{"id":252,"date":"2015-03-28T13:36:14","date_gmt":"2015-03-28T11:36:14","guid":{"rendered":"http:\/\/musica-en-paradis.musikerohnegrenzen.de\/?p=252"},"modified":"2015-03-28T13:36:14","modified_gmt":"2015-03-28T11:36:14","slug":"das-mog-gefuehl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/joshuakaewnetara\/2015\/03\/28\/das-mog-gefuehl\/","title":{"rendered":"Das MoG-Gef\u00fchl"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Ich habe lange \u00fcberlegt, ob man das, wor\u00fcber ich nun schreiben m\u00f6chte \u00fcberhaupt in Worte fassen kann. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht geht, dennoch versuche ich es.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es ist immer schwierig ein Gef\u00fchl zu beschreiben. Man kann zwar Vergleiche bringen, aber die kann auch nur derjenige verstehen, der in vergleichbaren Situationen war. Und ich wage einfach mal zu behaupten, dass jeder, der nicht selbst ein Teil von MoG ist, mich nicht oder nur ansatzweise verstehen wird. Ihr werdet mich bel\u00e4cheln und sagen: \u201aDer \u00fcbertreibt, der hat doch keine Ahnung vom Leben\u2018. Oder sonst was in die Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es ist schwierig anzufangen. Am sinnvollsten ist es also, wenn ich am tats\u00e4chlichen Anfang beginne, dort als ich das erste Mal dieses Gef\u00fchl von Euphorie f\u00fcr MoG hatte. Das war vor einem dreiviertel Jahr, n\u00e4mlich nach dem Vorbereitungsseminar in Stelle, bei Hamburg. Noch nie vorher hatte ich auf Anhieb so viele sympathische und coole Menschen kennen gelernt. H\u00e4ufig im Leben trifft man auf gro\u00dfe Gruppen von Menschen, die man noch nicht kennt. Meist findet man schnell ein paar, mit denen man sich arrangieren kann und manchmal entstehen sogar tiefe Freundschaften. Dennoch hat man immer jede Menge Leute dabei, mit denen man jetzt nicht gerade auf Weltreise starten w\u00fcrde. Was ich damit sagen m\u00f6chte ist: Das war schon ein verdammt verr\u00fcckter Haufen von coolen Menschen und das sch\u00f6nste war, dass ich einfach ich selbst sein konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jeder dem ich nach meiner R\u00fcckkehr davon erz\u00e4hlte, bekam zu h\u00f6ren wie toll ich das fand. Damals hielt ich dieses Gef\u00fchl f\u00fcr eine Mischung aus Erleichterung, dass ich mein n\u00e4chstes Jahr mit coolen Leuten verbringen w\u00fcrde, jeder Menge Vorfreude auf Ecuador und es war einfach mal eine Flucht aus meinem vom Abitur bestimmten Alltag. Ich glaube es trifft es am besten, wenn ich es als eine Euphorie bezeichne, denn genau das war es. Es war ein absolutes Hochgef\u00fchl, meine Stimmung stieg jedes Mal, wenn ich vom Seminar, oder von MoG, dessen Bild zu der Zeit noch ausschlie\u00dflich vom Seminar gepr\u00e4gt war, sprach in den Himmel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Erstaunlicherweise\u00a0 verlor sich das Gef\u00fchl ein wenig, als ich dann tats\u00e4chlich im Einsatz war. Aber da war sowieso alles anders. Ein absolutes Gef\u00fchlschaos und bei vielen davon wei\u00df ich bis heute nicht, wie ich sie interpretieren sollte. Dort versp\u00fcrte ich ebenfalls eine Euphorie, die aber einen anderen Ursprung hatte. Wirklich wieder kam dieses urspr\u00fcngliche Gef\u00fchl erst wieder im November letzten Jahres auf dem Nachbereitungsseminar. Es war wie das Vorbereitungsseminar. Nur intensiver. Ich kannte einen Teil der Gesichter schon. Und ich mochte jeden der da war!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Man f\u00fchlt sich einfach unter Seelenverwandten, wird verstanden, wenn man etwas erz\u00e4hlt. Wir sa\u00dfen bis sp\u00e4t in die Nacht zusammen, haben Geschichten erz\u00e4hlt und uns einfach Gesellschaft geleistet. Und wir haben gelacht. Jede Menge. Und alles war so sch\u00f6n, dass es an einem vorbei flog, in einer Geschwindigkeit, die so sch\u00f6nen Momenten einfach nicht gerecht werden konnte. Es gibt keine einzelne Situation, die diese Atmosph\u00e4re beschreibt und es ist schwierig zu sagen, was das Beste an diesen paar Tagen war. Es war das Gesamtpaket. Pr\u00e4gend im Kopf geblieben ist mir jedoch der Abend, an dem ein paar als Band Musik gemacht haben, wir dazu zusammen mit den Behinderten, in deren Wohn- und Arbeitsgemeinschaft wir unterkamen, tanzten und anschlie\u00dfend bei Wein und K\u00e4se zusammen sa\u00dfen. Ich glaube, dass dieses Beispiel euch am ehesten eine Vorstellung von allem gibt. Ich k\u00f6nnte noch viel mehr von solchen Momenten aufz\u00e4hlen, aber f\u00fcr andere sind es einfach nur irgendwelche Momente, w\u00e4hrend sie f\u00fcr einen selbst gro\u00dfe Bedeutung haben. Ich selbst hatte es ja auch nicht immer leicht da dr\u00fcben und irgendwie war f\u00fcr mich ja auch ein Traum geplatzt, als ich wegen Dengue dann pl\u00f6tzlich meine Reise abbrechen musste. Es tat unglaublich gut, dass ich endlich mal dar\u00fcber reden konnte mit Leuten, die einen verstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">MoG ist eine Gemeinschaft die \u00fcber das zusammen Rumh\u00e4ngen hinausgeht. Alle teilen die Begeisterung f\u00fcr Musik. Alle haben eine soziale Ader. Und alle sind weltoffen und tolerant. Ich kann es nicht beschreiben und doch ist es eindeutig f\u00fcr mich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ihr werdet wahrscheinlich nicht ganz schlau aus diesem kleinen Text, aber ich glaube ich konnte euch ganz gut zeigen, wie begeistert ich von Musiker ohne Grenzen bin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe lange \u00fcberlegt, ob man das, wor\u00fcber ich nun schreiben m\u00f6chte \u00fcberhaupt in Worte fassen kann. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht geht, dennoch versuche ich es. Es ist immer schwierig ein Gef\u00fchl zu beschreiben. 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