber die wirklich sch\u00f6nen Dinge im Leben reden, oder einfach nur tanzen. Ich m\u00f6chte dar\u00fcber reden, was ich gerade alles erlebt habe, aber das kann ich nur mit Leuten tun, die es mit mir erlebt haben, weil es kein anderer sonst versteht. Viele wollen es auch gar nicht verstehen. Ich kann es aber auch nicht wirklich erkl\u00e4ren. Es f\u00fchlt sich aber an, als w\u00fcrde man sich zwischenzeitlich komplett aus der Welt ausklinken und in eine andere tauchen. Eine traumhafte Welt, aus der man aufwacht und das Gef\u00fchl hat, es war ewig lang und sich w\u00fcnscht wieder zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die MoG-Gemeinschaft findet sich zusammen und man hat das Gef\u00fchl jeden schon ewig zu kennen und es ist eine so tiefe Vertrauensbasis da, wie man sie gerade mal bei langen Freunden hat. Aber genauso schnell, wie man sich zusammenfindet, verabschiedet man sich wieder. Jedoch wird man das Gef\u00fchl der Verbundenheit nicht los, was den Alltag so absurd unwichtig erscheinen l\u00e4sst. Man kommt unweigerlich zu den grunds\u00e4tzlichsten Fragen und der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und ich werde mir von Mal zu Mal sicherer, dass ich inzwischen viele dieser Fragen beantworten kann. Und in fast jeder Antwort findet sich MoG wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es f\u00e4llt mir unglaublich schwer meine Erfahrungen und Gef\u00fchle in Worte zu fassen, aber wie soll man auch etwas beschreiben, was so unvergleichbar, einzigartig aber auch ungreifbar ist? Aber ich wei\u00df, dass eine Menge MoGs dieses Gef\u00fchl teilen und das macht mich so unglaublich verbunden mit ihnen. Zum Abschluss m\u00f6chte ich Jana K\u00f6hler, die gr\u00f6\u00dfte Alltagsphilosophin unserer Epoche zitieren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\u201eGeld ist nicht das Wichtigste in der Welt, sondern was anderes.\u201c<br \/>\n\u201eWas denn?\u201c<br \/>\n\u201eMoG\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe gerade zwei der sch\u00f6nsten, aber auch h\u00e4rtesten Wochen hinter mir. Vorbereitungsseminar, Musikmesse und die MoG-Feier liegen habe ich bestritten. 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