{"id":1321,"date":"2018-03-20T14:35:27","date_gmt":"2018-03-20T19:35:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/?p=1321"},"modified":"2018-03-20T14:35:27","modified_gmt":"2018-03-20T19:35:27","slug":"bastelstunde-und-eilmeldung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/2018\/03\/20\/bastelstunde-und-eilmeldung\/","title":{"rendered":"Bastelstunde und Eilmeldung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Eilmeldung: Am 18. M\u00e4rz 2018 verschafften sich zwei deutsche Freiwillige unbewilligten Zutritt in ein Luxushotel an der Uferpromenade von Guayaquil, Ecuador, unter Angabe falscher Identit\u00e4t. Sie gaben sich als franz\u00f6sisches Br\u00fcderpaar aus und nannten sich Fran\u00e7ois und Pierre. Unklar bleibt das Tatmotiv, da die beiden Neunzahnj\u00e4hrigen nichts stahlen oder sonstige Straftaten begangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Tats\u00e4chlich war es schon lange mein Wunsch gewesen, den gr\u00f6\u00dften Wolkenkratzer der City zu besteigen. Der Ausblick von dem futuristisch anmutenden Geb\u00e4ude zog mich magisch an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><img loading=\"lazy\" class=\"irc_mi aligncenter\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/e41ef2ad9891d7dd1442-94bb8684ffa0a53fb3624a3fb44b51a2.ssl.cf1.rackcdn.com\/cliente\/16286\/fotosproductos\/departamento-residencial-en-renta-en-norte-de-guayaquil-guayaquil-4320.jpg?resize=364%2C239&#038;ssl=1\" alt=\"Bildergebnis f\u00fcr torres bellini\" width=\"364\" height=\"239\"  data-recalc-dims=\"1\"><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Sonntag schien daf\u00fcr ein g\u00fcnst&#8217;ger Augenblick gekommen zu sein. Badman war bereit und der Abend war frei. So zogen wir pikfein gemacht, damit wir auch ja reinkamen, los. Am Hotel angekommen pirschten wir vorerst um das Geb\u00e4ude, um gut vorbereitet zu sein. Die W\u00e4chter be\u00e4ugten uns schon argw\u00f6hnisch. Wir legten uns unser Alibi sorgf\u00e4ltig zurecht und betraten laut tratschend die Eingangshalle, steuerten, wie besprochen, am Tresen vorbei und direkt zum Aufzug, wo wir vorerst vor den Blicken der Hotelpagen sicher waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir konnten unser Gl\u00fcck nicht fassen, dass alles so reibungslos funktioniert hatte &#8211; bis &#8211; wir feststellten, dass der Lift nicht fuhr. Was war los? Hatten sie uns durchschaut und sorgten jetzt daf\u00fcr, dass der Aufzug nicht fuhr? War der Aufzug kaputt? (Was wir uns bei diesem Luxushotel nicht vorstellen konnten) Brauchte man eine Chipkarte?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zwei Upper-Class-Jungs, denen Badman verschw\u00f6rerisch zuzischte, gaben uns die Auskunft, dass man tats\u00e4chlich die Karte brauchte. Also nahmen wir allen Mut zusammen und fragten die Hotelpagen, ob sie uns hochfahren k\u00f6nnten. &#8222;Wohin wollt ihr?&#8220;, fragte uns der eine. &#8222;Ganz nach oben.&#8220;, antworteten wir. Argw\u00f6hnisch hakte er nach, welche Zimmernummer wir denn h\u00e4tten. Mir rutschte das Herz in die Hose und Badman neben mir meinte: &#8222;Uno&#8220;. Die Augenbraue des W\u00e4rters hob sich. Ich sah ihn uns schon rauswerfen. Ich stammelte irgendwas von unseren Eltern und versuchte es auf die Verw\u00f6hnte-Bengel-ohne-Plan-vom-Leben-Tour. Da hinten wohnten wir beteuerte ich mit dem Daumen auf ein Zimmer weisend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Wie in einem Wunder nickte der W\u00e4rter verstehend und brachte uns zum Lift. Dass das Zimmer, auf das ich gezeigt hatte, eigentlich ein Kino war, schien ihn nicht zu st\u00f6ren. Hastig schossen wir folgendes Beweisfoto:<\/p>\n<div id=\"attachment_1325\" style=\"width: 3082px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1325\" data-attachment-id=\"1325\" data-permalink=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/2018\/03\/20\/bastelstunde-und-eilmeldung\/img_0405\/\" data-orig-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?fit=3072%2C2304&amp;ssl=1\" data-orig-size=\"3072,2304\" data-comments-opened=\"1\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;2.8&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;Canon DIGITAL IXUS 70&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1521403916&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;5.8&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0166666666667&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}\" data-image-title=\"IMG_0405\" data-image-description=\"\" data-image-caption=\"\" data-medium-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?fit=300%2C225&amp;ssl=1\" data-large-file=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?fit=680%2C510&amp;ssl=1\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1325 size-full\" src=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?resize=680%2C510&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"680\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?w=3072&amp;ssl=1 3072w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?w=1360&amp;ssl=1 1360w, https:\/\/i2.wp.com\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/wp-content\/uploads\/sites\/31\/2018\/03\/IMG_0405.jpg?w=2040&amp;ssl=1 2040w\" sizes=\"(max-width: 680px) 100vw, 680px\" data-recalc-dims=\"1\" \/><p id=\"caption-attachment-1325\" class=\"wp-caption-text\">WANTED!<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\">Wir kamen leider nicht ganz nach oben, weil zwischendrin Hotelg\u00e4ste zustiegen und fr\u00fcher raus wollten. Wir ohne Chipkarte konnten nicht weiterfahren. So kamen wir immerhin in den Genuss der Dachterrasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ein Pool, Liegest\u00fchle, ein Fitnessstudio, Blick auf den <em>R\u00edo Guayas <\/em>und links und rechts schossen die Hausw\u00e4nde in die H\u00f6he. Das war leider schon alles, ich litt etwas unter dem <a href=\"https:\/\/blogs.musikerohnegrenzen.de\/constantinsiebert\/2017\/12\/25\/team-guayas-vs-coto\/\">Cotopaxi<\/a>-Trauma, schon wieder einen Traum um Haaresbreite verfehlt, aber wir hatten unseren Adrenalinkick gehabt und immer hin waren wir \u00fcberhaupt reingekommen. Wenn man es sich vern\u00fcnftig \u00fcberlegte, war es ja auch recht unwahrscheinlich gewesen, dass dieses Vorhaben ein als Erfolg in diesen Blog eingegangen w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Vormittag war ich mit Jose Fabio, dem Nachwuchsstar der Musikschule in der Bank gewesen, um ein E-Piano f\u00fcr ihn zu bezahlen. Er ist Teil des Instrumentenpatenschaftsprojekts, das so funktioniert, dass ein deutscher Spender einem Sch\u00fcler ein Instrument spendet, dieser sich aber auch finanziell am Kauf beteiligt. So soll verhindert werden, dass die Sch\u00fcler das Instrument nicht wirklich nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mir war das Geld der Spender von Jose Fabio \u00fcberwiesen worden, da dies \u00fcber ein deutsches Konto leichter ist, und zusammen sollten wir dann das gew\u00fcnschte Instrument besorgen. Jose Fabio hatte auf einer Internetplattform ein Piano gefunden, das ihm zusagte und so machten wir uns auf, um das Geld zu \u00fcberweisen. In der ersten Bank (<em>Banco Internacional<\/em>) hatten wir keinen Erfolg, da der Empf\u00e4nger bei der <em>Banco Pichincha <\/em>sein Konto hatte. Ich konnte kaum glauben, dass man <em>nur <\/em>von der <em>Banco Pichincha<\/em> aus das Geld \u00fcberweisen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Aber scheinbar war dies der Fall, da wir, nachdem wir zu einer anderen Shopping-Mall gepilgert waren und ich mich eine geschlagene Stunde in die nicht enden wollende Schlange gestellt hatte und mich Kritzeleien, Brillen, Ketten und Uhren der anstehenden Leute z\u00e4hlen und k\u00f6rperlichen, sowie kognitiven Ert\u00fcchtigungen hingegeben hatte, konnten wir das Geld tats\u00e4chlich \u00fcberweisen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Am Samstag (heute wird das Wochenende n\u00e4mlich von vorne nach hinten erz\u00e4hlt) war der gro\u00dfe Basteltag f\u00fcr unsere Theaterauff\u00fchrung von &#8222;<em>El libro de la selva&#8220;<\/em> (Dschungelbuch). Wir trafen uns, um diverse Schw\u00e4nze, Ohren und Masken f\u00fcr die Darsteller zu basteln, die ja Tiere sein sollen. So wurde eine Schaumstoffrolle f\u00fcr die Schw\u00e4nze und Elefantenohren zerschnitten und Luftballons mit Zeitung beklebt, um daraus Masken zu basteln.<\/p>\n<div style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"img\" src=\"https:\/\/scontent.fgye1-1.fna.fbcdn.net\/v\/t1.0-9\/29366303_1994647307213695_5684670635398135808_n.jpg?oh=0c4c86c9007e254daf1efd1176d08eef&amp;oe=5B2B1BBA\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"720\"><p class=\"wp-caption-text\">Juleisy und Dem\u00e9nica beim Elefantenohren bemalen.<\/p><\/div>\n<div style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" class=\"img\" src=\"https:\/\/scontent.fgye1-1.fna.fbcdn.net\/v\/t1.0-9\/29357089_1994647277213698_8232752166633209856_n.jpg?_nc_cat=0&amp;oh=5fa47ecb20b1f00189e033d7be6dde37&amp;oe=5B35C272\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"720\"><p class=\"wp-caption-text\">Anthony und Allan beim Masken basteln.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span class=\"_5yl5\"> Die Theater-, Chor- und Bandproben f\u00fcr das St\u00fcck laufen ganz gut an. Nervig ist, dass die Leute oft nicht (p\u00fcnktlich) kommen. So ist das eben in Ecuador&#8230; Aber an sich bockt&#8217;s schon, zu sehen, wie das so langsam Gestalt annimmt.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eilmeldung: Am 18. M\u00e4rz 2018 verschafften sich zwei deutsche Freiwillige unbewilligten Zutritt in ein Luxushotel an der Uferpromenade von Guayaquil, Ecuador, unter Angabe falscher Identit\u00e4t. Sie gaben sich als franz\u00f6sisches Br\u00fcderpaar aus und nannten sich Fran\u00e7ois und Pierre. 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