ChileReise: Tag 12

Freitag 01/05/2015

Der Tag der Arbeit wird auch hier in Südamerika als Feiertag sehr geschätzt. Den Großteil der Stadt hatten wir aber schon durchwandert und das kleine Stück, dass noch blieb, hatten wir so gewählt, dass wir nicht von Öffnungszeiten von Museen oder Geschäften, abhängig sind.

Für den Weg nach unten, um von unserem „Cerro“ in den Hafenbereich der Stadt zu gelangen, wählten wir statt der Zahnradbahn, die sportlichere Alternative, mittels Treppen. Wir kamen am Plaza Justicia raus, auf dem sich gerade eine Menschenmenge für eine Demonstration versammelte. Wir schauten dem Treiben eine Weile zu, bevor wir zwei Blocks weiter gingen, um zur Zahnradbahn „Ascensor Cordillera“ zu gelangen. Oben angelangt – zumindest ich wieder über den Treppenweg, hehe –  machten wir uns auf um das Cerro Cordillera zu erkunden. Keine zwei Straßen weitergekommen, sprach uns schon ein Passant an, dass wir als Touristen hier nicht viel weiter gehen sollten. Die Gefahr ausgeraubt zu werden wäre recht hoch.
Dann eben nur zu einem Museum, dass sich direkt neben dem Aufzug befindet. Die Bilder, die es innen zu sehen gab, waren nicht wirklich gut, eher ziemlich schrecklich. Umso schöner aber das Bild, dass man von der Aussichtsplattform vor der Galerie hatte. Eine traumhafte Sicht, auf den südlichen Teil der Stadt und den Hafen.

Abwärts ging es wieder über die Treppen und im großen Bogen gingen wir, entlang der Hauptstraße, um die große „zona roja“ (gefährlicher Bereich) herum. Wieder mit einem anderen „Ascensor“ gelangten wir dieses mal hinauf auf einen anderen Berg. Auch hier gab es außer der guten Aussicht nicht viel zu sehen und nach kurzer Zeit suchten wir wieder den Weg nach unten.

Zum Mittagessen zog es uns zurück in unser Viertel und Mechtild lud uns zum Abschied von Valparaíso in ein feines Lokal, mit –  wie könnte es anders sein – tollem Blick, ein. Anschließend suchten wir für eine kleine Pause das Hostel auf.
Am Nachmittag, als es der Magen zuließ, trieb es uns wieder hinaus. In einem am Vortag erkorenen Café, um die Ecke, wollten wir uns einen leckeren Kuchen gönnen, die Auswahl in Valparaíso ist umwerfend und die hohe Dichte an guten Cafés muss man ausnützen – eine Reise, ganz im Sinne des guten Geschmacks!

Natürlich ist die Bewegung nach einem fetten Tortenstück nicht außer Acht zu lassen. Also ließen wir die Stadt wieder auf uns wirken. Am Abend konnten wir somit ohne schlechtes Gewissen im Biermuseum einkehren und noch einmal auf Valparaíso anstoßen!

 

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